Band 
Zweyter Jahrgang. Zweytes Vierteljahr. 1782
Entstehung
JPEG-Download
 

;y;

war , zog ihm inzwischen mannigfaltige Widerwärtigkeitenzu. Die Unvorsichtigkeit seines Landsmannes des HerrnVernet verwickelte ihn in eine gerichtliche Streitigkeit;und die Republick, deren strenge Gesetze der Moralitätbekannt sind, verurtheilte den Herrn Necker zu einer ein-jährigen Verweisung aus dem Vaterlande. Unpartheyischemißbilligten diesen Ausspruch.

Herr Necker ward empfindlich gerühret, legte als-bald sein Professorat nieder . nahm von seines VatersLanL-Guthe Germanie den Zunamen an, und reisete nach-Marseille . Hier legte er mit Unterstüzung seines BrudersJacob Neckers , in Gesellschaft eines Schwagers des be-rühmten Bankier in Wien , Frey-Herrn von Frieß eineHandlung an; deren Geschäfte den glücklichsten Fortganghatten. Mit einem Worte , in einigen Jahren zog sichHerr Necker mit zwey Millionen Livres * aus der Hand-lung , erwählte das Privar-Lebe», und zog nach Paris .Hier lebt er in der angenehmsten und lehrreichsten Muße,vorzüglich in der Gesellschaft des Herrn Franklin, Gesand-ten der vereinigten Staaten von Amerika; und was nochmehr sagen will, des grösten Natur-Forschers- DenBemühungeu dieser zwey großen Männer wird das Stu-dium der Natur-Lehre und die Welt noch viele Entdeckun-gen verdanken. Von seiner ersten Gattin hat Herr Neckereine Tochter , welche nach Genf verheyrathet ist , undeinen Sohn, der als Rittmeister beym Regiment Gcns-

* Wenn die Professoren der Natur-Lehre in Genf , undvon allen deutschen Universitäten eine gemeinschaft-liche Lasse von ihrem phificalischen Verdienst ^rich-teten, wie viel Jahr-Hunderte würden wohl er-fordert, um eine Million Livres zu berechnen?