Buch 
Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
JPEG-Download
 

lut auch von denen dißm al bekehrt-genannten Heyden rc.

9»he^vc.ar»ch ein grün röhr / machten es breitl1x M xviu nmö * heiß / imd drückten es a»ffden Fangen nackenden icib/bi ß er von 0 -ben biß unten voU fchwartzer streiftewar. Man zwickte den bindern dasfleijch mit Flüenden Zangen aus ihrenzarten leibern/und si-hnitke ihnen nastnund ohren ab. Man zerhauete sie biß-weilen vor der elter n angesicht in kleinestücken/ oderwarffsie zugleich mit de-nen Muttern insfeueroderwafter. (a)

(u) Häzartll.c. (x) Idem Sect. II ;ü. (y) Mon-tanusp.23*. (z) Idem p. I9S. (a) Ibid. l.c. Add.Historischer Bericht I.e. p. 2;. seqq. vareniusx.ra4. Certamina Christi Religionis in Japan .P-33.scqq. Liters annua; p.io2.Ieqq, Fr.Caron.Descriptio Japonia ; p.106. Franciici IM TraUN-

Saal & Ost.undWest-JndischeuMouals.Gar-

tkN paffim.

19. Bey diesen grausamen xroceäuren ge-ben auch die Reformirren denenPapisten dasBcstan. zeugniß / daß sie dennoch beständig verblieben /digkcitda. und durch ihre gedult und großmürhigkeit auchbey. dieHeydenin Verwunderung gesetzer/so daß die-

se von der warheit derChristlichen lehre gar sehrüberzeuget worden wären, (b) Welches denndie Jesuiten noch vielmehr exa§§eriren/ undvon vielen dabey gedencken/ daß sie nach einemoder dem andern abfall dennoch auffs neueCHristum bekannt/und darüber gelidten hat-Außtil. ten. (c) Der außgang dieser grausamen rra-guug der gceciienwar dieser/ daß in kurtzer zeit kein einigerLstistcn. zufindenwar/dersichvoreinenChristeningantzJapan aufgeben dürsten/ungeacht zuvor umbdasjahr 1626.0^ selbst ineinerstadtdiiangaia-g!uenüber40OOo.undimgantzenlandeaufdie40000,-.. Christen gezehlet worden. C c 0 Wel-ches zwar die Jesuitennicht eben gestehen wol-len/ allein die erfahrung lehrte es mehr als zusehr/ wie erbitten der Kayser noch wider dieChristen war/ als er A nno 1640. die Portugie-sischenAbgesandten selber alle umbbringen ließ/Verban, nur dem bedrohen: Und weuu auch der»ung der ChristenGOtk selber in Japan käme/ soPortugie. solte er doch sterben, (e) Dahcro von selberün. zeit an niemand sich inJapan blicken lassen dürf-

Freyheit fen/ außgenommen die Holländer/ welche aberder Hol. sichnichrmiteinerminemerckenlassendurffen/länder da- haß sieChristen seyn/sondern nur ihre handlun-genundschachereydaselbsttreiben. Und dieseshat die Portugiesen/und sonderlich dieJesm-ten so sehr geärgert/ daß sie solch bezeigen vor ei-ne Verleugnung ihrer Religion außlegen/zumalweiljene/auffbeftagenderJaponenser/ ob sieChristen wären i zu antworten Pflegen:XX ein /wir sind Holländer, (k) Womitsie denn ihre Handlungen frey fortsetzen durst-ten/nachdem sie ihrer Religion daselbst nim-mermehr zu gedencken/oder sie sortzupflantzenversprechen müssen.

(b) Arnoldus Montanus 1. c. p.J J4. 3?S-39S&C. Va-

reniusp.zoö. (c) AuÄor des HlstorgchenBe,richts vvn etlichen Märtyrern p. 54- Liters

annus P.29.& 43. Hazard.passim.&c. ('d)Bern -

hard.Vatemusl.c.p.224. Franc. Caron. I.c. 4.qv 15. Rejerus Gisbertus de Martyribus in Ja­ pan in fine. (e) Hazard.ParteVLp.2y3. (f)Vid.Appendix Soutermanni ad Hist. Eccl. Hazardip 286. & conf. Varenius p. 193- 214-seqq. Vid.omnino Atlas Sinicus cum Append. MartiniMartin. Mandelsloh Morgenland. Reise-Be-schreibung. Davernier, Lindsclmt. v.ScnuI-zias > csterique Itinerum Scriptores.

