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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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rh. u. B. XVI!. C.x.

MDC. 1

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V"McÄ, <jeOfl<Öt«l Cattciianifcftf» Theo- j über etlichen gründen wegen per exiftenz und Ichloeisflljfr hab-"-' ihre gegner/ sonderlich folgen- eigenschafften Gottes / nicht aber von ÄOu«^^

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xxciix. de Puncte als irrig und gefährlich außgelegT

rkmcjpj, Wer mir ernst und ordentlich ph>io 5 oder Citte. phiren wolle/ der muffe einmal zweiffelnsiao#en ob GDtt/dasist/ein hockst votlkomme--Theoiogje we ^ n jgy 2 llie Feister oder gemu<*ther / sie seyen nun menschlich / englisch oder göttlich/ die seyn r« cogitans oder etnding dasausdencken bestehet, (m) Esgebe keine Christsicke Philosophie, weil alleund jede Philosophie ohne Offenbarung/und also ohne alle religion fty. Ja/dassey eben der verderbten Philosophie ur?-fprung, daß man sie aus der j chrifc undTheologie hernehmen wollen. ln)FoIg--^lick rede die sthrift von nacurlicken undmoralischen sacken immer nack der irrigenMeynung des gemeinen v 0 lcks/(darbeysonderlich der streit rom stillstehen der sonneund bewegung der erde mit vorkam.) (o) Item: Die Philosophie sty der Theologie nichtunterworfen. Es sey einerley Fewis--Heie / sie komme nun aus der schriffr oderWrkdm am &er ^ern-unfsc her. lp) Gegen diele undton den an- dergleichen principia haben sich nunvornemlichdernuii- die Reformirten in Holland gefetzet/weil sie«rgedruckt ihnenaufthrenUniversitaien daselbst in ihrenalten hergebrachten saßungen und vaterl. wei-sen dengröffeneintragthäten. Daheroauchumerschiedliche vecrera herausgekommen/darinnen den Cartesiancrn alle beförderungdurch dc- abgesprochen/ und ihrer principia gängljch ver--rcra und boten worden/ Cartesii schritten zu lesen odersyaaios. zu erklären bey firaifeöersiispensioninhibiret/welches schon anno r6>6. in einem 8/nodo ge-schah. Daraufim folgenden jabr eben diesesauf dem 5 /nollozu Delfft con6rmiret/und den

felbüen. (s) Daß demnach Coccejus offenbar- xxchy» om CactcsiamCmo loßgesprockm worden/ »i(r) ungeacht feine Nachfolger diesenamen be-«Mständig tragen müssen/von denen doch sthrv^le wider dartcsium öffentlich proccüiret dabei) M?'

(u) Allein die Haupt ursach mag wol d-eseseyn)

oaß man denen Cocccjancrn am nachdi'i.ckiich-sten beyzukommen uno zu schaden geineonechat / wann tte mit denen bereits stinckend ge-W Wmachten / und dlrrch öffentliche Deca-u y^,d°robchworffenen Cartesiancrn verglichen IPilia-llWelches daraus desto gewisser ist/ weilihre ^widerparr selbst gestehet/ daß man wider tunfceeinerley buchet geschrieben/ und tte al'o in einezunftt getttzet/dlew auch dahetv ttchach undnach wider den gemeinen feindconjung ret iia --ten. (x) Andere halten derselben wemtjiinamir vor eine poluique, und geben zu/daß %eben in der lehre nicht zu vergleichen fen. mW ir wollen sie hier absonderlich nach cimaenmerchiichen umständen kürtzlich betrachtn.

(r) Apud Spanhemium Epist. cit. p.66. & 126. (s)Leidcckerus prasset. in Faccm Vcrit. cx CocccjiCap.IlX. Summa: Theol . (c) Albcrti 1. c. §.6 0 . Ca-loviiis Programm ,I.c. p B. 1. (u) Apud Anton. Hai-sium Theol. Hypothct. Parte II. p.32. (x) Galenitsfarcllus l.c. p tzt.(y) Albcrti.I.c.§.üz.

