m Th.n. B. xvn. C. LV. Von der Gr iech ischen Religion/
mdc. gewiß der armen heyden. ( 1 ) An statt des«iß m oL wahren gottesdienstes statte man das volckLxxxvm. stU j^ j ailtcr Aberglauben gewiesen/ daß es sei-AbcrgltM ne vorige götzen nur mit allerhand bildern/den. creuöen/ pater-nsttern, weyh-wasser und der-gleichen verwechselt gehabt/und die vornehm-ste lehre in ihren Catechismis auff solcheBlindheit oinge gerichtet gewesen. Die unw-ssenheitderer vermeintlich 2 reu-Bekehrten mag sogroß gewesen seyn / baß die lIcsintm selbstbekennen müssen / wie die meisten nicht ein-mal rechenschafft von ihrem glauben gebenfönten / welches sie auch von ihrem millio-
JUft Nach Cochinchina , Camboja , Macas-sar, c/aiiton, und 8iam gestehen, (m) DieErdichtete vroben des aberglaubens / welchen manun-Wunder- ter den Heyden sortgepflantzet hat / sindwcrcke. zahl / und die vorgegebenen wunder-wercke nicht ohne mitleiden über das armeverführte volck zu lesen / womit sich die psas-fm bey selbigen groß und wundersam ma-chen wollen / nur einer zu gedcncken / sogeben sie von Marcello Mailrilio einemMiffionario vor/daß bey seiner ankunffr inGoa ein stein vier und zwantzig stunden langblut geschwitzel/ daß man viel tücher damitbefeuerten können. Ein bild CHRisti hät-te offc die äugen auff-und zugethan / undbey dem grabe des berühmten irancisdXaverii waren viel andere wunderwercke ge-schehen. Als er anno 1637. in Japon ange-kommen / und von den Heyden gefangenworden/ hätte man einen grossen scheinumbsein haubt gesehen / auch hatte ihm der hen-eker nach drey hieben nicht einmal eine wun-de beybringen können / und was dergleichendinge mehr seyn / welche man billig auff denglauben der refereruen ankommen lasset, (n)
(!) Arnoldus l.c. Parte H. Append. (m) Jo. Phi-lippus Marinus Hist, Million, in Japon.Lib.H.c.n.(n) Vid. Acta Erud. Lips. Anno XC. p,247. exAbbatis de T.Histoire de l’Eglise du Japan .
22. Diese und dergleichen anmerckungenBekäntniß findet man häuffig bey denen Scribentm/welche den rühm derer Papisten von ihrenh^tzaischen bekehrungen und dabey ange-wandten stets zu nichte zu nrachen bemühetgewesen. Die denn freylich viel mängel beysolchen dingen vor äugen geleget / und sichgegen den vorwurff zu verwahren gesucher/wenn ihnen von jenen die Nachlässigkeit undleichtsinnigkeit Hiebey vorgeworffen wor-ivie auch den. (0) Wiewol sonderlich die Luthera-derLuthc-nerdennoch immer haben gestehen müssen/ciaener wol viele unter ihnen auffrichtig bekla-get / daß an dieses so nöthige werck wenigoder nicht gedacht worden / dahero unter an-dern diese klagen konrmen: S wie wenigmögen seyn / die daran gedenckenG'Otk zn bitten / daß er treue geist-reiche und eyferige leute erwecket» /u»»d sie als Apostel zu den Heyden sen-den wolle! Es stnd leider die (Llyxusten embsig genug gewejen/durch fchlf-fahrk Handel und wandet / der »»n-glaubigen lander zu besuchen / und ihrgold / srlber und andere schätze an sichzu bringen:; wie wenig aber ist mandaraustbedacht gewesen/daj; nran ih»
eigener
Fahrläs-
sigkeit.
Klagen
hicvon.
nen den seelen-schay des Evangelii in^,»^LHRisto wiedenm» mittheilen möch-biß «oö te ! Es haben etliche den arme,» leu-^^^''tenmit ihrem uitersättlichen geitz undgold-durst/mit chrer grausamkeit/undandern übelthaten ein argerniß undanstoß geleget / und sie von LHRistoabgeschrecket; Etliche haben denChristlichen namen auffeine Zeitlang/und so lange sie in solchen landen ge-wesen gar verleugnet / nur daß sie freydarein handeln und wandelt» / und ih-ren gewinn suchet» möchten; Also ha-bet» sre bezeuget / daß es ihnen nichtumb die seelet»/ sondert» umb denMrm.
M0si zu thut» sey / daß esGotk erbarme!lAtun ihr Christlichen seelet» / erwegcehinkünfftig die sache fleißiger / undbetet n»ik mehrern» nachdenken diewort der litaney: Den Satan unter un,feve füsse tretten / treue arbeitet in deine emd-re senden/ deinen Geist und krafft zum wortgeben / aller menschen dich erbarmen / erhöruns lieber HErre GOtt ! (p) Und eines an-dern : Es wird zu unsern Zeiten/die bc-und eiMgicrde das Evangelium fortzupflan-Tckmt.tzetr/gar eißkalt/ wir wenden viel auffd-kriege/ vanir-eten l»t»d eitelkeitet» / wirsuchen freye commerciet» / hattdel undwandel it» Asia ut»d Afriea / darinnendie herrlichsten kirchet» von dei» Apo-stel»»/ und deren nachfolgen» gepslan-tzet sü»d / und ist alles umbs gcld zuthut». XOic man aber CHBistuiu da-stlbst bester möge bekant machen / unddet» völckertr aus ihrcrAlcoranischei» undHeydnischen finstern iß heraußhelffcn /darun» ben»ühet »trat» sich wenig, (g)
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(o ) Vid. Joh. Müller Päbfil eiltwürffe n.cxxvi.p. lür. Xeqq. It. Padstl. irr-licht p. 73. Nico-lai Hist. Regni Christi Lib.I. c.r. Calovius dist.de Minist.Eccles. ch.2.&c. (p) Christian.Scri-
ver.Scclcu-Schatz P IU. p.H?o. (qj MichaelHavcmanns Jüdische Wcgc-Lcuchte p.sN.
2 g. Denen ein anderer also beystimmet Der
Allerhöchste wolle unscreEvangelsschc Wünscht
Fürstet» ut»dVotentaket» erleuchtett/daß un& ( 23 tr*ste die riegel der Hindernisse abstoßen/^" 3 ""
leminariattnd schulet» anstellet»/darinttenat»ch frenrbde ut»d barbarische sprachen
erlernet werden/heilsanreorgana ausszu-
ziehen / und derstlbc t» persönen eitren gu-te!» vorrach samlet»/ ut»d andere mittetverschaffet»/dadurch t»ichk trurdie wudein der neuen welt/söt»dert» auch Türcronut»d Jüdetr vermittelst der commercienersüchetundgewonnen würdetnGo hol-te wol der unsrigen arbeit tnehr geseg-net/und det» pabstlichetrausfschnetdernm»d hohnsprechet» nicht viel trachgege-bet» werdet», (r) Und noch einer: Mai»kandie faulheit und nachlaßigkeit der EimgaEvangelischetr nicht entschuldigendic PerM
weder fleiß noch initkel / wie sie doch^^^.kötttet» rrnd sölcen/anwcndeir / daßreit»e Evangelische lehre auff die bar-barische völcker forkgepflatttzek wur-de. («) Es hat auch ein vornehmerLaw» £.L.von Weltz (vonwelchem anderswo näherer be-richt erfolgen sol) a»no 1664. etliche schriss^
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