bt-
ig-
im
( 29 9Zweite Abtheilung.
Was ich bisher geſagt habe, betrift nur den Zuſtandder Finanzen, die fonigliche Kammer und den oͤffentlichenCredit. Ich werde nicht in das Detail gehn von den getroff-nen Veraͤnderungen und Erſparungen: ſie ſind nur durchihr Reſultat von Gewicht. Ich bin aber Ihrer Majeſtaͤteine beſondre Rechenſchaft von den Unternemungen ſchul—-dig, die die Einkuͤnfte Ihrer Majeſtaͤt vermehrt haben undzugleich mit den Grundſatzen einer klugen Oberverwaltungverkettet ſind. Unter dieſem Geſichtspunct zeigen Ordnungund Sparſamkeit imalgemeinen ſchon Vortheile, unabhaͤngigvon dem Zuwachs der Einkuͤnfte Ihrer Maieſtaͤt. Mannſollte nicht glauben, wie ſehr feſtgeſetzte Grundſaͤtze von die-ſer Art bei einer groſſen Oberverwaltung gegen das Laſteranſtreben und die Moralitaͤt beguͤnſtigen. Was zu Missbraͤuchen reizt iſt die Gelegenheit, und wo das Verhaͤltnisunter den Arbeiten und Belohnungen fehlt, wird das Ver-dienſt muthlos und die Pretenſionen mittelmaͤßiger Mensſchen nemen zu. Mann muß es ſich ſelber geſtehn, daßder Fehler etwas an den Haͤuptern der Oberverwaltungliegt, wenn allenthalben Liebe zum Geld das meiſte Ge—wicht hat. Die Menſchen find vieler andrer Aufmuntrun-gen fähig, die nichts koſten und mehr taugen, und das ifdie ſchoͤnſte Sparſamkeit, dieſe anzuwenden verſtehn.
Gaben, Croupes und Pen ionen.
Da ich jetz fo in der Rechnung, die ich Ihrer Majeſtaͤtablege, fortfar, kann ich's mir nicht verſagen, hier wiederan die Weisheit der Verfuͤgung, die Sie mit den Penſio-