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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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bisset seculi,unb Valentine» VVd

Es 'mdc ' kicken ZM beicht / zum Gacrament/l.xxxvtti. sprechen/wer solches offrund viel thut/der wird stüH werden ; qub fepius.eomelius . je öftrer je besser / als hätteChristus besohlen I man soste es osscthun/ offt zur beichte gehen / osscezumSacrament gehen / quotiescunque stllseipe heißen / also sitzen sie über tische/haben keid hochzeitlich kleit an. (n)

(i) Postill. P. III. pag. 9j. (kj Ibid. Pi II. pag.ii*,(*! Ib.P.I. p.171. 172. (m)P.H.p , 3$, (njlb.p. 369 .

=CÜO.

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Doa derdeicht.Derendrauch.

3r. Von dem rechten brauch d'r abkolu-eion jage er: So ein Apostel oder Predi-ger soll absolvimt und lösen / so muß erzuvorglaubigßytt/ßnßgeschiehet keineabfolution noch lösung/ G G ££ im Him-mel vergiebt keinem seine fünde / dernicht aufs erden seinen nächften hätte/Und mif> vergeben- (o) Von dem mißbrauch undbrauch- verkehrtem verftand des beichtens aber

ist keine Vergebung bey ihm / und daßJ-st^ne.*vu , öcts Sacrament der menschen müsisen glauben/das Sacrament hat keinenglauben/ darssauch nicht glauben / es istein menschen-gedichr auft Mönchischeund Paprstijche weise / und ist eben das-jenige pabstthum/zur beichte gehen/dieVergebung der fünden bey dem Priesterholen/und die stligkeie aus den Sacra-menten wollen verdienen. Also wirdChristus verloren / man hasstet an derohren-berckte/an dem abfiolviren/ an demSacramenriren/machet ern anders dar-aus/denn es Christus gemacht hatt e/esist nicht VXeu.' Testamcnrisch mit denneuen bey dem Priester und Gpsserblei-ben /das ist beichten/ absblviren/Sacra-menr nehmen zur Vergebung der fünden/gleich als hätten die gläubigen nicht ver- Verwerf,gebuug der fünden / als allein durchs jung drj.deichten/durchs absolvire». (r) 3n diesem selbe»,repee wird bestätiget / daß allein derglaube an IEsmn CHrrstum gerecht

antwortet er auft die frage: was thut! «>^3;.stw? " w

hAr -> »md selig mache/und ,onst Nichts ausser.

denn der pfafte aussdem betchtstuhl tantwort: GOTT darss Leines Statt-halters / daß er soll an Christi stakt diefünde vergeben/ so haben wir auch demPfaffen nicht gesimdiger / sondern un-serm nächsten / dem sollen wir beken-' - Nen/uNdfürandere beken/daß wir gesund

Db sie an werden. So Viel mag der beicht-vater/ die Predi. gelten/als ein Pedell / Gtadtknechtsein.-;er allein Bürgermeister in der Stadt entliefst ei-. . zedundc». ncm Würger alle jchuld/und schickte ver-wegen den Schergen hin/ ließ dem Bür-ger ankündigen/es solle ihm erlassen seynalte seine schuld; was du dich aber desPfaffen tröstest / das kanstu dich eines

liches/ es heisse wie es wolle / und daßverworften wird die ohrcn- beichte alsein stück wider das lieue Testament/wehe den Anfängern rrnd bestäcigernsolches beichtens und ablolvirens / stewerben beyde geworffen in den feu-rigen pfuhl / der mit jchweffel bren-net / rm glauben stehet die absolution,die Vergebung der fünden/ und nichtbeym Priester / der glaube tilget die fün-de aus/und nicht das beichten/noch derbrauch des Nachtmahls, ß ) Was eraber sonst insgemein von dem predigt-ambt/dessen rechter ordnung und gebrauch gehalten/findet man auch hin und wieder bey ihm ; z. e.

r v v * I s* . jui |IUUCl UIWU UUU/ l/UI Ullv ivivi/u v\\/ \\jn\ 1 y

)eden Chrrjeen tivffe«/ jy dem nacpdar/ \yttiti er schreibet ; 3$$?' XX. wird ernge-Vovde-bruder zu dir kommt iu deiner anfech- .> sey^tdas niündliche predigt -ambk/wel- wahreneung der s linden / spricht zu dik: Sey ge- ! ^ e& begrcissc den dienst des Geistes undtröst liebet bruder / du darffst in Umen öee h^ftabens. Die Diener deß Gei- E«fünden nicht verzagen, Christus ist deine ft^s/als gesandt von GOTT/Haben vol-

le gewaltdie warheitzu predigen/ brimReit mit sich das warzeichen den Heili-gen Geist/ haben auch mitzutheilen denHeiligen Geist den Gläubigen / durch

gerechtigkelt/ich sage dir im namen Chri-sti / daß dir alle deine jündeaus gnadenvergeben find/denn GG kt würckee durchdeinen nächsten eben so wol als durch

den Priester. (p) Du KastGDTT hoch j Auflegung der Hände / haben auch zuzudancken/ daß du erlöset bist aus dem j ^^^n was sie gesehen und gehöret ha-verdrießiichen loch des beichtens vor den ^ ^ *

menschen/daß du in derH.kirche bleibest/

1 behaltest die Vergebung der fünde ohneeines andern maul und Hände. --- 3d?habe den Beicht-Vacer bey mir/der istGOTT / und darff keinem menschenbeichten. Bonum est confiteri Domino, er-go malum est confiteri sacerdoti Humano.3ch habe fcm Absolvirer in mn/ und darfftticht durch eines andern Hand oder mau!abfirftirek werde», (g)

( 0 ) p. II. Post. pag. 3g. ( P ) Tt>id pag.3^4 ('s)Gespräch vom LhrisientK. p- 7 °-

Mesvma 33 . Daraus mag man erkennen/ wassom auf'das für ein opffer sey/ so wir rm Neuenlern beich. Testament thun die beichte für dem prre-.kcn /com- n i mtb die abfolution von ihm nehmen/w*': 'baß a IMS di° soitöe soll »«rg°bm/ im»

den undzuzergen was sie wissen und ge-rastet haben- (*)

(t) P. II- Post. pag. 249 . (s) idi- 1 . pag. 2 } 0 . (t)Ibid. pag.

Jt-

34- Hingegen klagt und urtheilet er vonden falschen Lehrern überall und unter andernalso: Die Diener des buchstabens/ sind Von demnicht von GDtk erwehlek noch gesandt/ falichc»nur von menschen und durch menschen/ Der wettdarum bringen sie von ihren Pastoribus undaus den Synagogen nicht den Heiligen Ech-ilg».Geist / sondern einen menschen - gerst *aus bet weit / sie Sonnen auch Seinemben ^eiligen Geist geben / sie könnennicht Zeugen was sie gesehen haben.

Das ist / chr zeugnüß und rede gehtaus einem leeren gründe/ sic diewarheit weder gesthm noch gehorek/und