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den fie in die Bur iundiſchen Lande unternühmen, zwanzigtaufend ß ranken an den Kriegskoſten, und jedem Kanton,fo lange Ludwig lebe, eine jaͤhrliche Pen ſion von 2000 Fran-ken zur Unterhaltung der Freundſchaft.“ Damit dieſe Be-dingungen angenomwen werden konnten, wurden zu Berndie alten Mandate wider fremde Mieth und Gaben auf-gehoben.
Der eilfte Fanner.
15.T Gomarus 1646,
Im Anfange des vorigen Jahrhunderts entſtand in Hol-land der veruͤhmte th-ologifche Streit uber die Gnadenwahl und M: ddcftination. Jakob Arminius zu Leiden ſtrittfuͤr die gelin dere Meinung Gomarus aber behauptete ohneScheu: daß Gott nach bloßer Willkuͤhr ewig ungluͤllichmache, wen er wolle, und erhielt auf der DordrechtiſchenSynode den Sieg, auf welcher die Arminianer oder Nesmonſtranten verdamt wurden. Gomaus focht auf derſel-ben fo heftig, daß er in der Hize fo gar einmal ſeinen Sandsſchuh auf den Tiſch warf, um den Bremenſchen Rektor,Martinius, nach alter Nitterart, zum Kampf heraus zufordern. Indeſſen hatte er den Sieg doch auch mit unterdem Umſtande zu danken, das die theologiſche Streitſachemit einer po itiſchen verflochten wurde. Denn die meiſtenArminianer waren nicht gut ſtatthalteriſch geſinnt, vogesgen die Gomariſten nichts beſſers thun konten, als dieParthei des Prinz Moriz deſto eifriger zu nehmen.