dstt deckn Katzen Geschichte
unb ihren eigenen auffalten in ossentli*eben vertragen überlassen worden / die«liefe <B@tt allein von ihrer religion re-(benfebafft geben müßen/ mit neibifchen«»gen ansitzen / oder wohl gar ihremgrimm und haß aufopffern/wenn sie ei-nen verwand oder gewalt bekommenHonten, (tj
(r) Joh. Matthesius Lcbeü Luth. XI. Pich. p.izb.
( 1 ' ) Lubinus 1 . c. (cj Seckendorffius Hüb Luth.ptsef.
12. Unterdessen zeigen diese letztgedachteWorte an / wie der fleischliche eiffer sich bloß auffdieäusserlichegewalt oder gelegenheit gründe/rrnd daherooen mantel nach dein windzu keh-ren pflege. Die ersinnungm und axiomataLerer Theologe« sind hievon nicht ungemein/wenn sie haben wollen/daß bey derfreyheieder religiou dre kätzer desto freyer undsthärfferanzugreifsm wären/wo «berdie< 1 ) brrgkeitmcht favorisire/ müssen aucfe diekätzer geduldek/imd das scheiten auff siefo lange unterlassen werben/ benn fonßwürde wegen der allzugrossen freytzeitrmd schärfst die gantze iocietät ingefahrkommen/wie hievon die rarhschlagevorhan-den sind. (u) Dabey ein kluger mann also geur-theilcr: Wenn die Theologi sthen/daß wi-der ihre mernung es mit rtznen soweit ge-kommen / daß man rtzrernur spottet / undsie nicht metzrHerren im lanbe seyn/ so sie-het man recht an ihnen/daß einer entwe-der demütig oder hochmütig seyn kan/nachdem etwa seine fachen stehen. Dastehet man keinen zorn mehr in ihren äu-gen / noch den gewöhnlichen Hochmuthrm gesichte: 'Ja sie sind so still als einschaff: Dastehen sie denn dieköpfstzu-sirmmcn/und bereden sich/wie sie ihrendingen helssen wollen / sie vergessen allerfetten und Partheyen / weil die gemeinegesirhr/ sie vereiniget/ also / daß sie allefeindschaffr und haß auffeinmahl verges -stN. (x)
^u) Vid. Luiäov. Dante CafConfc. p. 81 3 * Consil.Witceb. P.I p. f34. Gerhardus Comm.ini, Pec.111 . p. 419. Qaenstedius Eth. Patt. p. 2S4.4I6.419. Pomarius de Moder. Theol. di(T 8. §4. Al-berti InreresieReJig. prref. &c, (x) Pet. Cunse-
us l.c.p. 96.
13. Wasnun die sonderbaren arten der ver-kätzerung anlanget / sind dieselbe nechst denenExempeln aus vielen nachdencklichen beschrei-bungen verständiger teure zu ersehen. Welchedenn aus betrübrer erfahrung aninercken/daßfelbigetheilsin Worten / theils in wercken zu be-stehen pflegen. Jene har man in solchenfallengebraucht / in denen gewöhnlichen wiederle--gungen und streitschnssren/ von denen wegenihrer grossen excehe abermal einer geschrieben:Die welk ist solcherzanckbücher voll / da-durch» aufseinmahl aller frtebe tmbwar *heit aus der welk versaget wird- Uudwären sie werth/ baß mau daraus einenfcheiterhauffen biß an den Himmel mach-te/ und sie alle mit feuer verbrennte undDerrilgke. (y) Ein anderer hat in öffentlichemkirchemath diesen Vorschlag gethan/ daß diestrerrigkeitcn Zwischen denen Partheyenunterbleiben nröchten: Man solte sieb
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nemlich aller und jeder streit-sichrissrenenthalten» (z)
(y) Lubinus J. c, (z) Scultetus ap. Hornbekiun»Sutum. Conu. Lib. IX. p. 709. iaudacusab Andr.CaroJo Meniorab. sec. XVII. Lib.J» p. 181.
14. Die beschaffenheit solcher widerlegun-gen/sie geschehennun mündlich oderschriffrlich/haben folgende auLtores beschrieben. LreTheologen schütten bißweiien inderHitzeihreszorns gar Zuviel aus/ das sie her-nach bereuen müssen- Drumsiol man kei-ne heffcrgere worre brauchen / als die sir-che selbst erfodert. Man stl sich allessichmahens/verleumdens und beschvldi-gens enthalten / alle zornige sicheltwortesollen ferne seyn / sthmahsÜchkrge undstachlichte worke/ grfftige fpottrebenfhönisches auslachen/ gauÄerrsche äffen»possen / die sonst den papißen gemeinsind. (a) wir billigen nicht derjenigenalbern sthöpjen / oder stichtgetehrtenplauderey/ cantzelgesichwätz und ge»wasch / welche der gebührenden sittsa-men bescheidenheik vergessen / und in bieweit Hinausschreyen / speyen undverma-ledeyen/ was sie selbst noch nicht gnug-sam gefast und erkannt / offtmal nichtwissen / wo es hanget oder langet- (b)
(a) Quenstedius Uc. Monit. LXIIX- p. 420. (b)Dannhauerus in Reform. Saive p, iöq.
15. Im vorigen ieculo hak es gleichfals eüner also ausgedrucket: In der lehre wil je«derman richtet seyn/ ob er gleich nichtsdavon Verstehet/und GL>tt mchkfürch-tek. Da gehers denn also / daß das ge-meine gesinde beym wein und bier/wennes toll und voll ist/ ansähet zu scheltenwider die sissaffen/und hatlust und liebe,zum gezäuck/lobet die nicht zu loben sind/lästert die nicht zu lästern sind.Es ist wahr/ was manche weist lente jetztpflegen zu klagen / baß in biesen landen(Sachsen ) guter friede wäre / wenn diep>faffen selbst untereinander einig wären/und zu allerley beschwernüß undunglückmit ihrem gezanck und feindseligem Hess-eigem verdammen nicht ursach geben-Denn die unruhigen psassenköpfst sindeine Ursache alles Übels- (c) Nach der zeitschriebe nochriner also : Verflucht sind die/welche prediget sind/ und in bet kirche alstevssel wüten/schnauben/ roden/schla-gen/ betrohen/ stürmen/ pochen/ polder»/donnern. Welche mir ihrer eigenen umgedult / eigenem Neid/ eigenem haß/eige-nem zorn/eigener rachgier/eigenemgeitz/eigenem Hoffart/eigenen bösen lüften zu-bringen ihrepredigten. (6)
(c) Seinecrerus Verantwortung auffdcr FlacianeritlstcrUNg Anno 70* (d) Mcyfarcus ^eExtre^mo Judicio Lib. I»c. 12»
16» Diesen füge ich nur noch folgende bey :.Die wiederchrrsten und andere geistlosebrauchen das sthwerdt / disputirett undverfluchen- Das mögen die Prediger be-denken/welche in der prebigt eine fachemit solcher hefstigkeir handeln / daß siedavon der schlag rühren möchte / unddoch keinen einigen menschen vorweisenkönnen / den sie mit allem ihrem donnernund blitzen zu LHristo bekehret hatten.