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die köͤnigliche Kammer ein Jahr des Kriegs. Und nun ent-faltete ſich nach und nach die dringende Nothwendigkeit,Ihre ordentlichen Einkünfte und Ausgaben nicht nur richtiggegen einander aufgehn zu laſſen, ſondern noch einen Ueber-ſchuß an Einnahme Ihrer Majeſtaͤt zu verſchaffen. Auf dieſeArt koͤnnte den Intreſſen von den Anlehen, die die Kriegsbe-duͤrfniſſe unumgaͤnglich machen würden, ein freyer Fondangewieſen ſeyn.
Auſſer dieſem Unternehmen, das ſchon ſeine groſſenSchwierigkeiten in der Ausfuͤhrung hatte, mußten noch Caspitale hergeſchaft werden, und dazu hatte ich das Zutrauender Gläubiger noͤthig, und dies Zutrauen mußte gewonnenſeyn, ungeachtet der Credit durch die Abzuͤge an Capitalienund Intreſſen, und durch verzoͤgerte Bezahlung, welches manalles waͤrend dem Frieden erfahren hatte, angegriffen undbeynahe vernichtet war.
So wie ich dieſen doppelten Zweck uͤberſah, fand ichbald, daß derſelbe Gang und dieſelben Grundſaͤtze michzu dem einen und dem andern hinleiten würden, und nungieng ich allen Misbraͤuchen und allem unverdienten Gewinnauf die Spur; ich veranſtaltete Erſpahrung in Sachen vomBelang und in allem Detail; ich unterſtutzte die glücklicheAnlage Ihrer Majeſtaͤt, in Austheilung Ihrer Gnadenerwei-ſungen Maß zu halten; ich that endlich alles, dieſe genaue undbeſtimmte Ordnung feſtzuſctzen, verbreitete Licht durch unddurch, und ſo war jeden Augenblick die Lage der Sachenund was ſie erfordern, klar.
Es kann niemand zweifeln, daß dieſe neue Einrichtungen,dieſe Verbeſſrungen, nicht die erſten Hilfsmittel find, diegeſucht werden mußten; und ich bin feſt überzeugt, daß nur,