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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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Von denen so genannten Enthusiasten dieses Scci

gmt'MDc.VüOvDcrttViavc, Nur eme probe von solchen.'5 ^xxvm.wieoerlegungcn zu geben/so findet sich indesT Exempel gedachten Schelhammers buch eine Vorre-'/und pro, de des Hamburgifchen Alinisterü, in webbco davon eher von Weigelio geklagct wird/ daß durcho SS öer Satan die Warheic GöttlrchesN buch/ bestntten/undvielmderKirchen

- < ^ iSOeees veroamte greucl außgespeyet habe.

'r, Was aber dieses vor Wort und Kirche GO^-

% tes sty/ erklären sie weirläufftig/wenn sie sich

' / «uff lauter unter der Verderbren Kirche und im

^ Pabsihum selbst gehaltene Concil« beruffen.

Als von den hohen schulen und sprachen / undderselben Verkleinerung habe das concilium

/ > Tateranense Anno 121 s.gcschlossen/ V 0 N dein

'Anabaptismo das Constanti nopolitanum V,im 6 ten leculo,von der Obrigkeit das Tole-ni tanum V. und so weiter, (g) Die Leipziger

>/ Theologi rühmen Schelliammeü wiedttle-

! V:' gang / daß sie mit reche Lucherkjchem

. Geist aussgesetzetsty/ rmd ein reche Cor-

D pu 5 Dostrina:, da-S a-lle lesen sölkett. (e)

vnd dessen Wie sich aberdieser Geist erwiesen/ ist im sel-

- T ihbcrln bigen gantzen buche mit betrübniß zu sehen /

'' brmf*' Elches volleruntheologischerspott-redm undss unnützen faulen worte ist. Z.E. Es stehet von

sss Weigels Schriffken r Wie dnncker euch

s.7, um den edlen mause-pstster i lauster

D.,' alle herzu und kaussev ! Item : Der

hrmmcl-bhme Hrophcv Haie sich für' s einen ldene,p jachre/sachre ins ddrst?

s'' die bauren mcrckens ! («) Er nennetiVeigelium einen stlbstAemachden/ sckbst-§ervachjcnen / felbstberuHnen/ stlbst-herAevrdlleken GemstnsteiZer. Den E*ciirorrmseiner Postill Heiligen Gancr Ulevon Schleuchershaustir / einen Sper-ber und blauen psingst-vdgel / die an-dern ungeheure Olarren und Schwär-mer/ Hohe Super - propheter» / Sper-ber und Üle--Schulen/ blinde Ulen/unddergleichen / und von der Aufferstehungbraucht er diese wiederlegungs-art: Wowill ille Wölsttzens alter irrdstcherleib bleibend fön ihn «>5» Trustel ho-lend (r) und was vergleichen liederlichedinge mehr seyn. Was auch dergleichen Eyf-fcrer in der that mit solchen leuren angefan-gen / und wie sie sie durch des henckers Handwiederlrger haben wurden - siehet man unterandern auch aus diesen exprdhonm, wennsie drohen / es fölke den Weigelia-ncrndurch Vostor Spiest und Hans Pfrie-men noch bey sönnen-schein zu haustcteleucheet werden, (u) Wie denn auchüngeacht der deutlichen erklarung Weigelüvon der Obrigkeit und derselben gehorsamman ihn dennoch mir den Munycrischenund Mnnsterischen 2iuffrührern vergli-chen/und dadurch denen gewaltigenverdach-

--c rrg und abscheulich machen wollen.OO

V (q) Prafat. p. c.3.seqq. (r) Ibidip.b.i. ( 5 ) Wtr-

. derleg.p.rro.s- ,8» (t) ibid.p.if0.267.*ßs.

272 - 278. 509. 59Ö. (uj fb. p.aSi. (x) Ibid.

" in Append. p.f 97 -seqq.&al.

