(6)Umſtaͤnden nicht verſteht für die richtigſte Bezahlung und dieErhaltung des Credits dadurch Rath zu ſchaffen, daß er mitKlugheit mehrere Mittel zugleich benutzt und hinter der HandHuͤlfsmittel Hält,
Wenn ein Finanzminiſter hingegen dieſe letzte Kenntnißim hoöchſten Grad beſaͤße, und wollte die andre vernachlaͤßi-gen, fo würde mann unzufrieden ſeyn, in feinen Händendie oberſte Verwaltung der Umſtaͤnde wegen laßen zu muͤſſen,die auch dann, wenn ſie fuͤr den gegenwaͤrtigen AugenblickAuskunſt ſucht, nie die Quellen des öffentlichen Wohlſtandsaufopfern ſoll, und die niemals, wie lang fie ſich auch wasrend den Kriegszeiten die nôthigen Mittel zur Vertheidigungdes Staats und zur Macht des Landsherrn auffinden ansſtrengt, das Glück feiner Unterthanen aus den Augen verslieren ſoll: denn für deſſen Aufrechthaltung iſt die Macht detLandesherrn beſtimmt.
Erſte Abtheilung.Zuſtand der Finanzen.
Wie Ihre Majeſtaͤt mir die Verwaltung Ihrer Finanzenanvertraut hatten, mußte ich damit anfangen, daß ich forgefaͤltig den Zuſtand der ordentlichen Einkünfte und Ausgabenergruͤndte, und dicfe genaue Kenntniß hat mir auſſerordent-lich viel Arbeit gekoſtet. Mein Nachfolger wird beſſer daranſeyn. Ich habe nun was bisher gaͤnzlich gefehlt hat, voll-ſtaͤndige und mit den noͤthigen Anweiſungen verſehene Ta-bellen, um leicht das ganze Detail der Lage der Finanzen zukennen, geliefert. Der letzte Ueberſchlag, der Ihrer Majeſtatvon dem Herrn de Clugny vor Augen gelegt iſt, gab einen