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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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Vorrede.

«der Änlich ansgäbe/hiiigcgen alle die andern zuvernichiw/ zuvcrkleimr« / m»

zu Vkrwcrffmsnchtt^ ^ wiederholen/was ein »ener^uSoiweißlichcrinmn hnini der vorrede über des bcrühmicn Engellanders Henna Hammondivemmschies ihäiiges Christeuihom: Man würde sich sehr gratulirm /wenn man eine kirchefünde/welcheprokeskion machre/nichrsan sich zuhaben/welchesnicht vornehmlich mit dcrH. Schafft/ alsdenn auch de-nen lieben Kircherwätern übereinstimme. Za cs möchte wol manchem e>-aienichkrbenschelttnswardige lustankommen/diejcnigekirche mit äugenzu sehen/welche sich der alten emfaltdesglaubcnsbefleisset/diercinestmkirchen-ccrcmo nim und schönsie ciilciplin habe/ dabey man sich der 2lpo-stelzcii eriimem möchte/u.s.w.

20. Allein es ist leider! offenbar anug/wie inderthatiindwarheitkeniedergleichen noch zur zeit gewiesen werden könne; ja wie die mei ften/ so sich der er-sten rernigkelt rühmen/dennoch wider alle Verbesserung einwenden/es sey wedernöthig noch möglich/der ersten krrchc zu folgen. Zugcschwclgen/daß ich selbst er-fahren müssen / wie gegen die obengedachte abbildung der ersten Christen von bo-senund Heuchlern noch immerder einwurssergehe»Dieses und jenes ausder allereersten kirchensey nicht mehrpracticaoel oder den Zeiten gemäß /es sey eine Platoni-sche illepublique, U.stW.

21. Aus diesen eigenen gestandnüssen derer heutigen Kirchgemeindenwirdeinwarhellltcbendesgemüthefteyltch gedrungen/alle partheyltgkkilso lan-ge bey solchen betrachtungen zu vergessen/und der ersten unfehlbar reinen Gc-memdealleinzufolgen. DennwasdurchdiepartheytschenKirchenhistortenvorunwarheitcn allerseits in diewclt geschrieben/ undvorgreuel aussdle nachkom-men lortgepflantzet worden/ ist wol nicht gnug zu bedauren. Eben wie rn derpOiirischenhistonedarausdie gröste verwtrrung/feindschaffrund andereschadenerfolgen/daß viele ihreKepubiique,darunter sie etwa leben und ihr mteieire su-chen/allein groß machen/thralles zuschreiben/und den übrigen/ sonderlich denNachbarn/weder ehre noch sonst etwas lassen.

L2. Undgleichwolistesbißhermeistebensoinder Kirchcnhistorie ergan-gen/daß man ohne erkantnüß seinselbstnur etwa denPabstundandere/so mmr sichzu gegnern erwehlt stheuslich abgemahlt/das andere alles/was zum vollstän-digen bericht der gantzen geschichte gedienet/ ausgelassen oder verfälschet. Ichwill nicht von allen sagcu/sondcrn man sehe nur selbst die gemeinen compendiaund andere particuiier. Missten nach einander durch / ob nicht ein jeder seine eige-ne vermeinte reltgion biß in den Himmel erhebt/ deren lehre unbetrieglich und^ actione» untadelich machet: hingegen wie man aller anderen Worte und wer-cke ohn unterscheid biß indiehöllehinunter verdammt/ odcrdochso schwach undheßlichabmahlet/daßderLescrkaumohneeckclundverdrußdaran denckcnkan.

2z. Mitsolcheueinseitigenverkehrtennachrlchtungenwirdsouderllchdiearmejugeud in denen schulen zeitig eingenommen/schwatzet sie ihren vatcrnalsonach/und meinet/es sey nun alle warhelt aus der gantzen werten Welt in einen klei-nenhaussenoderwinckel/indieses oderjenesland/gleichsam concenrriret. Alsodaß der ausspruch Petri nicht mehr rnder that und wa rherr erfahren werde: daßGOttnichtdieperson (und also dreparrhey/religron oder sem; ansehe/sonderndaßausallerlkyvoLckallegottfürchttgk Ondrcchtthuendeihm angenehm seyn.

24. Damit werden und bleiben dregemüther stets gegeneinander verbit-

geben kan/ dadurch sie das pr« alleinhabcn dürsse. Sich selbst blehct man dabey

will sich ohne dem niemand annehmen.) Mansuchet hierinden grund seiner aan-tzen sc ligkeit / weil man in einer so und so beschriebenen kirche geboren und gezogenist/gesetzt/daß es mit der wahren erleuchtung und bekehrung elend gnug stehe.Man vergreifst sich an andcrnmitso handgreisslichen unwarhciten/ Übeln neidi-schenurthellkn/lcgetihucndie unschuldigsten dinge zum ärgsten aus/setzet falschedazu. Und in lumma: cssolgetunbeschrelbltcherschadeausdergememenleyerwie eshrer uazehlicheexempel beweisen. J ;

25- Vor dicscm amilit&m übel habe ich mich misilich gchi'M indicsrii

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