Band 
Zweyter Jahrgang. Zweytes Vierteljahr. 1782
Entstehung
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Zyk

Europeus. Nach gccnLigten Reisen begab er sich mit ihmnach London ; und König Georg der erste war außeror-dentlich mit den Kenntnissen und dem ganzen Betragendes Herrn von Bernsdorf zufrieden. Der Monarch be-schenkte nicht allein den Herrn Necker königlich, sonder»bewog auch das Parlament, ihm eine jährliche ansehnlichePension unter der Bedingung zu bewilligen, daß er inGenf eine Pcnstons - Anstalt für junge Engländer stiftensolle. Herr Necker verließ nunmehr London , begab sichnach Genf , und wurde einige Zeit hernach Lehrer desStaats-Rechts. Im deutschen Staats-Recht bewieß erin einem Lehr-Buche, * welches noch immer Beyfallverdient, viele Kenntnisse. Die Englische PensionS -Anstalt hatte den glücklichsten Fortgang; Fleiß und Recht-schaffcnheit erwarben ihm den Beyfall aller seiner edel-denkenden Mit-Bürger. Sie erwehlten ihn zum Mitglicde-es Collegii der zwey Hunderte. Bey diesem Amte warHerr Necker uncrmüdet und wie oft hat derselbe nicht beyLeu Berathschlagungen den Geist der Zwietracht mitmännlicher Beredsamkeit zum Besten der Republick un-terdrückt ? Er starb auch eines sehr edlen To d. Denn alsbey einer Wahl in der Kirche zu St. Pierre die größtenUnruhen erfolgten; so trat Herr Necker hervor, und

* Kurzer und aus den rechten (Quellen hergeleite-ter Unterricht zum Staats-Recht des h. Römi-schen Reichs, Deutscher Nation, mit I. U.Cramers Vorrede, erster und zweyter Theil.Marpurg 1740. und 1741-8- es scheint nicht,daß die Herren Juristischen Litterarorcn wissen,daß dieser Carl Friedrich Necker, der Vater desgroßen Jacob Necker sey.