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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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?Mt. Buch xvii. Cup. xnx.

unter bett Zelehrtei. enfettZen weite/LÜL5»einerselchen^t/ dejeber-tnm 4!iff was neuee sieht : sind ernfoauffen sefenfften pro und contra davonanssgeflogen / und ich habe nicht oh-ne Vergnügung zugesehen/ wie gleich-kam innner neue persone»» darbey auffsIbe-irrum gekommen. Er setzet auch da-bey die ursach/waräm er solche schrifften nichtcontinuieet habe ; well das gantze Thea-rrum mit allerhand gczancke über Mei-nungen angefüllet wird/ und siereiftmit verdacht / muthmaftlmg/ scheltenund Ichmähen fechten/ habe ich michentzogen/damic ich mich nicht unvor-sichtig in gefahrfturtzre. (k)

(h) Cap. XII. p.zo. Zi. i i > Auü.ir der wvlvcr»meyvtcn vefcollol, der«, Teutschen Gcjcll»schafft, p. A;> ( k ) In Akthca Exulc.

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.©einurt 4. Anderswo giebt er nicht undeutlich zutheil voll vcrstehen/was er von denen halte/die sich beyrenevpu. $> er Jratcrnitctt cuiff diese schrifften angege-se!!riffm,/ben. Die wunderbahreBrüderlchaffc/" schreibet er/ welche jcrznnd durch garrtzLuropa Lomodien spielt / kam neulichauch wider l.ibavii (eines groffen feindcsder Rosen-Creutzer) willen nach Frey-ftadk / und erregte durch ihren Troni-peken-schall allerhand Zuschauer. Erst«llb derskl» waren etliche Fromme darunter / wei-ten man, che die rrrthümer der menschlichen fa-cherlep ar-hel wol kanten/und derselben überdrüsi* sn * sig waren/dahero hierinnen eine linde-rung suchten.^ Hernach gab c& etlicheliederlichegesellcn / die entweder ihrewissenschasst Oder ihr gcld verlohrenhatten/ und es hier wieder ZU kriege»»meinten: Dann liessen sich die unglü ck-lichen Alchymisten etwas gutes träu-men/die sich sönsten lahm und blmd 1a-borlrt harren. Auch mcyntcn die Poda-

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keine Brüderschafft Mehr warten^,die Comodie ist nm» gespielt / dscta'-NAma hat sie aussgerrchter / und auch^^uiwieder eingeriffem Die Fama soette1 / 4 / setzt sage sie VXciih ©0 viel euerentweder curieux oder auch faul sind/ihr Zuschauer alle mit einander/ klat-schet nun mit der» Händen / und bezeu-get damit euer Wohlgefallen. Obsti-natus saget darauff : Die Lama ist-mmfort / was »rächen wir nun i Rkspi-Iccnr antwortet: was anders als daßwir hinfüro klüger seyn / so viel unserblsshero narren gewesen sind. Obstina-tus : Gölten denn viel scheinbareworte nichts seyn i Res. So sagt diebama. Obst. Soltediese die andächti-ge und bescheidene Leute betrogen ha-ben s 1 solten so viel zeichen und glaub-würdige Vertheidiger falsch reden iSind denn so viel nasenwcise leute be-trogcir worden i Res. So sagt die ta-ma. Worauss er sein Judicium von denendarüber herauß gekommenen schrifften setzet/welches wir auch im letzten num. vernehmenwollen.

grici und andere mit desperatem kranckHeiken behafftete hiebcy chre zeit undschmerrzen zu vertreibe,». Endlich wa-renauch viel betrüger / die mit aller-hand erdichteten »ätzeln u»»d vorgege-benen geheimnissen grosse Herren be-schwatzen/und das Aurum potabile ma-chen wollen. ( 1 ), Mit welcher besthrei-bung er denn diejenigen beschamet/welcheihrethorheit bey dieser comodie mit der b ratemitarverrathen gehabt. Endlich ist er noch vieldeutlicher heraußgegangen/und hat das finalvon der Lomödieselbergemachct/auch gewis-se usus und lehren aus dieser action der weitvorgeleget/wenn er schon Anno 16,9. ein buchheraußgegebenunterdemtitel derBabylo-

Seillt letz, »»lsche ThurN/odtr Turris Labei & Judicio-

Lcabdall' rumde fraternitate Rosea; Crucis chaos. Hitr-

Sartm führet er z.Peisonm redend ein/derenna-Mensindtama,ObstinatusunRestpisccns.(m)Die Fama spricht: Man hat der Leutelang gnug gespottet/ wir wolle»» ,»undie bestrickten befreyen/ die zweiffel-. hassten bcstärckcn / die gefallenennuffrichten / dic verkehrten Z» rechtbringen / die krancfen heile,». Wolan

(I) Manipulo VI. n.j}.XXV, p 69 .

p. 190 . (m) Cay.

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renseus Agnoftus , (in heimlicher fund derRoscn-Ereutzer hat den Y'alentinum Andrea»

.. Ä .... ,/ - an galgm und rad gebracht hatten / wenn

ihr sterblichen / chr durjst aufs sle nur macht gehabt. Einer von ihnen mach-te kitz

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s. Aus diesen seinen eigenen Worten iflälntaa*;um wenigsten gewiß / daß er um den m-mucku».sprung dieses gedichts genau gewust.sinnreicher kopff aber und die liebe zurwah-^/^renweißheir auch zur allgemeinen besseruMimii.in der Christenheit lasset uns nicht zweiffeln/tzeMiidaß er der Auüor selbst en von der sacht ge-WMwesen. Dahero so gar auch damals einigedie Roftn-Creutzerischeii schrifften seinemMenippo und andern Satyrischcn Schriff-ten verglichen / und selbiges aus der gleich-heit des styli und des genü insgemein ohnzweiffel geschlossen haben. Der verkapte 1 -

gleichfalls verrathen / daß er seinen Turbo'nem uncer dem namcn Andre« de Valenliageschrieben/ und daß er ein stipendiarius zuTübingen gewesen, (n) Womit er ihn dennvermuthlich in diesen streit mit namcn ein-ffechrcn wollen / davor sich aber jener weiß-lich gehütet gehabt. Aus diesen umbstan-mid tmlden ist zuförderst zuschLN / wie übel undvorsichtig so viele Orthodoxi ihren Religions-^ nEyfferangewandt/ dasie wieder einLns und blosses gedichte eines LutherischenTheologi selbst so heffrig gestritten haben.Welches über diß desto unglücklicher zugc-irie«gangen? je klärer wir bald sehen werden/ daßdie wichtigsten anklagen / welche siewiverdie^Roscn-Ereutzer vorgebracht/nicht Viese/son-^M/dem vielmehr ihre feinde die Orthodoxenselbst betroffen / als welche unter dem namcnder Roscn-Creutzcr/undzu derselben rum diegefährlichsten und anzüglichsten fachen in dieweit geschrieben. Es war aber der Eiffcr vie-BlM-lcr Orthodoxorum so groß / daß sie licbttMdie vermeyncen Roscn-Ereutzer auffeinmhl ^

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