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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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594 Ty.ll. B.MII. C.xv. Vonder Griechischen Religion/

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doch nicht die wahre Kirche. Die weissagung von bekehrung der Heiden seyschon durch die Apostel erfüllet / welchedenn gewiß und wahrhafftig zur Luthe-rischen Religiongefchehen sey : Und diePapisten selbst hätten die Heyden avstden wahren gründ des Christenthumsund zum .Lutherischenglaubett und Re-ligion bekehret / ob sie gleich ihren sauer-teig mit untergemenget. Hingegen har-ren die Lutherischen Prediger keinen be-rust dazu / auch keinen beseht in heiligerSchrifft / weil der beseht in alle wclraußzugehen / nur die Apostel angienge.Und was dergleichen Ursachen mehr vorgebrachtwerden, (c)

(a) Allegant:« Andrea Miillerol. c. sb) Vid. (Er*itweruag. p. 20. seqq, ( c ) o.Joh. Müller Päi>skischecinwürffe/ p.töj.seqq.

26.

Die

AÄch Freyherr / Christoph vonRanzau

Es hat sonst der bekannte Hollsteinifche

/ welcher

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Arianer / und anderekätzer hätten sich! und ewiger seligkeit ohne zweiffel kom.auch in der sachebemühek / und waren« men/ wie ihre eigeneworlclauten, (k) I«-

^ ' ^ gleichen haben sie geleugnet / daßdieHoll-und

Engrllander ihre irrthümcr in Dji-unv West-Invien predigen: (g) Ungeachl sie ihren He», und lobdclbergischenCatcchisinum/vermöge deroben-"^P«pi.gesetzten nachrichtungen allerdings denHcydm^»'vorgeleget haben. Deßwegen auch andere

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nicht ebenvor bekannt annehmen können/ wenndie Lutheraner von den Jesuiten a Costa, Tho-maa Jesu, Heurnio undandttn bekannt / daßsie als Hieologi der Heyden heylernfilichund vernünfftlg zu befördern gefuchcr/dabey hin und her gearbeitet / und mitG(l> TT es ausgerichtet härten, (b)Mit welchem rühm die jetzt angeführten um-stände solcher Jesuitischen bckehrungen zusam-men zu halten scynd. Im übrigen wäre nochvon denen völckern / die gegen Mitternachtdenen Lutheranern am nächsten wohnen / bieMses / was ihre bekehrung auch indiesemstcu.

1 g betrifft / anzumercken. Es ist bekannt/daßinJßland / Grönland und einem grossentheil Lapland / wie auch zwischen Liktaum und

rung um das jähr i syo.Pabstisch worden / aus Lieffiand unter den Samogiten noch gar zu

Lurch die den Lutherischen Scribenten selbst angemerDsvisten.M / daß sie die von den Papisten geschehene2ttbc.^kehrungmgcbilligrtundgutgeheissen / wo-rancrn V £l ' folgendes gesetzet: Damit nun solchegcdilliget/bekehrung den prädicanten und ihrerun-Apostolischen faulheik / hauß-undweiber-sorge bey denen ihrigen nicht et-wa zum spott und Verachtung gereiche:vndvor ß börsten sie fürgeben / die Latholi-Priester unterweisttt die Heyden ZULind war- ben r Lutherischen glauben. Dabei) er ftp

um?

ner erinnert / daß man auch auß diesemgründsagen könne / die Heyden würden Wieder-taufferisch oder Calvinisch / weil auch diese e-ben wie die Papisten das Apostolische Symbo-lum . die zehen Gebotte und das Vater unserin ihrem Catechismo hätten. Und da sonst dieJesuiten von ihnen als Verführer der weit be-schrieben würden / sollten sie nun derer pra-dicanten nothhelster / lückenbüfierundamks-verwalter seyn / damit diese un-terdessen hinter dem ofen bey ihren Wei-bern und kindern dasApostolischelcbenin fährligkeit zu wasser rc. zubringenmöchten, (cl) Dergleichen spote-redcn manhäuffig bey den PäbstischenScribenten findet/welche aber nebenst ihren beantwortungcn hieranjuführenunvöthigsind. (e)

(6) Abdruck ztvevcr Seodfchreibeuv. G. Calixtinach Rom und dessen bcantwortoug (Cdln

»S;r.) pag. 81. ?r. (e) Vid. ex 1 'anoeri Anar.A»j». Coas. & Diopr. Lesiio,Grcgorio de Valen-tia aiiilcjue Joh.Müllerus 1 , c.p.i6r«

Ferner«

Ursachen

27. Dieses geben dieLutherischen.lsteolo.gi gerne zu / daß dieIesüicer/ wiewol sie^^uthe. pabstisch seyn / dennoch weil sie sich fürLehrer der Riechen ausgeben/ zurbekeh-rung derMorgenlandischen Heyden gu-te arbeit verrrchten/indem sie sich anfäng-lich der päbstischcn 1 raclieionen austern/und diejenigen/ so enden sürnemsten Ar-tickeln der Christlichen Religion unter-richtet/ muffen/ da denn vrel Indianerdurch GOktes gnade zum Himmelreich

28. Mankönte abernochzurursachedieun-MMzulänglichen mittet setzen/damannemlichnur mmbedacht gewesen Kirchen unter diesen lcuten°^!"^auffzubaucn/ die kleinen kinderzu tauffcn / einund anders buch in si lbige sprachen zu übersetzen:von der lebendigen kraffl desglaubens / und

warhaffrigeraußrüstungdurchdicgabcndesH.Geistes bey denen dahin abgeordneten Lehrernist nichts zu finden/ ohne welche doch alle andereäusscrliche ansialt umsonst gewesen- Und da« .hero wird noch immer bekannt / daßmaninu»v

Lappland und denen andern 17 !ord-län-

' dascldjl

dern (welche denen Lutheranern am nächstenliegen) noch viel leutefinde / welche dieGonne und den Mond / wie auch ein ro-thes tuch anbeten . (m) Dergleichen elenderzustand auch noch in denen äusserstengräntzen^ "von Licffland zu finden ist / allwo nochvorkur-

tzerzeitdicgreulichsteabgötterey/zauberey/an-

bctung der bösen geister und dergleichen unterdem land-volck getrieben worden. Wie dennschon um das jähr 1640. die L-UhcrischenScribenten se lbst bekannten : Daßzwar da-selbst die Prediger der Augspnrgifivcn

viel Heyden und grobe abgölter übrig gewesen/von derer bekehrung zwar in diesem scculovielgerühmct worden. (Y Wovon die art und dersuccels den besten außschlag geben kan. InLapplandhaben dieSchwedischenKönigcdiß-Znfalls grosse mühe und kosten angewandt/ aber^^-mit gar schlechtem succcis. wiedicSchwcdi-schen Lehrer ausdrücklich bekennen, (k) Wel-Eweche denn auch diese Ursachen hinzu setzen : EsdekehWware an den Hindernissen dieses vorha-^>^l''bens schuld gewesen theils die faulheivund der geitz der abgeschickten (wel-ches ohne zweissl Prediger gewesen) theilsdie hartigkeit und wilde art des volcksselbst, (1)

( 5 ) I^iedail. c.p. * 6 . (g) Ursinus 1 . c,pag. 21, (h)Ibid.p.20. (i) Nicolai 1 , c. Miillerusl.c,p.ifij.

(k) D. Ericus Benzclius Episcopus. Uplal. Histor.

Ecclcs. See. XVII. p.391, (Edit, Strcgnes, i« 9 f.

8»ö.) (1) Ibid.

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