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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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$ So Th.n-B.x vi i.Cap. x 1 v.Von denc nRömisch-Calholtsch cn/

q UL in Ponti fice residet successore duorum 3«sjt mbö

SarnMDc. 19. Unter Die neuern Jansenisten sind vor-b ßLivc nehmlich gezehltt worden Der Bischofs vonLxxxvIU, Gre no ble, un i ) Der berühmte 8orbonische'l hco-logus Antonius Arnaldus , an welche auch der

Neuere

^nlcni- vorige Pabst Innocentius XI. sehr obligantetau. brieffsollgcschrieben haben/ weil er denen Jan-

senisten sonderlichgrmigt gewesen. Dieser Ar-Amaldus. m ij us jst mit einemandern Henrico Arnoldonicht zu confundiren / der zu Anjou Bischofswar/und umb das jähr r66i.sonderlich widerdie sormul.so dicFrantzösische Clerisey in einemLonvent wider Jansenium auffgesetzct hatte /öffentlich protestivt/unb diesen gar deutlich de-sendirt hat. (n) Antonius aber hat mit denenJesuiten und Anti-sansenisten sonderlich garviel zu thun kriegt/ so wol über der gedachten

horum Apostolorum. Dann ober gleich dem

Dessen

streit

widerdie Lehre non natur und gnade/ als über andernÄchmtm/ ^befolgenden Puncten- Von jener materi« hat

Male-

branche.

Ärnaldi

er sonderlich denhloliniftmund Jesuiten wrdersprochen/und mit dem bekanntenXlalebran-che( der seinemetaph^lische grillen auch in diemoraliahäuffigeingesühret hatte/ ) gar vielschrifften davon gewechselt / welche in den Leip-ziger Actis Eruditorum nacheinander recensiertwerden. (0) Seine Meinung aber kam deß san-semi seiner meistens bey/daß nehmlich (Bett

Pabst noch gar fehr Darmnilatdut gelabt/so 1haben ihn doch zwey Jesuiten so gleich ange-packt/und behaupten wollen/ daß Petrus allemden Primat inderCatholischen kuchen habenmäste, tg) Jener aber hat sich immer gewehreuund noch in einem andern buch beweisen wollen/daß die Römische kirche auff Petri undPauliauctorität zugleich gegründetsey. Biß endlichinnocentius X. ihm mit einereigenen Bulle das Deßmaulstopffenwollen/ worinncnerallediejme^ .genvor katzer erkläret hat/ welche Amaldi bu^L® 1 'cher anders annehmen/ als daß Paulus Pcu ounterwürffig / und dieser hingegen vor den vor-nehmsten gehalten würde.Er bekam auch unterden Jesuiten noch mehr feinde / sonderlich Er-

hardum Billium.Rodericum ab Arnaga,An- Sciortonium VatierunbstntJeie/ welche ihn mitver-EerefolgunHen so mürbe machten / daß erI6s6.schonaußder Sorbona gestoffen wurde/qzE.und sich hernach mit genaue«' noth heimlich äu fuHgParis bey der Hertzogin von Eongeville aulf/ticrsoibo.halten durffte. Er hat sich zwar anno Lz.wie--"-derumb auff erlaubniß hervor thun dürsten /auch unterschiedliche schrifften austs neue xu.

meinuNg durch gewisse Mittel die dekehrung und blicirk : doch hat er sich anno 1679.gar außLiiiim.Dvu der seligkerr würcke/ob er wol auch ohne mic-; Franckreich hinweg/und in dieNiederlande bc-guadeundhel uud absolute es zuthun mächrrgsty. ^ geben/allwo er in der stille gar viel artige lchnff-Seine eigenewort sind folgende: Gotkgrbev ^ ten verfertiget/ undfonderlich dieJesuiten gc*^vkdrucki erst denen fe^e» Gnade/ daß sie sich in wältig angegriffen/ und zu schänden gemacht,

-avou. dem üben/was sie zu höheru kräfscen undrügenden bringen kan. Er ist so rvo! eine

