6iC Th. II. B. XVII. C. X VII. von denen so genanten Enthusiast je#
3«5r mdc. z. Da/sageich/jenernurmtlchmM/^
»iß « dieses die andern als eine unfehlbare war-heit/undgebcn ohneeinigen gründ vor/» daßdie-'-er im exilio als ein vagante ferne buchet- ge-ftr fädeln, „fthneden/ und ausgestreuet hatte. Hinge-gen haben andercihresglcichensfelbstenbißherbekant / daß dieser M. Valentinus Weigelius,mit jenem Mansseldischen Valentins V igelio,unrecht confundi ret worden / und daß er nie-mals von seinem amte removiret / oder vonTschopau / allwo er Pastor gewesen/ hinweggc-Uud oslfio'fotttitten. Sondern er ist bereits Anno i s67.
daselbst ins girrt kommen/und Anno 1 58 8. denr,cv 10 Junü darinne gestorben/ da ihmM.Lene-
distus Biedermann iuccediret/wie so wol das_ kirchenbuch zu Tschopau ausweiset / als auchvon desswdes Chursachsischen Oberhoffpredigers v.am Martin Geiers / und des Secretarii Antonii»md bp - Weckens relation bezeuget, (d) Dieses ist sosräbvuß. ^ unläugbar / daß man auch in selbigemStadtgen / welches in der infpestion Chemnitz inMeissen lieget / seinen leichensiein in der kir-chen daselbst noch sehen kan/auch aus demsel-ben einige andere umstände/so zu seiner Historiedienen/anmercken mag: sonderlich wie er ohneeinigen verdacht und widriges urtheil biß anden tod im lehramt blieben / und mitten unterdenOrtliodoxen gelebet/auch in ihren kirchenselbst begraben worden/ohne daß sie so barba-risch mit ihm/ wie die Schwcitzer mitDavidjkms, verfahren hatten. An dem rande desleichensteins stehen dieseworte eingehauen.
Sein Epitaphium.
mtmll M. Valentini Weigelii vou fotbitt / einZwantzig ja.hr Pfarrers alhier inschrifft. Tschopau/ist Anno iszz.gebohren/undden ic>. Junii Is88. im s6. jähr sentes al-kers imHErrn entsthlaften.
In der mitten sind folgende Worte gefttzet.
Quaäper tempus amitto, h«c invenioin «terni täte, qua; in «ternitatepossideo , cognosco in tempore.
Wer Christo glaubt und fürchtet Gott ,Dem mangelt nichts weder hier noch
dort.
Omnia me Christi vita docere potest.Summa summarum.
O Mensch, lerne dich selber er-kennen und Gott,
So hastu gnug hie und dortV. W.
Pax vivis , requies «terna sepultis.
(Hier ist eine taube mit einem ölzweige immunde eingehauen/welches einigeohnegrundvor einen schwachen rabmgehalten.)
Ruhe und stilleist Gottes Wille;
Das in mir Herr auch erfülle.
Amen.
Begeben. Von diesem seinem grabmahl ist sonderlichyett Mit merckwürdig/ daß als im Teutschen dreißigjah-grab rigen krieg das gantze Stadtgen mit der kirche
verbrandt worden / den dritten tag nach dembrand Weigelii grab allein von allem staub undkoth gesäubert gefunden worden, (e) Sonststehet auch von ihm in einem kirchenbuch zuTschopau dieses eingezeichnet: Anno i*88.
Junius den ia. wurde der Ehrwürdige^uve.rmd Gotkesgelchrte mann M. Valentins mdcWe.gel Hainensis, Pfarrer achter/Christ- SS;,lieber wetje zu seinem ruhebcktlcin ge-vonchn,kragen / liegt in der stadtkirche beymaustm
pfarrstttl: 0 iniqu« Pare«, quid juvat auf ht^en.ferre talem. Auch findet MNN sonsien V0N lhm^'auffgezeichnet/ daß er einefingularitätassi.Bovskj.stirer habe/ rmd kein accidens von denleu-mr giiüz.ren nehmen wollen/ welches aber feilte Mut/stau ihm unwissend unken im Hause zunehmen pflegen. Auch wird dieses als et-was merckwüroigeö von ihm gedacht/daßerW-m-.ztk niemand gegangen/ sondern sich aller -Wmnconversarion enrlchlagen. lind da ihit^Mt'einmal zwey Edelleute von Rüxleben /artffeine ehrenmahlzeie geladen/ habeer bald sente n abschied genomuten/ undge jägr: Seyd feilt from chr kinderlworin-ne.seine stille und eingezogene lebensart als et,was rares unter den Predigern angemercketworden.
(6) Vici. Al^r. Lpn'si. Rotihc im Unterricht vonProphctistlMWc:ffag.§ 24.
4. Aus diesen und dergleichen umstandenistschonso viel zu schliessen/daß ernochbeysei-nem leben schon viel freunde und liebhabet ge-habt/ davon wir bald mehr hören werden. Ichwill nicht gcdencken / daß ihn viel berühmt»Philosophi > Medici UNd Chymist sonderlichrecommendirct / und die ihm beygelegte gäbeerkant haben. Wie unter andern der bekäme Vix-ImiScribente det' Basilica: Chymie« Olwaldus WnCrollius Don ihm bekennet / daß er uiwer-'^^"^richrer rmd erleuchtet gewesen in Ocr 8 M /PfinAstschulc / in welcher auch die Pro-pheter»/ Apostel und alle Rechkgelehr-te/die r n dem leben und sußstapssenLhri-
stigewandelt / ohne arbeit und Verdrußdas seine gelernet habe / auch in seinenunsterblichen fchrtstten sichallein dahinbemühet/ daß der Leser nach de,n Gött-lichen wolgefallen durch die mitwür-ckurtgder gnade GGroes noch i,t diesemleben nach erster ernstltchen erkanrnößund berc uung des versalls/durch die sta-kr'ge bctrachturtg Göttlicher dinge/undihrer selbst Vernichtung / verläugmmgund ködtung in LHrrsts nachvcrlastrnrgaller schatten in sich selbst/in den rcinpstihres hertzcns eingckchrcc/den grossensthatz und talcnt, welcher in ihtten ver-borgen rmd verschlossn/ durch die stä-rige übrrrtg in der gottfellgkeik hcrvSr-fuchten. (f) Ja unter ben Theologen selberhat einer Weigelium unter die manncr inir gc-^° ''rechnet/ welche von ungemeiner gelehrftmkeit^ 'oder wissenfthafft gewesen. (§) Und was Jo hann Arnd von Weigelii büchlein vom gebetgehalttn/undwie er selbiges guten theilsinsemwahres Christenthum von Wort zu Wort einge-rücket/ist oben bey seiner historicgcdachtwor-deN. D. blicolaus Hunnius, hat glekchsttls stbescheidenmderwiederlegung Weigelü gehan-delt/daß er nicht alsbald alle puncte ausmu-stern und verwerffen wollen / weil ihm nichtkündbar wäre / ob jemand Weigelü worksfüglich derttcn kömrc/ daß sie m$d)tcngedrtldct werderr/ (h) wie denn auch garvieleanderefheologi davor Halten/es fcyihm
mcht