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Candidaten aufferleget wurde/ dieser philoso-

7. Es war aber dieser Johannes Coccejus,coc «|ioder/ wie er sonst auff teutsch Hieß Loch/vvaM»geburth ein teutscher / Timanni Kochs eines8 eccccarii in Bremen söhn/ und geboren anna160;. erstlich prokeilor am Oymnasio daftlbß/und ein prLccptorCronovii, pcritomj.Jnh.vLllvalc, hernach bey der Universität JUFranequerund endlich zu Leyden / ailwo er auch an. 1669.

! tm dlovcmhr. starb. Seine Opera sind bekand-

Die Coc.t-jaiicr

werden

Lartkiia-

nergenen»

net.

Locceju»

wider-

spricht

Gatte (lo.

phio abzusagen / und darwider schriftlich undmündlich sich zu erklären, (q)

(m) ]oh. dc Racjr ap. Val. Albern l.c. §.22. (n)Idcm& Eranemius ibid. $.30. (o) Wittichius dc abusuScriptura Cap.III.&inTheol.pacificapassim (p)Idem Theol. Pacif.Cap.I. J.iJ. Vid. omnino AlbcrtiMaresius Mastricht 11. cc. Joh. Christ. Sturmiusde Cartcs& Ooccejan.Osiander 1.c. |oh.duBoisNactcthcyt van deCartes. PuiloC Scplures, Voe-tius, Estenius, M. Leydcckcru», Gcrh, dc Vrics,Pct. de Mastricht, Revius. Triglandus, Stcvartus&.C. (q) Frid. Spanhcmiut Epist. dc noviss. circa ressacras in Belgio dilTidiis p.67. Cyriacus LentulusCanes, triumph. p. 6.

6. In diese Händel derer Cartesianer sindnach der zeit auch die sogenandten Oocccjanermit eingeflochten worden/ so / daß jene nach-mals und noch immer in Holland mit diesennamen beleget werden/ wiewol wider ihre

Vielfältige proreLaüoncr, und dgOocceji fti'de

selbst nicht wüsten / wo sie die Ursachen dieserbenennung herholen sotten. Indem sie geste-hen müßen / daß Ooccejus von anfangher wi-der die duhltacion der Cartesianer sehr scharst)geredet und geschrieben / auch ihnen auffderUniversität ernstlich widerstanden habe/so/daß ihn einer »nno 1665. deßwegen einen igno-ranten in der Philosophie genennet Hat. (r)Nichts destoweniger Hat Coccejur wider seinendanck und willen bey seinen feinden ein Carce-sianer Helssen muff M/ ungeacht sie kaum etlicheWorte aus seinen schrifften anziehen können/darinnen er aber nur einen zweiffel erfordert

i ler Massen etliche mal aufgeleget/und gar sehr

beliebet worden/weil er ganh' ungemeine ga-ben m Exegecids gehabt hat/ Wie ihn dann unMoMnauch die lutherischen Theo!, sonderlich reoom-cttoMmendiret haben / dass er m erklärung der^l"'scknfr aufickrig gegauyen:(r)undsonderl.an ihm gelobet/daß er Nicke wie Calvinus die W bk?sprückedes A T.deu (Ztyciften wegnehmeoder sweiffelhafttg macke/joudern recht mmgejckickl. von Lsirifro erkläre/ und inve--len orten Christum mit höchstem flciß susche/ob er ihn gleich nicht allewege sinde.Item:daß er die warheit gegen die ungläubigen/Ju-den und Papijken vortrefl. bestätiget / auch bc-retts anfangs alles das jenige mitnumd imdfedcr bestätiget habe/ was hernach bestrittenworden, (a) Siehaltenihnauchvorsebrnütz-lich zu lesen / wegen feiner grossen erfahrungim Ebreischen / und weil er die neuen mit denalten verknüpsset habe. (h) Seine gegner selb-|ien haben auch seineTh-ologiegelobet / weilsiezn einer gründl- erkandms Gottes und des ^voilkomenen erlösersCHrlsti fübre/und dem le-ser in der schrifft in vielen orten Christum wei-set / wo ihn andere nicht gesehen oder gewiesenhaben. (c)Siehaben auch angemerket/ daßer in vielen stücken den Lutheranern wider dieNesormirten savorisire, daß er von diesen seineExegesin gelerntt / und überdiß getrachtel dieTheologie nicht stückweise in Locis, soildmnnzusammenhenqung aller glieder der glaubens-kette zu verhandeln, (d) Sie habe» ferner von

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