:J . rir Wen so. Nachdem aber Weigern namc sonder-i grlianer lich deßwegen infam und verhastwoiDen/weilwrrd vic- man ihn beschuldiget / daß er alle Orvnun--- ' ^ Ji"' am und Stande / sonderlich aber das Pre- ^

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malö die Orthodoxi urit demselben so Jral worden / daß sie ein ander selbsicn vunb Üßs.- bodiesen «amen am nachdrücklichsten verdächtig LÄr - ViHund herunter zu machen verineynet. Inson-derheit hat sich von selbigen jahrm her keinerm,t emiger kraffr des Heil. Geists/ oder nurmit einem ernst der gottseligkeic blicken las-sen dursten / der nicht alsbald ein Weigclia.ner heisten muffen. Die klage Gerhardi, ttl * ^der doch wider Weigelium selber geschrieben/ Kardo.haben wir oben aus seinen Versen selbst gese-hen. s Cap.V. §. 10.) Der bekante D. Jo-hann Valentinus Andre* klaget dißfalls/vaßNicht allein der Sel. Arnd ein Weigelianer A^.g tgeheissen worden / davon oben außführlich ^zu lesen ist/ sondern dost auch der Gakaualle dr'ejenlgeu mit solcher infamer bee m sln6c ,Nennung besudeln wolle / welche in rcn recht,der Gorrseligkeik und Kirchen-zuchd schaffcncneinen ernst erwiesen / so / daß es fast Mauaem-niches mehr helffen wolle / man rnögcseine unschuldundorrhodoxie auch nochso klarlich beweisen können, (y) Wei-cht thorheir und gottlosigkeitdenn auch nachder zeit biß hieher von den muthwilligen ka-tzermachern durchgehenvs verübet worden/und mcistentheilö mir handgreifflichen lügenund absurd,ta-ten verknüpffer gewesen/ wiees die Streit-und Katzer-Bücher/sonderlichwider die so genannten Enthusiasten auswei-sen. Nur ein epempel zu gcvencken/ so hatein neuer/ aber recht abgeschmackter/uNd auchvon allen ausserlichen lubiidüs mrblöster ka-tzer-macher des Thom-e \ Kempis von allenredlichen Theologen gepriesenes büchlein von pi5 eil»der Nachfolge CHRisli/ (üngeacht es überWeige,100.jähre vor Weigdio bekannt gewesen )bauer.nun erst vor Weigelianisch anschreiben wol-"len/ und befohlen/es solte nur von Gelehr-^°ten/nicht aber von gemeinen lemm gelesen"werden/ weil eine schlänge darunter verbor-gen ware/rc. (2) Welchem elenden Respon-so aber wol noch niemand gehorchet hat / zu-mal es von keiner Oniversuar gekommen/wie-wol er mit diesen in einerley stricken des lügen-geistes stehet.

(y) In Oratione Itiaüpür. Tubinga: babiti p. 86.

( 7 .J Paulus StockmaUnusin Harcsibus suis p-45 J -

51. Indessen drunge freylich die noth die gg^g^ istPrediger dazu / daß sie sich nur ernst den Wei- w semcmgeliancrn wiedersetzren. Dennobwol AUge-lcbe nichtIiu 5 selbstm/welchcrnoÄimvorigen seculoge-bckant _

lebet/und auch gestorben/ ihm keinen anhanggemacher/nochmit gründ einerScctirerey oder> Auffwiegelung beschuldiget werden kan/ son-! dem leine meynungen in der stille behalten/auch nicht durch schrifftrn selbst außgestreuet;so haben doch vicle/so bald nur dessen schrlfftmnach seinem tod bekant word en/demseiben ftey-tmch dmwillig beygefallcn/vermuthlich/theils ausein-todadersicht in die Göttliche Geheimnisse/ theils aus dclio mehrÜberdruß der ClericalischenHerrschsucht/mm-schen-sabungen/und andern unchristlichendin-gh Daher findet man bald um selbige jahre/da

seine schrifften berauß kamen /so viel klagen der Klagen ir>Theologdso wol unter Lutheranern alsRefor- der seinemirtm/daß Weigeliuzsoviele verfuhret/un sei-nEol,ne Teutsche Bücher weit und breit.yonvielen^^qelesenworden. sa) Er hatte nicht wemg gon-" meage.ner und lobspwcher gefunden/ aiso daß auch"

sie an