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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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5 74 TH.I I. B.x V 11 -Cap.xi V-Vondemn Römisch-Catbolischen/

IohkLiOL. den besiegelten/ das ist/bezeigten und bezeich-iv D vm »neten/ daß ihnen die fünde durchLhristi tod

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«> on c 45. Von andernLeremonien und gebrau-I°:n°ni. chcn/ welche sie mißbillichen/ findet manuntcr

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'andern diese werte: Mankankaum wissen/wan man in eure(derLutherancr) kirche körnt/ ob sie Pabstisch oder Lutherisch sey/ in dem ihr.»noch fast alle Pabsiische'Oeremümen gcbrau- chet/ bildcr/ohrenbeichte/meßgewand / kliw>geln/altare/worauss ihr eben wie sie dem tagedie äugen außleuchtct: allein wann ihr deßrem Pab, Pabstsoder ver güten wercke gcdencktt / dastumb üd.>, mercktÜlanserst/daßes rineLutherifchekirche^> 5 » ,,'sey/-- Habt ihr nicht noch die kiNvtttauff ?

Habt ihrnichtnoch die erbsunde ? Treibt ihrnicht noch den rcuffel von denkindernauß. ? Habtihr nit noch die ohrenbcicht und ablaß-kram/da derBeichtvatteralle sonnabend mit>vollenfchubsäcken vom beichtstul nach hause

so wol von denselben and re religions-verr"wandtenverdämet/vcrtriebenrmd verfolget/-' ^ i m D c cals von den Pabstilchen ? Als ich auch zu--Leipzig / Wrttenberg/ -Jena / Königsberg/ --Franckfurt/rc.gcarbeitet/sind unter dcnStu-"

denten/worauß alle Eantzeln/ Rarhhauscr un "Regierungen besetzet werden/ grosse üppigkei, «tcn und schwärnureyengetriebö wordcn/vor--nehmlichauffdcnPcnnalschmausscn. Die"Ptofeffores kuntcn das auch nicht abschaffen/

danndieStudcntiiwarffen ihnen wiedervor,»daß siemit derD-poürion eben so wol dieju-"geNd fchabernacktcn/ihrer schmause und xw- -°tirs halben. Doch hat der Peunaiitmus dieser 'zeit ziemlich nachgelassen / allein das graffirmbey nachtgehet noch invollem schwänge/wer"weiß/ obs zu Babel bey nacht nicht stiller ge--wchn? Ihr könts auch nicht geringer machcn"ats es ist/da chr wi ssct/oz tru nckcnheit/schwcb "gen oder üppige gajiereyen / worinn klein undgroß/ gelehrt undungelehrt/ gerst-alSwckli-"che/ Prediger als zuhörcr ersoffen/ geilheit/-

Wieauch der

..koMHabtihrtrichtnochdiemultvlichenies- ^ ^ .

sung deß wesentlichen fleisches und blutes Je- »aussen/ stöltzieren / ieute umbsihrc bringen/,.su Christi/ (Nürdaßihresnichtwlffet/wie es außschuhcnsauffeN/ lichtputze fressen /Nasen-"unter/mit und in deck bröd und wcinempfan» tstüber geben/nachtschwarmen/ wreich dessen ",> gen werde?) Treibt ihr nicht Noch einige ab- jgnugmit äugen angesehen/ eben sowoldeß»götkerey damit/in deck ihr davor niderfallct/ ReichsGottcsdcnmcnschcnberauben/alsdie'undrsauff den knyengmiessel-Hkbt ihr nicht abgöttercy.Und seyd deßwegen nicht weniger"nochLateinischegesange in der kirche /Die der l auchschulolg/auß dicsimBabelaußzugehen/-gemeine mann nicht tzersteht?und andere dinge ^ lang es euch frei- liehet/ nüchtern / gerecht/-mehr/von denen ihr so viel haltet/werches alles mZss,g-uno erbau! ich unter ihnen zu leben/mit« diesrlbitze abgöttische kirche erfuNden und ein- dem hertzenund Wandel, (x) Auß dicsmi obgc-i,geführt. (5) Wie auch von andern ärgerlichen l sstzr^igenem außdruck ihrer vornehmsten mw

nungensii offen bahr / wie gar weil diese sectevon allen andern religionen abgche/und wie eseben daher/ und auß den auffgerückten bösenfruchten gekommen / daß dce andern pauheyendiesen so gar sehr auffsamg worden / und nochimmer bleiben.

