3 2 TH.I. B.l. C.l von ausl mtungder Christen und ihren Verfolgungen /
Jahr i. cheleuteihnennocheherzeirundmühenahmcn/biße. diesen dingen weiter nachzudencken / als diestaats-leme/ die sich viel zu gut hielten / sich zudergleichen henmrerzu lassen. Kam es ja / daßeinige hohe sich darzu verstunden/so rhatens ge
gegen setzten / so kontra sie es auch vor keinen,•schertz oder kinderspjelansel-en/wenn jene gleich- bigc.*wol so viel zulaujf bekamen. Viele kommnicht einmal aus Dem gemeinen ruffzu einemzulänglichen begriff von dieser lehre kommen.
meiniglich die grossen wunderwercke / welche Deswegen fielen sie auff allerhand argwohn
vor viel 1000. Personen esse von den Christengeschahen/ worauffsich auch diese ungescheutbericffen/und derheyden ihrceigene jahrbücherundprococollLdavonanzogen. Jugeschwei-gen/daß dieft selbst sie in ihren Historien anzu-mcrcken vor Werth gehalten hatten / wie vonPhlegonte, des Kaysers Adriani bedientem ge-wiß ist.
^^>uci Ürigcn. tl. adv.Ccls!
Ursprvng Indem es nun alsoGOttgeficl/seinems^asstwi^erck nicht eben aussrlichen schütz und machtdrr die durch die -Obrigkeit beyzulegen/sahe es meistens
§hriikM vor dervernunfftsehr seltzaM damit aus. Dieboten GOttes hatten gleichwol gemessenen be-fchlnicht zu schweigen/und musten daheroun-geacht allerschmach und marter in ihrer Verkün-digung fortfahren. Dasverbot der Obrigkeitkonten sienach der hohem göttlichen instructi -on unmöglich halten/ indem sie wüsten/ daßdiese weder im verbieten noch straffen einenrechtmäßigen actum ihrer gewalt exerci rre/son-dern vielmehr die höchste Majestät schrecklichbeleidigte. Inzwischen gienge doch dietyran-ney der feinde ungehindert fort. Welche daswort annahmen/die mochten sich nur immerzuauff viel leiden gefast halten/wiei'hnen d ie Apo-stel gleich im ansang allezeit bezeugten. Diees aber nicht gnnahmen/die warcnselten so m-cliLrent und unpartheyisch/daß sie stille schwie-gen/und sich vom lästern und verfolgen enthiel-ten. Denn die menschen sind von naturso ge-artet/ daß sie andern gerne weifenwollen/war-um sie diß oder jenes gute nicht angenomnienhaben. Finden sie nun keinen gründ ihrer ver-werffung in der guten fache/ so fallen sie insge-mein auff lügen und Verbitterung weder diesel-be/ können auch nicht leiden/ daß andere nebenihnen gut heissen/was sie doch vor böß erklärethaben. So gieng es hier auch. Hätten dieregentcn alsbald zugegriffen / und sich zumChristenthum bekam/ so hatte der gemeineHausse entweder dazu stille schweigen oder garWiderwillen sich gleichförmig bezeigen müssen.Und so dann würde es eben ergangen seyn/wiewir unten bey Constantini M. zeiten ersehenwerden.
7. Allein da wurde der vortrug der predigtvom ereutz CHristi und seiner Christen den vor-nehmsten zum ärgemüß und thorheit. Siesuchten nach ihren thörichten einbildungen et-was kluges in dem vortrug der Apostel/ undfunden doch nicht/was sich mit ihren vorgesa-sten Meinungen reimen mochte. Ja es schienihnen nichts ungeschickter zu seyn/als daß soelende leure aus einer so verachteten nation benklugen Römern und andern von einem so un-ansehnlichen Vlann/der darzu des schmählich-sten todes gestorben / vorsagen wollen. Sogarpflegt GOrc die vernunfft in ihrer rhorheirzu beschämen / und der menschen gehorsam zuprüfen/ ob sie sich auch durch thörichte predig-ten wollen lassen selig machen. Nächst demnun / daß die obern verdroß / wenn solche elendemanner diese neue lehre ihrer alten religionent-
von grosser gefahr des regiemcnrs/ja der gan-tzen gemeinen wolfahrt und ruhe. Der Zu-wachs der Christen fiel ihnen zu starck in die äu-gen / daß sie dabey hätten ruhig bleiben können.
Und wenn sie solgends allerhand lügenundca.lumlUcnwiderdiese leutehöreten/so warm ih-rem sinn kein ander mittet/als sie mit gewalt zudÜmpffen.
8 . Die heydnischen pfaffen waren hierbey Gondroam geschaffrigsien/da sie ihren Untergang au-licht«genscheinlich vor äugen jähen. Ihre tempel^^^wurden täglich sparsamer besuchet / die besol-dungen nahmen ab/keine accidens en vor ihregauckeleyen gefielen mehr: dem bisher betroge-nen volekgiengen die äugen auff/wie sie GOlt
und seine gnade wol umsonst haben/und nichterst bey den Priestern erkauffendürssten. Manhörte überall von den betrügereyen der Priesterbey ihrem falschen gottesdienst reden und rüh-men r wie man etwas bessers funden harre.
Wer einmal von der warheir überzeuget war/der suchte arich andern dieselbe mitzutheilen.
Da grieff mmdiesc lehre weirund breit umsich/und halff keinsteuren noch wehren /kein lästernund lügen/ja endlich kein verfolgen und mor-den mehrdawieder.
9. Nun hatten die teufe nicht allein von na-
für Diese Meinung /sondern wurden auch durch mndb-ydie Priester darinnen bestarcket/ daß man alle den wo
neuerung/absonderlich im religionswesen/mei-stlguM-
den mäste. Sonderlich berieffen sich diese bei-den staats-lcuten auff die erfahrung/wie gleich-wol das regiment beyder alten rcligion glück-lich gnug gewesen wäre. Diese leute such-ten durch ihre lehre nurchen staut über eirrenHaussen zu werffen/es wäre zum wenigsten einheimlicher gijfr darhinter. Man hatte sichvorzusehen / daß man nicht seine freyheir und rei-he mit dieser religion vertausche. Worauffzieleten sonst die conventicula der Christen alsauff heimliche verstandnüssc und zufammen-rottirungen wider den gottesdienst und dieObrigkeit. Man harte wol ehergeseben/daßdie gömr ihre Verachtung durch gemeine land-straffen gerochen hätten/wenn der Magistratsolche Neuerungen nachge-ehen hatte. Weralso unter den obern noch an menschen-anschenhieng/und sonst seine ehre und vorrherle nichtmissen wolte (wie sie denn alle von narur alsogesinnet waren) der ließ sich durch diese leureleicht einnehmen.
>O. Wennesdcmtnun an ein öffentlich ver-DcrW»folgen gieng/so verdoppelte sich gleichsam das ft-n b-.feuer des zorns wider die Christen/wenn diesenoch unveränderlich kauff ihrer bekäntnüß be-^'stunden. Gestalt ihnen dieses vor die aufsei lteHalsstarrigkeit ausgeleget wurde/ womit sie dieordentliche Obrigkeit verachten solren. Woman nun von den Christcnnoch hartscheinendeworte wider denfalschen gottesdienst oderwi-der andere gemeine lasier dazu hören muste /dafielen solgends alle arten der nmrter auff sie lost.
Man hieltesie voroffenbare aGeisten/und diepfaffen halssen meisterlich dazu/daß man sie/a
nicht