Es soll ihm auch der Pabst Alexander YIU,

. . , denCardinalshutangcbotten haben / wauner

rrrstrch der erstenbewegungenoderübun-f die bald folgenden Propositiones der Frantzö-gen/als der andern rügenden und krafst-! fischen Clerisey widerlegen wolle. Er ist erstlichren/sodarauß folgen. Dahero die alten i anno 1694.1m Augusto versiorbcn/und8z.jahrM^.erfordern / daß das gemüth mit heiligen ; alt worden / so / daß die Jesuiten an ihm einegcdancken soll befchafftiget seyn / daß schar ffegeissel verlorenhaben, (r)

lq) Pierre de V.soPephI'AdvoraideS.Pietre, dclau»

man Gidttes Wort unauffhörlich lefcn/von der weit abgesondert leben/den 1 lbmit arbeit und mortihcation betäuben /die gelcgenheiten deß falls und dersthwachheie meiden/ den astecten stätssteissig widerstehen/und ein wobeguli rtes

thoritedeZ Pieiredc de S.Paul -fclsac Habcil.Pi.

ris.1641 (r) Vid.VitaexBasnagnHistoiredcsouv.

rages dest'favaus in Actis Erud. An. XCV.p l8y.5tap.Sagittanumlntrod Hist.Eccl.p.876,

ii. Wie leichtfertig seine ftinde mit ihm

umdgegangen/istnichtalleinaußdiesengewalt-Mm

standhaftes/ arbeitsames und genaues ;J J h S

stre gnade mittheilen/ aber es ist ordent-licher weist und regulariter nicht andersversthen / und wer diestlben mitte! ver-achten wolke/der würde Gott versuchen/nnddieordnung stiner weißheit verkeh-ren. Darumb besteht die wahre Gottse-ligkeit darinn/daß man drest mitte! übe/rrnd doch erkenne/daß esGott allesrhue.

in) Vid.Heideggerus 1.c.p.528. Epistola H.Arnaldi apPaulum Irenseum lc,p.3i6.feqq, (o) Vid.de Ar-naidi Scriptis Annus XXCIV.p-176.23tf XXCV,p 309.4>4.XXCVI.p.iX 3 XXCVII.p.235,336. &c.&MaIebrancbii An.XXCVI.p.286.30 j.XXCVII.-p.24.i79 XXCIIX.P.212.477.&C. (p) ReflcxionsFhiloi'ophiques & Theolpgiques surle nouveau-fysteme de la Nature & de la Grace (Colon.

& 86.; Libdl.cap.29.

Andere io - 'Uber diestr und denen andern dami t ver-

Arcttfra» ivandkenMaterien sind beyderseits viel subtile

m ^/T^E^s^M^mmcn/welcheallzuwelt- .

^oBipefri Ar f n /u ^ f s ß o^ v , u ^ivider holen sind. schoff von Arras herauf gab. Mit feinemundPauli ^naidus hat die Jesuiten noch mit einem an- tod aberist die gedachte Lontrovcrs wiedelumbgleich, dem buch gar sehr touchtrtt / welches er ge- stille worden.

schiiebend« auctoritate S, Petri & S, Pauli , (s)B/Oh,igiusl.c. (t) Plaintcde Mr. Anwuld aMon*

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er vor diesem einmahl sich zu den Calvinisten be-kannt hatte. (§) Die Jesuiienzu Douvav habensonderlich eine recht leichtfertige action widerliche--ihn vorgenommen / indem sie in seinem namena>°°»brieffe an diejenigen geschrieben / derenlichkeiten und zugleich ruin sie suchten.her» nicht allein ein junger Profeisor daselbstdurch solche falsche brieffe bewogen wurde/uberLcro.meilen weit nach einem Bischoffzu reysen/der ihm in den brieffen als ein sonderlicher ka-rron der Jansmisten war angepriesen worden.Sondern man lockte auch vielenandere berant-niffeherauß/ diesteinbrieffenan Arnaldum alsihrenvermeynken Beichlvatter entdeckten.damit diese falsche brieffe vor kein schelmstuck gc,halten würdm/ haben fienoch andere darzu er-dichtet/ darinnen sich Arnaldus über verieloenPublication beschweret hätte / davon dieseranno9i.einc sonderliche tdation an denBi,

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äetlai.Sna. I

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