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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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Vorrede.

Kirchcngeschichte nebenst der gantzen barmome und dem zusammen gehaltenenxarauctilwonachzeiten/pcrsonen/orten und dergleichen erläutern.

1 3 . Diese und alle andere allhier vorkommende fachen sind nun einig undallein als gewisse secta oder geschehene dinge abgehandelt worden. Und ob siewol auch (zumal in denen katzerhistorien) viel ftrettfragen und Lehrsätze m sichhalten/so werden sie doch hm vermöge der rechten art einer Historie ntchr alssol-che/sondern als gewisse vergangene -»ctiones angesehen/erzehlet und beurtheilt.Daheroob wol eine aussrrchtige erinnerung dieser und jener fehler/ (welche frey-lich mit etttschlctchenkönen/)mitdanckerke6et/ja auch verlangtwtrdssowird dochwtder alle undjede feyeüichst proreNirt/welche tust zu zanckenyaben/und über demoder jenemlchrpunct einen streit erhebenmöchten/dessen mansich theilhassteg undanheischig zu macheu kerncsaveges gemeinet ist.

14. Gestalt man weder befugt noch gestnnet/ vielweniger zu zrvingen wä-re /sich dißfalsausser den schmücken der htstorie zu begeben; zumalen es oylte oemdie gautze htstorte ausweist/ was vor boßhett/ trrrhum/ unfug und verderbenaus solchen ivortkrregen erfolget sey. Also daß selbige zu vermehren weder zertnoch wtlle zurelchkt/da gleichsam noch immer gantze armeen der Gelehrten oh-ne dem in der gantzen Welt in solchen verderblichen streitigkerten besHassttget sind/und gegeneinander zu felde liegen. Und wo jemanden ja gelüstei e an dresem undjenem zum bitter zu werden: so möchten der unschuldigen wmheit von GOtt selbstwoldierechtenwassendes ltchtsgereichet werden/ welche über alles vernunsstge-zanckehmlangen/und die finstemüß bald nachdrücklich vertrerben würden.

1 ^. Zuförderst würde man von dem iviedersprccher mit allem Recht for-dern und prLlcvcliren müssen /daß er gnugsame proben seiner wahrhasstigen er-leuchtung und daher rührenden erkautnüßGOttesund emsichtindie geheimnüsseund wunderdcsselbeu/ wteauch rechtschaffene früchte einesrecht geremigtenherli-genhertzensdarlegte: wellandersdielehrendersogenantenkätzerunddre übrigedernarurverborgenedtnge nicht erkam/sondernfreylich/ wie meist gcschicht ohneunterscheid und Prüfung vcrworffen würden. Zugcschweigen/ daß ein solcherauch treulich compromunien und erweisen müste/wre ervonallen menschlichenvorurrhetlen/meinungeu und auffsatzen so lange adnra kirenund der lauiern Gött-lichen warhctt rn der Schrisst nach der Christen erster praxi allein gehör gebenwolle. , , _

16. Was die Auctores und übrigekonresbetrisst / woraus dlcse nachrich-tungen genommen / wird ein Le ser / so die cri t icam verstehet / wol sehen /daß selbi-ge bewahrt/und durch die allgemeine emstimmung der Gelehrten zum reweißtüchtig/oder doch indessen ermangelung durch gewisse gründe fest gcsetzet seyn.Wasrndmenzwey letzten «ccui-svor manMcnpcaangeführetwordeu/bttucher-bötrg elnemjeden/deres nöthig hat undverlanget/dieselben pri var.m zu zeigen undalszeuuma zu legirimiren. Ich habe Mich beflissen mit wlllen und Vorsitz kernenortanzuführen / derentweder rn dersachcstlbstoderinderappticaovn oder auch rnder Übersetzung und auslegung em warhelt liebendes gemüth nicht vergnügen

1 -7. Doch sage ich mit bedachtuurvon dergleichen gemürhern: denn wassophistische / partheyische und feindselige Verdrehungen thun könneri/ mag undwill niemand verhüten/und trifft kernen redlichen ^cnbemett/ ohne io wert thudaseiend solchcrverkehrteuleutejäwmert. Wiemchtwcmgcr/wochmmugesversehen oder gar schretb-unddruckfehler (diebey soviel iOOo.aileZaren/uno oadas buch mmeinerabwesenheit gedruckct worden/unvermeidlich scheinen) zurUnwissenheit oder boßhettsolcengedeutet werden. Zumwemgsten ist nichts ohnegewissenbewerß und beystimmung vorgetragen worden/wresonst lnden gemei-nen compenctis geschiehet/deren man sich hier wegen grosser Ungewißheit wenigoder nicht bedienen können / wie es der augenschern gebenwird.

1 8. Auch ist leicht zu ermesscn/daß ich sonitketnemeintzelenAuctoriaussdem fuß habe f olgenkönucn / in betrachtung einer derselben nicht zureichen würde/

alle aber untsteiuandcr selbst unemsund unmöglich zu conci .uensind. Sohab

ich ftrner vor unverantwortlich gehalten / der historischen warhett damit nochmehrern schaden / als btßhervon vielen gcschehen/ zuzufügen / daß ich nemltch nur(wre fast alle qct han) eine einige gewisse Parthey aus allen religionm rn der wetterwehleic/skwige allkinvor unschuldtg undder erstenApostolische Gemeine gleich