Allgemeine Ammrckungen
LL
hjche lehreerfodere eine solche weise zureden-denn alle die ich höre davon reden/steUensiealso- (I)
( i) Simon Suicei'us Epist. ap. Fechtium lupplcm.
H.E. p.«r. (!) Ederlin t-c. § 27-
8. Weiter hin beschwerte sich einer also dar-über : Dielen ungestümen und unruhigenvorfechtern der kirchc/wenn man sie sonennen darf/ hat mans zudancken/ dashin und wieder wahre glarrbcns-genos-st,! aus denen städkcn / hohen schulen'und ganyen lanbern allmählich vertrie-ben worden/da sie sonst lange zeit wohlgelitten gcwest. wenn hat man aberdoch jemals gehört / daß die käyerdurch schelten / zancken und lästern vomrrrthum zu recht gebracht / und bekeh-ret worden wären i Und dieses strebengleichwohl diese schönen vorsechter derkirchen rnrd der religion durch ihrezanck-schritten. 2lbcr wie glücklich / das er-fahren wir alle tage. im) Und fernernocheiner : Es ist ja ein großer undanck/ dasheilige Evangelium und die himmlischeLehre so übervernünfstig oder vielmehrrnwernünfstig und unchristlich zerha-cken / und zerradebrechen. Ach lieberGOtt / wenn friedfertige Theolog, zu-sammen setzen / oder andere ihren mocieraten consiliis und guten fürschlagenfolgen woltei» / wie manche controversienkönten beygelegt und vertragen werden.Aber wegen hitziger köpfst / zanckjüchti--ger genrüthcr / und ehrgeitziger heryenmirß ein streit aus dem andern erwach-sen/ ern unnöthig gezanck aus dem an-dern. Da will einer den andern nichtrecht verstehen / wenn er es gleichwohlkönte / damit ja das ärgerniß denschwachgläubigen nicht mangeln / unddie Widersacher destomehr anlas bekom-men/ in die sauft über dem gezanck zu la-chen. (n)
(m) Eilh. Lubinus i.c. (ti) D. Andrea loo sah»I lg bchcNcikN in Addendis p. 174.
9. Und eben also haben auch viele koliticihievon geurtheiler / wenn sie den fleischlicheneyffer von Tbeologischmvilputationen fernewissen wollen/hingegen warheit und liebemit-einander verbunden ;denn/sagen sie/wer aucheinen wahrenGay mit fleischlichem eyferverficht / der verletzet sein gewißen. Ei-ne jache mag noch so zulässig und gucseyn / >0 wird sie doch böß / ja am ärg-sten / wenn sie durch unziemliche Mit-tel rractiret wird. wie wenig aber findihrer/welche nicht aus bloßerehrstchtwider die andere schreiben / und keinecalumnien oder injurien unter ernsthasskedinge mengen i Solte man aber die sä-chen also handeln/ darin» Gthkkes ehrrmd unser hey! lieget i wird nicht dasgantze werck dadurch böse / worinnenschmähsvchtige und dieser son der Wider-sacher angehende dinge enthalten findewas will man dem Apostel Jacobs ant-worte,»/ der so ernstlich erinnert: werseine zunge nicht zäumet / deß Gottes-dienst ist eitel; und also auch : Wer sei-ne feher nicht zaumex/ dessen schrerben
von der religion ist auch eitel. Wrlloder kan denn dre Göttliche warheitnicht anders vertheidiget werden ? war-um spart »nan denn nicht die worre/dwnach schelten »rnd schmähen schmeckendwarum fasset man die worre auf/ wennmandcnverstandgnugwdß/u.s. f. (p) tS
schliesset auch ein anderer also : Smcemahlzwischen de»ren Uroreilirenden uubilesor -mireen viel haß und Verbitterungen ob-schweben / uno dre vorgesasten nieimin-gcn bey denen Lehrern der Herl-Schnssesehr tiesseingewurtzelk seyn/also daß je-der therl seine lehre und opinion aufs heff-trgste zu verstchren suchet / so scheinetes auch drßfals schwer unter ihnen dieeinkracht der lehre zu strsstcn. (?)
(0) IDn. Strykios Add. ad fiiunncmanm mr Eccl 4
P. 14^. (p) Du. Zccluus lM Europa'.schcn He-rold p. 556. Conf. Zieglerus CJcnc», renn.
p. 9.
10. Wannenhero auch jener Churfürst zuPstltz/Fribrich in-in seinem testamemsemePrintzen ernstlich vcrmahme : Sie sölcen srchaufs fleißigste vor unruhigen knchen-und schul-dienern hüten / welche w reit?gions - und Faubens-suchen allerhandzanch / wort-streike und verderblicheVerdammungen in krrchen und schulen/aus lauter ehrge itz und verkehrten eyffer/unter dem vorwand ihres arrirs / ohnegründ und mit großem argernüß/ ebenwie in» pabstthun» geschehen / über diegewißen der Dbrrgkelten und Untertha-nen zu herrschen / und ihnen eine neueherrsthafst / und primae überall aufzu-richten suchen, woraus denn nicht nurin geistlicher und weltlicher regierungtrennungen und heimliche Verbitterun-gen der gemüther/ sondern auch alles re-gimenrs Untergang und Verwirrung er-folget. (q)
(q) ApudHornium ptsef. adHist. Eccl,
11. Gleichwohl ist bereits auch im ansangder rekormation bemercket worden / daß vie-le bloß darinnen ihr Christenthun» gese-tzet / wenn ste auf andere partheyennur wacker schelten können. Sie hat-ten sich »»ur auf schände«» und lästernbegeben / Münche und tAonnen ausge-richtet /welches denn dergeincincmani»gerne gehöret, (r) Und lange zeit hernach/daß der meisten ihr leben ini diTputirei»bestehe/ ja daß sie lieber zancken als lc-ben wölken, (s) Dahero anderweitfchmertz-ltch beklaget wird / daß das volck von sei-lten bösen lehrcrr» nur anselkfirlichc undscheinbare dingegeslihretwerd!/welchessonst wohl wüste und leichtlich begrcif-fen würde / wie unter denen sonst überdie lehre »»»»einigen /_ dcniroch leichtlichin der wahren Gottseligkeit Vereinigunggetroffen werden könne. Dabey "denngewundschet wird /daß doch alte und son-derlich die / so die reine religion habenwollen / den frieden zu befördern »rg derGottseligkeit unter sich selbst undzur rekormirung »hrer eigenen Irrthümerm»d Mangel anwenden möchte»» / ehe siediejenige,» / die schor» langst abgesondert/
und