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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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wLe auH dmm JaORisten/ ArWldisteK und übrigen smttigkrittn.

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AahMvo. und communion, wie auch die horas, die Pa-

ilxxvni ter nostec uud dergleichen. (0 Nicht wmi-' ger find nach der zeit heffcigeklagen und grava-mina zu Rom eingelauffen/daß die JansenistenWucDib- eine neue Biblische Version gemacht / dadurchlisch« v«. sie den gemeinen leutm die Schrifft indiehan-üs«. ye spielten/zum grossen prajudiz der Clerisey.(t) Denn es gab ein Abt Michael de Marol-le anno i6)0, zu Pariß mit approbation derTheologischen Facultaet ein neu FrantzösischTestament heraus/ bewieß auch in der Vorredennd veäication, was vor ein groß argernüßdaraus entstünde/daß die Läyen sich einbilde-ten/ sie dmfften die heilige Schrifft nicht le-sen.

(r) Vid. Heidcggerus 1 . c. 37S. {s ) Ap. Ottium I.c-praef. & p. 10. (t) Ibid. p. 6 <§, seqq.

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Ihre w»,ram-knung.

Über 5.

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9. Diese und dergleichen dinge waren frey,lich caxabei gnug diese Clerisey zu bewegen/daß sanieniuL mit seinem anhang zum katzergemacht wurde / absonderlich weil dieses denPabsten eine gute gelegenheit gab / ihre infai-libilitast und gemalt auch auser und ohne dieconcilia zu erweisen. Zu dem ende suchte manaus dem gedachten buch s.haupt-satzezusamen/

, . welche vom Pabst Urbano Vlll. anno 1641.

tionihus. j R xjntt' bulla , UNd hernach NNN0 l6sz. j)0NInnocentio X. auch zulchtann» t7 von Alexan­ dro VII. verdammet wurden. Diese propo-sitiones waren folgende / worüber das meistegezäncke hergekommen: Die erste : Aliqua

Dei praecepta hominibus juste volentibus Scconantibus, secundum präsentes, quas habent»vires, sunt imposijbtlia: deest quoque illisgratia, qua possibilia fiant. Die andere : Inte-riori gratia:, in statu natura: lapsas, nunquamresistitur. Die dritte t Ad merendum & de-merendum in statu natur« lapsae, nonrequiri-fcur in homine libertas a necessitate, sed suffi»cit libertas a coactione. DlkVierdte : Semi-Pelagiani admittebant prsvenientisjgratia: in-terioris necessitatem ad singulos actus, etiamad initium fidei, & in hoc erant haeretici,quodvellent eam gratiam talem este,cui posset hu-mana voluntas resistere vel obtemperare. DikfUnjftc; Semi» Pelagianum est,diceee Christumpro omnibus omnino hominibus mortuumesse aut sanguinem fudisse. (u ) Diese sähe

waren nun des Molinae und der andern Jesui­ ten Meinungen gerade entgegen gesetzet/dahersie desto eifferiger als Gocekoß / lästerlich/Derdammlich/nnd kätzeristh in den Pabst,lichen bullen , UNd in so vielen Jesuitischenbüchertt verworffen wurden.

{u)G. Hornius Hist, EccI. p.j. 19.Heidcggerus l.cp.sSr-Brevverus Contin. Hist. Thuldeni p. f$\ & alii.in-.primis adversarii jam nominandi.

; Urteile ro. Die Frantzösischen Bischöffe und an-^deraoderv ^tte Theologi untersuchten bey diesen handeln-chiervs«. das gedachte buch mit allem sieiß/diewenigsten'' aber tonten etwas kätzerisches darinne finden/worunter die Parisische Sorbona selbst war.Weil sich aber jederman vor der Pabftlichenr:' bulle fürchtete/so ersonnen viele bald diese bald

M jene distinction, limitatien , restrjction Uttö

fs '; dergleichen. Andere p/iimpten gleich zu undwollen ohne alle gnade katzereym haben / dage-gen sich die Jansenisten mit Handen undfüffenwehrten. Zuletzt wurden auff des Cardinals

Der Sor»' boune.

