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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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5 76 ?h.i i. B.xvii Cap.x i v Vou den en Römisch-Catholischen/

s^r MDc. heydnische tyrancy/unddcrantrchristische gewiftLxxxvm srns-zwang mir Handen zu grciffen ist. Dcis üb-rige elend dieftr rcligion ist ohne dem am tag/und auß sovielcnnoch immer erdichteten wun-derwercken / und andern abscheulichen aber-glauben zuerkennen- Die theatralischen aristzü-geundgauckelspielein ihren kirchen/womit demarmen volck die äugen gefüllet/ undviegreuclumb soveelgelv verkaufftwerdcn/müfjcnMtcheinem nur natürlich-verständigen nienschr«

i <, z6.angetretten-Jndessen hat er das berührn- J»h« mdc.tc bud) / worüber nachmahls so grosser ln'm^f^worden / unter dem mul Augustinus gcschne- S«nbctt/uoD wert er bald rm andern jähr seines Vi- buch a«.stumbs anno z8.an der pest plötzlich gestorben/ 8 °"«-°.stloigcs leinen vertrauten freunden Eiberto»^^j 1' rornondo UNd Oaleno zur publication re-1 commendjrt/wtlcbc esdann hernachhcraußge-achm/und damit dcnsireil erwecket. (n) NmNndet man zwar bey vielen Paplstefch n Scri-

. wol mtn t i bcmenvor cmsangdcßstrcüsgrosse hobjpnichc/

weisen / daß die »ustor« Dct ^ | mchc allein von seiner Person/ sondcrnauch von

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sten. Die Lfache/ welche

er mcßtö weder reden noch thun wolle»/dessen chm hätte gereuen mögen (x- Auch»st nach mahlls auß scmen eigenen Worten cmge,mcrcker/ Vaßer mitseiner bchre sondeüichauffdee wahi edemüthigung deß menschen vor Gott

gesihem wie er selbst bekannt/ daß er die war-hcrr mtt vielen thränen und gebet lange *.zerr gej rächet härte, (q) Allem wir werdeii 2

bald schi.'n/ w'arumb es seinen feinden zu thun

Nissen und greueln freylich die allerwenigstennoch zuemem rechtschaffenen wesen in Christokommen mögen; davon ein Teutscher LLscr

diefchl lffteN derThetelia: a Jesu, deß JohanrrisEvangdistae, Joh. Angeli UNd VergleichMMit

grossem nutzen brauchen kam Doch dieftsisivorlangstvon so vielen überflüssig vorgestellet/daß ich hier ungehindert zur Historie der innerli-chen spaltungen/ so sich diesesseculum durchunter Den Römisch-Catholifchen erhoben/sorl-gehen kam

Gpab 6. Jedoch wollen lvir abermahl die geringe-tungcn ren strertigketten an dir feite setzen/weit die wich-se s. 7 "ckigem schon räum und zeit genug erfordcrn. Eelag.äner angegriffen / und lonstcn'änd'm^ t^m-frage von der crbsunde M«ria ist mcn,chen satzungcnmzwciffclgczoaen. hOaäschonangesuhrek / über welcher die bey den gedachteremckaberkanierstahach feuremmunchö-orden der brauoscauer und Oonun,- t oDt herae, ß durch Die gedachten ExeciönmcanereiNander wolehervor lugner/Gotres- feineslestaments/und zwar umcr dies.m rucl-lnstererund katzeraußgcscholtenhaben/ wie Augustmuss.Dostnna 8,Augt,ssinidehuma-die 1-beol^ivortaNgst gnugsam auß ihren ei- n* naturx sanitate, tegritudine. medicina ad'öchen fehlisslMgewiesen. Diegrosseund weit- . verius Pelagianos dx ^lassilienses tribus lofslUffrigccöntrovers ubri'DcnJansenismocrfotv

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gewcstn/ die ihn verketzerten/m ml,ch werlerdieMM,Jesuttm sonderlich (diedochdeß Pabstsschoß-kiNver stnd/) so wol m dem titul deß buchs/alsfast ausi' allen blättern unter dem mimen der

