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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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C3o Th.u.B-XVIUC-MU. Von denen so genannten LmtuEien

LXXXVlil.

bm fafß*»nt> spricht: Werd« glaubet ( gen / siedet man wol am mrßverSi.md

Derserlichcubeydchal^

rung.

und getarrsst wrrd^ der wird seelig / weraber nicht glaubet/der wird verdammt/und ist das seine Meinung / am glaubenist alles gelegen / und wer da glaubet/Joverli» der lastet sich tausten / und soll LetalstecheTauffe-feh werden auff meinen rod/ aufs nrernsterben / das) er verwrllige mit zu ster-den / und mein Lreutz zu tragen/undwer nicht an mich glaubet/ oder verwil-ligen will in meinen tod / der ist ver-dammt / ob er gleich getausst würde/ja es ist wol mehr / das wir alledurch einen Geist getauft sind / undgehet aufs den inwendigen menschen/dennoch so wir im glauben und Gerste^ nicht bleiben / fd ist solche taufte um-sonst / vielmehr ist umsonst die Tauffs-es waffers am leibe/die nicht wurckct/so man nicht glaubet an LHrrstum;nichts ausserliches machet einen Chri-sten / sondern nur die neue Creatur, (g)äüft Es seynb etliche / die da die HeiligeTauffe gantz verachten / als ein nich-tig ding / sagen / dieweil du »richt Chrchstus bist / warum täussestu denn i dasist / dieweil nicht allein der glaube anIEfmn selig machet/ was hilfst michdie Tauffe / das Sacrament. Und die-weil das wasser keine kraftt nichts wur»«Ket/ noch die sundehrimrmt / aber wirsollen sthen auft'den/ der die Taufteeingesetzet und beföhlen hat / der ist derSchopfter der neuen Creatur/ der SohnGVttes selber / wir seynd aus der er-den/und verstehen nichts hrmmlisches/Ioh.z. Darum nimmt CHRISTUSwafter/ und seyet die worte dazu: Im»amen des Vaters / Sohns »»nd Heili-gen Geistes / mit diesem wasser will eruns fuhren zu dem himmlischen leibe/daß wir musten ein neu steisch und blutvom Himmel haben/und das alte fleischaus Adam todten / dampften/es ist einsolch wasser / das Christus verordnetund befohlen hat / und daruine ein großgeheimnuß verborge,» lieget / und magwol ein Sacrament gchersten werden/»niemandsoll es verachten/man verach-tet sonst den der es befohlen/und es ge-hört auss die gläubigen / welche mansoll tauften / wie er spricht: Wer daglaubt ir»»d getauft wird/ derwrrd selig/also mag man auch die Linder tausten /denn sie glauben alle an Christum / undholen nicht erst den glauben aus derTaufte / alle gläubigen sollen getauftedwerde mit gememe»»lautermwasscr/in»»amen des Vaters / Sohnes und Herlr-

der heiligen Tauffe. Sie verdammendie ungetaussten Linder/ welche Chri-stus uns zum rnuster und fürbrld stellet/und ludet sie für allen / und sägen diewasscr-tauffe sey so kr affig / daß sie ab-wajche die erb-fünde/und glesse d-nHeuligen Geist ein/ treiben den Teufte! ausdr»rch beschwerung wie die Zauberer/machen ein Lreutz für sie / daß sie derTeufte! nicht fresse/ das thut pabstundviel andere Sectircr/ so d?c scllgkert an dieSacramenta binden. (i) Vom Abmö-mahi/deffen verstand zweck und gebrauch fin-det man diesen ausdruck bey ihm: Dre mcl-Mvd.nungist die warhafttige/ daß manLhn-mchi Ostr fleisch und blut leiblich esse und rrm ^ffe« gc>cke durch den glaube,» / das blut und Wl ^'fleisch / das ans Lreutz ft?r uns gegebenist/ das da nicht aus Adam von der er-den ist / sondern vor» dem HeiligenGeist vorn Himmel, (k) Vergebens undumsonst ist es/daß eine Sccte die andereverkätzert und verfolget um der Sacra-»nenten willen / es stehet keinem Chri-sten zu. - - - Ich sage durch dregiiä-Slnikditze Verleihung GGttes / daß ich nur imyti%cin gewiftcn nehme noch mache MitavöWallen andern Christe»» / ich sey in derweit wo ich wolte / bettn ich emsssichedoch bey allen Secter» in der Laufte und^achtmal nichts andets/denn das Chri-stus gegebe,» und eingesetzet hat. Wor-auff er dieses von den Caiviniftcn miD Pa-pisten specifici rct/unD schienst von dm Liiche-ranem : Eine andere Secte halt zwardafür / daß Christi leib uni> blut em-pfangen werde / aber viel nehrncns^daßW,es ihnc»» solle die fünde austilgen/ thurckmchdoch keine busst/sterben »nrt Christonicht / diest alle r,ch»rrens zum ewigen^" ^

Tauffe.

Rxolct.

Linür-

durchs wafter/ welches keine kraftt nochwurckunghat. (h )

(g) Partei. Postil!,p.31. (H) IHcKpag.3i.33.

^r. Von dem bey der Tauffe gewöbnli-Hen 'Lxoreismo Utthellet er also': Daß die

gen tode. (l) Dencke keiner/daß dasheilige Vlachtnr.rhl die fünde austilge/du »nujl zuvor Vergebung der fünden ha-schen /und auch zuvor den glauben/undnicht erst aus dc»N lIachtmahl hole,»mit dem verzweifelten Antichristo (m)Viel Lehrer und Audorcr behrlftcu sichmit der imputativa justitia , LHrist»Io!lfür sie leiden / sterben und begrabense^n/ sie wolle,» sich seiner trösten / erhabe für sie g»rt gethan / sie wollennicht geme Osumbnstcn seyn / denn eskostet den alte,» schalck und balg / siemüssen durch wesendliche einwohnuirgIEsi» Christi/den alten »»»enschenrnihnen todten / und gar nicht regrerenlassen- - - - Darum gefällt ihrre»» bessernackct rrnd bloß über tisthe zrr siycn /Und essen von» Himmel - brodt/als daßsie selten Christum das neue hochzeitli-che kleid wesendlich neu arrzieheN / sieberühmen sich CHrisii seines todcs/Verdienstes / «nd wolle»» in» glauben'oder in der liebe nicht wa»rde!n/ bleuben ohne glaube»» / ohne liebe / undgehen täglich zur N7efte / ?ui

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