W' u. B.xvn. C-xvn. m denen so genanten Enthusiasten & 61 <
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SGTa-MDC.lstlb t tiefen den Atheismum hegen / undL\>ixvin* fer nachklang t>4V0n ihn selbst re-■ commendirt. Denn bey UNS pflegt etnt)cvd)Uv zu beten / em betrüget alleseinzurichten/ ein narre zu unterweisen /ein mörder liebe vorzugeben / ein äffesich zu schmücken. Da schmeicheltman sich mit der Bibel / da wütet undtobet man mit dem Justiniano , man istersoffen im AristoteJe , man setzet einenUnmenschen zum Gesetzgeber/ und einenDiogenem zum baumeister. Auff denpredigst» len geht es laulich zu / die ge-richtsstatte stnd toll blut/ die Catheciervollspeyens/diehäustr voll rauchs unddampffs / und alles voll betrügerey.Allesünden / schänden und laster gehenbey uns frey im schwänge/ und werdennoch dazu, auffs theucrste bezahlt/ rc. (q)Woraus bitfer Theologus schließen will /daßaus der bösen lehre und leben nichts anders alsderatheilmuL bey demgröftenruhin derortho-stoxie folgen müsse.
(o) Parcel. Operum Philos.p. f96. feqq. (p) Pfeif-serus 5 . c.aliique, (q) Joh. Valent. Andrea inMenippo num.LXIX.p 1C7.
Das XVII- Kapitel.
Von denen so genanten Enthusiastendieses lecusi: und zwar erstlich von
Valcnkmc» Weigdio.
§- 1 .
>CH hätte die Historie dieser leute bereits. wor diesen letzten capiteli: setzen sollen/we-j silbige noch mir umer die strcitigkeiren undspaltungen derer Christen gehöret. Allein/nachdem sie ailzuweltläusseig werden mochte/und ich doch gerne die andern wesentliche theileder kirchmhistorie von diesem jahrhunderr völ-lig darlegen wollen: so habe das XV. undX vi capirelzuvor mitnehmen müssen/ehe ichdiese letztere macerie angefangen/in welcher ichnun so weit fortgehm werde / als es der noch,übrige räum,derwemgen bogen zugeben mag.Was davon zurück bleiben möchte kan in einersonderbaren abhandlung nachgeholet werden.Y e 'S e!iu5 3fcC) mache aber den ansang von Wdgelio,Enchusia aus gewissen Ursachen/ und sonderlich weil ervon den meisten als deranfanger des enthusi-
cken einer den andern / wie Böhme den Wei- ss^mbc;gelium und Stiefeln widerleget haben. Daßalso dieser gemeine wahn / als ob Weigel al-ler folgenden Enthusiasten vater wäre / ohnegründ ist/ auch wider derselben eigene princi-pia > vermöge welcher sie nichts von menschen/sondern von GOtr selbsten alles haben wol-len: Bbwol die gemeinen historici und The-ologi darauff bestehen/ welche aber in unzeh-liehen andern umstanden/ so wol äußerlichen/als vornemlich dem innerlichen begriffvondie-ser Historie irren / und andere irrend machen/wie wir nun nach einander sehen wollen.
2.
Von dem gantzen leben Weigelii, ha- nwben die Scnbenten durchgehends eme gantzWügelsfalsche Nachricht gegeben / indem sie ihm ei-lebms.nen solchen lebenslauffandichten/ davon kein^u.ff/wort wahr ist. Es hat sie aber der bekanteAU n *Hamburgische Senior Johannes Schelham-gegmer betrogen / welcher in der wiederiegung Schel,seiner Postille vorgegeben / er härte mit die-°chmnmcck.sem Weigelio zu Äceusiadt an verOrla/um"das jähr isso. stuJirt, Sein vater wäre"
Prediger und Decanus zu Artem bey Eisle-"ben gewesen. Er / Weigeiius , hätte ein "luolatum supercilium gehabt / seine äugen"
immer niedergeschlagen / und heilig ausge-'*sehen. Er wäre in keine kirche kommen / “hatte vor sich einsam gelebt / und etliche jah-"re auff seinen melancholischen Heftn gelegen/'°
Hütte immer im munde das nosce teipsum "gefähret/ und in sc-mwa , man hatte es ge-"sehen/ daß er wurde ein schwarmer werden."
(a) Diese falsche reladon findet man nun fast Von denin allen systematibus, postillen / und streit- andernbüchem wiederholet/worinnen auch/die fachedesto grösser zu machen / noch mehr dazu ge-setzt/ oder vielmehr gelogen wird. Zum Von le,
epempel: da Schelhammer nue muchmasset/ üwg n-r-dieser Weigel wurde etwa in semes varersLi
blithsc dtN Hermetem Trismegistum , dtNParacelsum , die SibyllsN UNd dtN Dionzcki-
urn gefunden und gelesen haben; so setzensdie andern als eine gantz gewisse Historie: "Erwäre über diesen büchern tag nndnacht gelegen, (b) Da jener gleich fals ge-mulhmaffet r und aus grossem eiffer sich selbstdamit getröstet: Die Universitäten VOic* Von sei*tenberg und Leipzig würden ohne""'absc,zweiffel seiner kätzereyen endlich mne^2'worden sey»» / ihn vor ihr consistoriumge stellet / examini ret / und weil er alsein schwär inet und teustlier erfunden /vernruthüch abgesetzet haben. Daherer aus ungednit alles über einen hauf-fen gestofstn/ und die Schulen und Ge--
. Pa-
t racelsi.
stet» an- von veu Uitiptic nlslänger gc, asmi in diesem sceulo, ein Prirni pilus UNdLo- j ^ . .
tvestu. ryphLus der fanaticorum unserer zelten ticuli-! ^ Verworfen wurde Haben, (c)
vet wird. Wiewol die folgende capitel nach /einander das gegemherl sattsanr zeigen können / / (a)wie nemlich fast zu einer zeit um den ansang die-'ses seculi, so wol vVeigelius als Böhme/die
^* 4 "* '****■ / XTorrol i?K_ f!nn.
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heil/ Sperber/ und viel andere auffs thea-trum gekommen /da fast keiner oder die wenig-sten von denandcrn oasgeringstegewust/zumwenigsten nichts von einandergenommcnodergelerner gehabt / ja vielmehr in etlichen siü-
Widerkcg. -dcr vermeintcn Post.ck. p. 7. (b)
Vid, Hornbckius Summa Contror, Lib. -- - p.ZS7. Kromaycnis Sennin. Relig. & HiiV. Eccl. p.6j*. Ir. Tlieol. l’osic, Polcm. p. pjg. Coi-berg. PlatvN. KhrifikNth. P. ! Cap. j. p.207,Andr. Carolus Mcmorab. See. XVII. Lib. I,c. 11. p. 40. Andr. Corrhym. F/otilcg. Hist.p. 228. Baierus diss. de Rcgno Ciuiiast. p. r|.N/cander in Civil. Dei rfrfxy, (c ) Scbci-hamm. I. c p. 52.
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