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£#n. derre auch ein gantzes buch / wie ihrer bereitsgenugdavon zu finden sind. Hier wird die be-liebte kürtze uns doch das vornehmste und m crck-lichste davon zeigen können. Die Haupt -per»son/überwclchederstreit entsianoen/ warOor-neliuL janseniuL »von gkburt ein Niederländer/in der Papistischenrcligionvon gar geringen ei-tern anno i; 8 s.geborcn und gezogen/ und einezeitlang von den Jesuiten zu i!öven informirt/hernach zur Professione Theologie annoZeugniß l äZO.beruffen Er soll sein Mißvergnügen angegen das der gemeinen Philosophie gar zeitig haben bli-gememr ckeniassen/ auch auff anderer erinnerung den

verderben Marcum Antonium de Dominis Nicht wider-legen wollen. Daher er hernach desto mehr gra-viw worden/ weil er sich ohn dem den Jesuiten überall wicdersetzt gehabt.Sonderlichabrrhater lange zett / nach der manirr der Papisten/ inIcsung dcrKirchenvatter zugebracht / und da-runter meist den Auguftmum hoch gehalten /dessen Opera er i o.mahl gantz / und mehr alsZO.mahldie bücherdegrariadmchgelescn.fm)welches schwerlich mit ocrBibrl so offt geschehe-

km)Vicaeiu 5 ap. Libertum Fromondum inpr*f. adJansenii Augustmum. Sagittarius Sntrod.H.E.p,jpSS.seqc]. Melch. Leydekcrus in Libr-.VI.de Hilio-iisfansenisini Tr 3 jecti röyy.in Svoin initio.

Mstkmm. ^ ^.Ais er nachmahisan.zo.em buch wider dieFranzösische waffcn den Spaniern zu gefallenherauß gab/foll er damit vasBistumdzuApernm Flandern verdient haben / welches er anno

gec.(r) DaheioauchdieJcsultcn sich über dieZanscnisten höchst beschweret befunden / daß

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{n) Auctoies dirti & Heideggcrus Hist. I'apatus p..j77,Joh.Hcnr. OttiusOiat.de causa janlewti«(Tiguri t 6}3 ) p.4.,eqcj. (o) Apoiogiä I.projau-ssnio contraseniiones Habcrtipiazf.p.^. (p) Va-lerius Andrea: inßibliotli.ßcig. ap. Ottiuinic.p-4-& Sagittario p.<790 (tj) Lib X.&exeo.Thormasßraduardinus ap.Ottium J.c.

8. So bald das buch aus licht kam/fand esunter der Päbstilchen Cieriscy in Fianckicich^fuMj,undNredertand/ sonderlich beyder 8ordo»azu^^kParisgrossen applausum, weil die SchoIasbsrhitWii'fcDe Theologie und andere Pedanterien bercr-vi-Jesuiten ziemlich derb angepackt/und zu schan-den gemacher wurden. Die8cho1atiici und un-nütze grillenfänger/als der 8uarer,b onseca.hcs-üus.hlol ina und ibrcs gleichen wurden überallvon ihrmithron gestossen/ ja gar deß Pelagia-nismi und Epicureismi devrlttch besthutoi-

diese die Philosophie in der CHrißenhelt ven^^

wurffen/ undvon den Jesuiten schrieben > fiL^luchti n/dte waiheir in der dornichten Dialecti - rca,in den X4etaph)chcallschkN abstractionfll/ inlheer thörichten und abgeschmackten Phyiicaundderglckchen.SirbeschuIdigliNdieTheolo-g°s> daß sie an statt deß HErrnChrrsti Ari-tlotelem angenommen/ und auff den thron ge-fttztt. Sir suchten Püblstiche Heiligkeit /U»»und derselben. Decreta und gemalt hkim-^2'iich zu vernichten j veiachleren die beidir a '^ nno

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