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ES 29
ten gewinnen. Allein er liebt ſeine Profeßion, will fiemit gelehrten Arbeiten vereinigen, und zieht in ſein Vaterland, wo er eine eigene Haushaltung mit fuͤnfzehn geborg-ten Bazen anfaͤngt, das Seilerhandwerk treibt, Obſt verskauft, Wein ausſchenkt, und Schule haͤlt. Zulezt besgiebt er ſich doch ganz nach Baſel, und haͤlt Schulen miteiner Beſoldung von achtzig Gulden. Einige Zeit hernachverbindet er ſich mit dem Buchdruker Oporin, ſeinen ehe-maligen Schuͤler, faͤngt eine eigene Buchdrukerei an, evewirbt fich ein ordentliches Vermögen, und nimmt das Amteines Gymnaſiarchen an, das er noch acht und dreißig Jahrverwaltet, bis er im drei und achtziaſten ſeines Lebens ſtirbt.
Mit wahrer Seelenfreude habe ich mich heute von dirunterhalten, redlicher, unermuͤdeter Alter! O moͤchtenviele Juͤnglinge nur den zehnten Theil deines Fleißes haben,und das Gluͤk fuͤhlen, das du die Helfte deines Lebens nichtbatteff— ungeſtoͤrt und unterſtuͤzt von allen Seiten ſichden Wiſſenſchaften widmen zu doͤrfen!
Der fleben und zwanzigſte FJaͤnner.
39.Geb. Benzelius 1675.
Als die Koͤnigin Chriſtine Philologen und Kritiker umſich haben wollte, mußten ſie aus Holland, Frankreich,Teutſchland 36. gerufen werden. Denn Schweden ſelbſtbringt nur wenige Gelehrte dieſer Gattung hervor. Deſtoruͤhmlicher iſt das Andenken des Mannes, der an dem heu-tigen Tage geboren iſt. Denn er hat nicht nur eine Ausgabevon Theophraſts Charakteren veranſtaltet, und ungedrukte