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Ephemerischer Almanach der neuern Zeiten für die Liebhaber der Geschichte besonders für Jünglinge / [David Christoph Seybold]
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und ſein Teutſcher Stil iſt erbaͤrmlich; hingegen fein ety-mologiſches Reallexicon der Griechiſchen Sprache wohl ſeinbeſtes Werk. Als Theologe machte er durch ſein mitAnmerkungen herausgegebenes Neues Teſtament und eini-ge kleinere Schriften, die vom Syſtem abwichen, ſehr vielesAufſehen, und wurde deßwegen nach Spandau?nein! nur zur Ruhe mit einer Penſion geſezt. Sein Eha-rakter wird geruͤhmt. Beſonders war er auch bei einemſparſamen Brode Chr zufrieden.Der zehnte Jaͤnner.14.Erſter Traktat zwiſchen Frankreich und Helvetien1474.

Der ſtaatskluge Ludwig der 11 von Frankreich ließ nichtsunverſucht, um die Macht Karls des Kühnen von Burgundzu ſchwaͤchen. Es war ihm ſogar gelungen, den Herzog Sig -mund von Oeſterreich mit den Eidgenoſſen zu verbinden.Nun ſuchte er ſelbſt einen Bund mit ihnen, beſonders denBernern, zu errichten, und hatte zu Erreichung ſeinesZweks vieles Geld nicht nur wirklich verſpendet/ und nochmehreres verſprochen, ſondern auch ſich ſelbſt zum Buͤrgerin Bern aufnehmen laſſen. Erdlich wurde der Traktat,hauptſaͤchlich durch Vermittlung Niklaus von Dießbach,unter folgenden Bedingungen geſchloſſen, aus denen mandie Seltenheit und den Werth des Gelds zu damaliger Zeiterſehen kann.Seide Partheien ſollen einander wider denH. von Burgund beiſtehen. Der Koͤnig bezahlt den Huͤlfs-völkern der Kantone auf jeden Kepf monatlich vier undtinen halben Gulden, fuͤr jeden Feldzug von drei Monaten,