77
auf- suchen sich loszumachen; um dieses zu thun, ist ihreerste Bewegung beißen. Sie werden leicht zahm; derindianische junge Mann gab drei Schlangen tags nur einEi; gestand , daß er bei mehrerer Nahrung nicht Meisterder Schlangen würde, wies eine, die rüstiger, starkerwar, weil er diese erst neulich gefangen hatte; er mußteaber auch vorsichtiger mit ihr seyn.
Eines TagS wollte Le Gentil die Kunstschlangcn krie-chen sehn. Der Indianer nahm sie, setzte sie auf denBoden. Sie waren sehr schwach, krochen nur langsam,suchten zu sticbn, liessen sich geduldig wieder Verschlüssen.Wie er zwei in dem Korb hatte, wandte er die dritte umseinen Leib, gieng wie ein zweiter Lavcoo»*) auf LeGentil zu. Dieser sah den Kopf der Schlange zuerst underschrack. Der Knabe lachte, wie aber Le Gentil ernsthaftblieb, packte jener geschwind zusammen, nahm sein Geldund gieng fort. Wunderbar istS, daß diese Schlangenin ihrem Gefängniß, besonders anfangs, wenn sie unge-wöhnlichen Hunger leiden, sich nicht einander verzehren.
Ein angesehener Mann in Landern, im MarggrasthumDurlach , hat lange Zeit europäische Schlangen in seinemWohnzimmer um sich gehabt, hat Schlangen wie Alegegessen.
Eine berühmte Gruvve des Alterthums, übergeblieben aufunsre Zeit, Apolls Priester mit seinen zwei Söhnen, von zweiSchlangen untereinander verkettet.