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Defect der Einnahme zur ordentlichen Ausgabe von vier undzwanzig Millionen an. Diefer Ucberſchlag ſchien mir zuverſchiednen Beobachtungen bequem, die ich zu ſeiner ZeitIhrer Majeſtaͤt vor Augen gelegt habe. Ich halt es für unnuͤtzvon neuem in dieſe ganze Unterſuchung hineinzugehn, dochwill ich mir das Detail vorbehalten, um daraus die gegen-waͤrtige Lage Ihrer Finanzen, wie ich bald thun werde, zuentwickein.
Hier iſt genug, wenn mann daran gedenkt, daß einanſehnlicher Unterſchied zwiſchen den jaͤhrlichen Ausgaben undEinnahmen bald die groͤßeſten Nachtheile nach ſich zieht;es laͤßt ſich dem nur durch Anlehen oder durch auſſerordent-liche Unternehmungen abhelfen, und die Intreſſen, welcheſolche Unternehmungen koſten, vergroͤſſern das Uebel mitjedem Tag.
Ich ſah aber beym erſten Anblick, daß es nicht ſchwehrhalten wuͤrde dieſen Defect unter der ordentlichen Ausgabeund Einnahme zu heben, und ich entdeckte gar zu meinerBeruhigung ſchon Mittel nach und nach einen ſichern Ueber-ſchuß herraus zu bringen, und ditſer ſollte die Quelle allesdes Guten ſeyn, das Ihre Majeſtaͤt auf Ihre Voͤlter zu ver-breiten begierig war.
Aber nicht lang konnt ich mich dieſen ſeligen Hoffnungenuͤberlaſſen, ich erfuhr bald, daß die politiſche Lage IhreMajeſtaͤt noͤthige mit der größten Anſtrengung eine furchtbareSeemacht auszuruͤſten; und ſo mußt ich ſeit dem Anfangdes Jahrs 1777 und ſchon am End 76 nur dahin ſehn,auſſerordentliche Mittel zur Erreichung dieſes groſſen Zwecksund auch zur Vorbereitung anſehnlicher Zuruͤſtungen in IhrenHaͤfen zu finden. Das Jahr 1777 ward ſo auch ſchon für