59r

2-0. Dieses waren die vornehmsten so ge-J«htuvc:nannten bekehrungen der Heydnischenvölcker/bi? m dcvon deren wahren beschaffenheit wir noch ei-^J^'mge anmerckungen beysügen können / die viel- fttiheitsol.leicht nöthiger als viel andere curieuse umb- eher Be-stände und neue zeitungen sind. Es gebens kehrungk.aber glaubwürdige und Papistische relatio-nen selbst/daß die Jesuiten und andere so ge- Ablichten

nannteApostelmehraufihrenzeitlichengewin/ der Iesui-als die erweiterung desReichs Christi gesehen, tm.

Srewaren in Sina mehr mit kauffmanschafft Gewinn,undschacherey beschafftigetgewesen/ als mitsuchtundpredigenund bekehren/nachdemsiedie kostba-Schache.ren waaren selbiges landes sehr in die äugen ge-^v.siochen. Deßwegen sie auch von demEvange-lio wenig oder nichtsgedacht/ sondern ihre leh-remach dem abgöttischen und abergläubischensinn der Sineser eingerichtet hätten, (g) Da-her» auchPabst Alexander V i .I. Anno i6z<5.grössere schände zu vermeiden in einer eigmenBulla allen München und Jesuiten die Hand-lung untersagen müssen. Man zeuget auch von Hmchclcyihnen ausdrücklich / daß sie dieganbe 80.jähre?!' a6,durch inSinaundJapannichtden armen und »Er-niedrigen CHRistumgeprediget/weil sie sichselbst vor der armuch gefurchter/ sondern die ar-men leute in ihrer blindheit und gottlosigkeitnach wie vor stecken laffen/so gar/daß sie ihnenauch noch ihre alre abgörcerey zugelassen /unddiese vor einen weltlichen und unschuldigen ge-brauch aufgegeben / auch denen Heydnischensolennitmeenselbst beygewohnt/nur damit sieihre schinderey ungestört fortsetzen dürfften. (st)

Daher» auch die grosse Mißgunst zwischen denJesuiten und München gekommen / daß diese /Emuia-vonjene inJapangantzunterdrücket/ und aller aon gegenfleiß in anführung der armenHeyden gehindert die«.worden. AuswelcherLmularion die Heyden^'öffentlich geschlossen/ daß die Pfaffen der Chri- Bekriege,ften eben so arge betrüger und schalcke wären/ rcy.als die ihrigen, (i) Ja es haben die andernche-nenJesuiten auch dabey vorgeworffcn/daß sieausser ihrer socktxt keinen andern lehrer auff-kommen lassm/damit sie überall freye Handund hereschastt behielten/auch allekirchen-ssris-diction und auffsichten zu sich reisten kön-ten. (st)

(g) Antonius Arnaldus Practicä Moral» Jesuitarutnex Theatr . Jesuit. Parte H, initio, (h) Idemibid. p. 4y. seqq. (i) Llidovic,Sotelus ibid.

Vit.ll. p.138. seqq. (k) Ibidem paffim. Conf.

Act.Erud. Lips AnnoXC. p. 381. 446. &c.

2i. Es sind auch ferner von vielen osten-bahre merckmale der kaltsinnigkeit dieser leu- Kaltsin.,te bey ihrem bekehrrmgs-wercke auffgezeich-mgkcttunnet worden / und sie übcrhaubt beschuldigetdaß sie das arme volck auff nichts wenigerals auff gründliche Veränderung ihrer her-tzen / auff die wahre nachfolge CHRisti undseiner Apostel / auff die tödtung des altenmenschen/ und dergleichen wesentliche stückedes Christenthums gewiesen hätten / sonderndie vermeinte Religion bloß durch mensch-liche Mittel nach der vernunfft und derselbenlistigen anschlagen fortpflantzen wollen. Diebeyden vornehmsten Jesuiten/Adam Schallurl sttartinu 5 st 1 arnniu 5 hatten aus chrgeitz nach Ekrgeitz.den höchsten politischen ehren-stcllen im könig-reichSinagttrachtet/zu unbeschreiblichem ar-

gemiß