626 TH.U.B.XVII. C.XVII. Von deum so genannten Enthusiasten
JchEoc. 2Z. Die art und weise der bskehrung desLXXXVU, menschen wie sie allem in inwendigen kläfftenund würckungen besiehe / träger er also vor:
. Wir sind alte avffclnen Haussen für derrung de?widergeburrh taub und stum / dennneuen wir hören nicht gerne von LHrrsto re-menschen den / dieweil er crfodert die VergebungUnser selbst / und die abködtimg unsersfleischen - - - Wie kommen wir aberdazu / oder was können wir dazu helffen/dass wir durch Christum hörend und si-Mein hend gemacht werden- Soviel als derdurch taube und stumme mensch gethan haeGottes seiner leiblichen gesundheit / eben sö"Et. vielthunwir auch zu unserer bekehrung,erleuchkung oder rechtftrtigung/ das istnichts ! - p * . Also muß ein ;eder sichleiten führen und bringen lassen unterIn blossem tzee kservalt Christi und allda alles wür-Mebal^cke»' / auff ihn warten im Sabbath/ten - ihm stille halten / in furcht und zitternwachen seines heyils warnehmen. f * > (!) »noch-und bettn he ich ein klotz siyn / oder so viel wür-den als ein klotz / nur eine halbe stun-de/ ich wür de ein prophet/als ein Apo-stel. - - - Es sind zweyerley hindernüss(dtr wahren bekehrung; als äufferliche undinnerliche / die beyde müssen gemiedenwerden / das äussere geräufch ist / daman bey den leuken weltliche handthie-kung übet/oder schwätzet / oder kury,weil treibet / solches muß verlassen wer-den/die innere hindernüss ist noch ärger/dann man sich selber auffhälk mit vieljxeculiren / xbamabren seiner gedancken/und das ist eine schädliche me»»ge der hltt-dernöß innerhalb den» menschen/auch imsthlaff des leides/ da die siele mit unnü-tzen gedancken oderrrämnen aussgehal-ten wird/es muß alles in eine stille kom-men/soll ich das Göttliche einsprechenvernehmen oder hören/das ist/soll ich er,leuchtet oder gläubig gemache werden/so muss ich rn mein kammerlern gehennnd ausseinen winckel knechen/ meinerstille auss GOTT warten / welches ineiner stille/ wie die buchstabifchen En-ihusia ferey oder Schwenckfelderey helsifen ^ fö doch das Alke und tXeuc Testa-ment die innere lernung gnugfam bezeu-get / dass man müsse von, Geist lernen/vom vak?r hören / und GOTT müssees ossnbahrcn / alles predigen ist ver-gebens und umsonst / wo nicht der in-nere Prediger räum und statt bekömmtZU wrrcken / denn von innen herausmuß alles kommen / und nicht von ausifen hinein /wie erinnert wird. (m)
(m) Postill, Part.l. pag„2»$. 2,9. 230,
«Ciberge« Das werck der wiedergeburth oderdurth. neuen Schöpffung / fasset er in folgende be-schreibung.GOTT vollbringet durchseine heimliche weissheit die Schopssungder neuen Lreatur / und machet unsmenschen zu seinen kindern durch die gc-burth des kindlerns IEfu. Ja daß erAdams fleisch und blut dem rod über-laste / und neu himmlisch fleisch und
blue an dre stätte schaffe durch t&ruMnncstum/ in welchem neuen siersch und blut^"^ »°c'wrr »uenschen müssen in das ReichGOktcs kommen / und nicht mit demalten leibe aus Adam / der des todesbleiben muss. (n) Und anderswo ausführ-licher : Es ist dreyerley verstand von der^,,.neuen Lreatur oder Wiedergeburt ausfunq^dem Geiste. Die erste Meinung ist/da neuen ichruan glaubet / die Wiedergeburt siydcr.nur geistlich / und gar nicht leiblich/das ist/der Geist werde mir neu geboh-r en/ als sey kein fleisch und blut da/alswerde nur die stele verneuerr / und dasist eine falsche Meinung / die siele bleibetnach ihrer iubstanz eine seele / und wirdnicht neu / bekleidet wird sie wol miteinem neuen leibe/das heisst die neuegeburth/da ein ander neu gefchöpssantncf&ttt kömmt/lmd das ältc tutuveg tte*thau wird / GOTT schasset Lerne neueseele noch Geist / darum ist die wieder-geburkh nicht vom Geiste oder siele zuverstehen / sondern Vdin leibe. Zumandern / wenn sie hören / es sey die wre-dergeburth nicht auss den Geist genicr-net / sondern auss den leib / so fallensie herunter auss irrdische Meinung/und glauben das fleisch lind blut Adawerde neu geschaffen durch Christum /oder werde durch den Heiligen Geist/und komme also der leibAdä in Himmel/urrddas ist auch ein grober irrrhum/dennnichts von der erden kommt gen Him-mel / Adams fleisch kaii nicht neu ge-bohren werden / es bleibet dos rodesund gehöret in die verdammnüss / es ge-het mir den Elementen auss/ wird garverzehret. Die dritte warhassre Mei-nung ist von der neuen gebureh / daßdieselbe von oben herab durch denHeiligen Geist vollbracht werden/ leib-lich nicht mit blute und fleische / son-dcrnmit himmlischem blurc und flersche/UiMeß»da das ewige bleibet / das da nichtwiderstreben dem Heil. Geiste / wie das "'fleisch Adä thue. Also ist durch die neuegebtikt der mensch wieder gany wor-den /mitgeist/ siel und leibe, so)
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(n) Postill. P. I. p. 6 *. ('oJIbiJ.P.II.pag.in. in.Adde ibid. pag. 29, & P. I.paa. N 3 ?«62. io S . p. 111. pa*. xi. Gespräch vom§hristenth. pag zs. Gülden Griff»3-
2s. Diese Veränderung und erncuerung des^menschen / setzet er mit allen andern Götlli-mcio'chcn würckungcn auff die wesendlichevereint-lchMgung mit Christo / und auff die daherstehende gemeinschafft seines lcidens / todesund aufferstehens. Daher kommen folgen-de beschreibungen: Der leib muss neu undanders werden / die siele darff nichsanders werden ; sie wird wol verneuewund erleuchtet. Wir müßen leibhass-tig neu gebohren werde,» durch denrod L H R I G T I / aus dem kSdkommt die erneuerung und niche oh-ne den tdd. * f * * Unsere siele oder . (
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