(u) Ibid.p.iÜj (x) Ibid.p 69.li.-q-

gewohnhriten: könnet ihr doch von mutierleide an biß ins grab 'nichts umbsonst haben.

L/momeiWolt ihrHetauffr seyn/bezahlts. Will die mu-,,teraußdensechs wocheü mit euch zurkircbengehen/bezahlts; Wolt ihr Vergebung der sün- denbeym beichtstul haben/bezahits ; woll ihreinevörbitke oder dancksagunggethan haben/ - bezahlts; wölt ihr auffgebotten seyn/ein weid angetrauet haben/ bezahlts ; wolt ihr in derkranckheit berichtet und getröstet seyn / be-,-zahlts; wolt ihr in die erde eine Leichpredigt,, haben/ bezahlts; Wölt ihr erndcn / so be-». zahlts ; Ja wolt ihr die Ostern oder andere» Festtage kuchm und eyer essen/ bezahlts/ oder last ihr sie üngcgessen/wo ihr arm seyd/un gebt,> sie dem geitzigen Seelsorger. Wer kan alle», schaberey gedeEnoder crzehlen.se)

8yml»olj, 46.V0N denen gewöhnlichen Glaubensfor-! ..

Mslnunv siMbolischen büchern: Wann wir die gcm ansehen. Nachdem die andern umbständeP','jenigen dinge/ welche Nicht alleS'bvisien mit bereits in so vielen/ auch Trurschen undgcraei-^unsglauben/alimunsernzuhörernbeyberlust neu büchern am tage ligen-So warnun im an-c,^^ der seligkeit zu glauben auffdringen möchten/ fang dieses leculi noch auß den vorigen Ck-ux.so/wie ihr thut/so wäre wir gewiß nicht auch mens V 111 . Römischer Pabst/ von welchem«CatholischeChristen/sondcrnsErer/wic ihr/ im X V lten buch gehandelt worden.Ihm foigre'»> dann ob bey euch sich schon jemand zur gantzcn,.H-schrifft bekennte / drüber leben und sterben,'woltc/wqnn er aber nicht auch die Äugspur-"glscheOonkdgion, oderlorwulam Loncor-cii-L.unddie symbolischen bücher seines Lan-s;des/Nachsi dem 8 )'mbo 1 ö Athanaiii annilnt/

,fo kan er nad) euer Meinung nicht selig werden.

üniver si- ,-su)Von dem gewöhnlichen studirett un d Uni.

tatcamibn Vcifirauben: Wann nichts mehr/als was

Untren,von dm geistlichen Consistoriis, undauff Lu-therischen Acadeinien geschiehet/geschahe/ sotyore dißallesgnug / euch Rom juw grossengleich m achten Dann werden nicht ede n

bigemjahr Paulur V. von der FrüntzösischmfaLk/on erhoben wurde / der cbenwie sein vor-fahrer/ und viel andere/sich mit rechlGorresla-stcrlichen titeln und lobst» üchcn siattirm ließ.Dann wie jencni in einmr Triumphbogen diese DysiaWorte zugeeignet wurden ; Dignus ctt Ieo invirtute agni acci pete librum, sc solvere septem rei/,signacula ejus : (aj2|J(b NkNNttN diesen jcincftisl^venundschmarotzer einen Yice-Deum > cmmrrhalrer dcrpstbsiilchcn aUmackt/elnctt

unubexwmduchenrrwrmrchenderLhnst-

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Da6 xiv. Lapitel.

Von denen Römisch'Carhollschenimxvittcn lecuio ,wrc auch denen Jan-semjien / Arnaldt/ren und übrigenftrelttgkctten.

§. r.

Ey dieser Historie wollen wir nur dieHaupterselbigeneligiomund danndiedenkwürdigsten strctligkeilen mit wcmMMc

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