LIerifty. Mazarini gnschlag die I

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ungeacht vieles protestirens gezwungen / desJahrKve.Königs edict wider die Janftiufiea zu unter- lLxxym,schrewen. Wodurch die Jesuiten einen gros-sis sieg erlangt zu haben merneten. Dre um,stände von dergantzen fache mästen etwas aus-suhrlicher noch vor äugen geiegtt werden.

Em sonderlicher griff war es von denen Je-g^,.sutten / daß sie den leutm/ und dem Römi-^Aschen Hoff selbst weißmachten/als wäre Jan-** cÜUsenius guten theils CaiviNlsch,(x) womit er so nwai.gut als verdammt und ein katzer war.

(x) Fr. Annaeus ap, Paulum Ireiiamm in Causa Jan»feniana C Ficticia Hsresi Bifquis, HI. n.i$. p.y»,aliique.

**» Nun ist freylich an dem/daß Janseniusaus eiffer wider die Jesuiten bißweilen die alteMeinung der PrLdestinZtianer und des Code- Gnrubscfiaicki ziemlich deutlich ausgedrucket hat/^m»also/daß einige Reformirttn/so viel ihrer demDordrechrischen tz-nodo beypflichten / sich sei-ner emstimmung geruhmet haben, (y ) Al-lein es haben ihn nicht nur seine freunde dage- Und ent»gegenverkheidiget/weil er ausdrücklichgeschrie- 517den / daß die kirche an Calvino in dem punet^von der Gnade und freyen Willen verwerffe/daß er dem menschen keine wähl deS gutenund des bösen zulasse/ und lehre/ die gnade be-wege den menschen also /daß er ihr meyt m*verstehen könne; (r) sondern andere Rrfor-mirtenselbst habenausseinenactionen geschlos-sen / daß er ihnen gar sehr und im emst zu wi-der gewesen/ welche feindfchafft sie auch nochan den Jansenisiea offt erfahren hatten. Erselbst hatte einem/ der zu jenen übertreten wol-len/ mit grfangnüß und andern plagen zuge-setzet/auch Gisbertum Voetiuin, wegen seineseifferö Wider CZrtefii Philosophie, Hefftig an-feindet. (-)

ly) Vid. j.H.Ottittt 1 . c. p.23. (z) Paulus Irensusi.c, (a) M. Lcydcckccus l.c. & in actis Erudic.iip (, Anno XCVi. p*ai. & a+.

12. Es haben auch die Jansenisten viel an-AlidiMtzere falsche aufflagen angemercket und wieder- falsch«legt/womit sie von denenJefuiten zu Rom und jyggfonsten schwach gemacher worden. Siewarf- ttu ffen dem Jesuiten Halledo öffentlich vor/ wltzu Rom er nach Rom geschrieben : Er lMe gewisse do-cumenta in händm / dchdieAugustiniancr lch-reten: Die Christen /wenn sie emetode,fünde begrenFM/ verlöhren den characterihrer Tauffe: Die Priester rrnd Bisthöfife wären nrchk meyr Priester / rvenn sieeine eobrssünde begiengen. Er hatte auch Und betausgesprengt/die Jansenisten crögen nunJansEschon eigene kleidnng/viele warm schon sienklarnverzwelstelung gefallen umdre-er leh-^^re willen/u's.w. Welches diese alles weit?

läufftig erzehlet und widerleget haben, ssi) Wie

sieden» auch inanschung der lehre selbst Wert-Draschläufftig dewirstn/daß die gedachtensitiones von ihnen (den Jansenisten ) durch, proposi-tus nicht defendii-tt würden/ und daßdahrroE^aar keine katzerey darinnen stecke. Sie klagten/vaß nran dieselbe saye rmtren aus dem wn»su des vexts in jansenü buch heraus Ferst-»iett/ ttttd daß sie im conrexr gar clnen an-dern verstand harren/als sievor sich zu ge-ben schienen, (e) Wklchesallesa8hier.wcrr.läufftig zu wiederholen unnöthig ist: Zumalftvrel mt t M'ff m (b)\ ; id-