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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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Th. II. B. XVII. C. XIX.

^^Undbievon sindauchnochsoviel dermalem

i,,? Li dc schlimen vorhanden/ da diese lente ausdrucke

LXXXVM.^^ incarnat j diaboli genennrr werden /irem.

eine Basiliscken-bruk/ welche um derPrtdi- ger vornehme Motore; und kromntorcr her-

um schlichen; daß diese sich alsoschadens vonihnen befürchtet haben, (k) i tem, man hat siegenennet 6o> jährige junge und neugebrütete-.Brür-brüederlein/dünnharige und dickkopfssgeAclelxhos.vom Himmel gefallene Prophe-ten/ncügebackene Rosenkuchen/ Creutzesel/

Creutzvögel / oßbuben/ Eselsbrüdcr / Gal- genbrüder / rc. liebhaber der Creutzrotzerey/ inurilia pondera terra: , Splittersichtige/

Creutztrische Roßbrüder / Creutzlose vmä-rher/die sich selbst zu Predigern auffwurffen / und die Theo logos und Predigerverachteren.(l) In sumnia.es wurde auch Hiebey vieler ver-meynren Theologen biindheit und ungöttli-ches wesen offenbar / welches der vornehmsteAuctor von dersache O. ^iicireX .unter den nu-tzenmit rechnete/der davon noch hergekommenwäre. Wirwollenscinschon/rnno >6i9.pu-

blicirres bedcncken von der gantzen sachezumbeschluß hier anhören/welches/wo es die an-dem vor ihrenunverstandigen urtheilenrtifflichbedacht hätttn/möchten sie wol mit den ihri-gen zu Hause blieben seyn/ daran sie aber ihr blin-der eiffer und gewöhnliche lust zum katzerma-chen verhindert.

(i) Coüotjuium Rhodostaur. Appcnd. p. F. 4 (k)GrikßMtMll l.c. p,i6. 4 *. so- (0 Vid.Hi.saias sub Cruce Mirae. Artis p, 11 , 60 . 67 . 68 .Gilbertus I. c. p. 61 . 9 s. 108 . nj. 124 . &c.

Grießmann getreuer Eckhard p.>r;.

v Anke* 36. Die Worte lauten also: Man mußlctztksur,wolund genau dieschrifftenderRosencreutzerL'l.undunterscheidm: denn etliche sind offenbar iie-zoaene^ ^ --derlich/ etliche verwirret/ etliche leichtfertigü/ur pra.und listig gesetzet/etliche aber auch gottselig» und weißlich. In allen findet man noch et- was/einige zeigen die summe von der fache/andere sind offenbarstes falsch und beträge-risch. Wer dieses alles contunclirt odervoreinerley halt/der wird gantz gewiß betrogen: denn auff solcheart würde CHristusverworf-fen/ die weit gebilliget/ die eitelkeit gelobet/».die betrügerey -ettimiret/ und diewarheitverachtet.^ Wie ich nun diegesellschafft derFraternität selber fahren lasse/ so werde ichdoch nimmer die wahre Christliche bräder-schaffrverlassen/welche unter dem creutznach rostn riechet/ und sich von der welt befleckun-,-gen/verwirrungen/thorheitenundeitelkeitengantz entfernet/sondern ich wolle sie gern mit»allen frommen /auffrichtigen/ und verständi-gen antreten.-Lasset uns nun unter

aussthutten/undmhoffnung/daßsienichtge-«^^/

straffet werden/herum wüten. s. Uberdie-b'k«°cgefahr des müßiggangs/dabey das 3cmuth LXXXVJl1 -allerhand thorhciten und fabeln vornimmt /«und von der wahren Pflicht des menschen ab-"gezogen wird. 6. Die inventiones der ar-"muth / dadurch sie den Hunger und schmachtentgehen will / und keine gefahr scheuet. 7.«

Den unzeitigen eiffer ihrer vieler/und dienn-»besonnene pralcreyderer/welche auch dienn-»

bekantestendingezuverurtheilen pflegen/und"

sich damit xrottituiren, 8. Die unbestan-»digkeit der leute/ die so leicht/was gewöhnlich »ist/ verwerffen/ und davor was neues sich ge-»fallen lassen/ es mag auch noch so monströs«seyn. 9. Den Wachsthum der geringsten»

Worte und fachen / da aus einem funcken ein«feuer werden kan. 10. Dieungleichheirun-»serer urtheile auch unter denen/ welche unter»einerreligionundstepubli^ue,ja unter einer-»

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ley regeln gantz einig zu seyn scheinen. 11.«Das elend der kunste undwiffenschassenbey»denen / die dasgemeinevolckvor diegrössesten»Weisen hält. ir. Den ungrund vielen re-«-

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von.

CHristoleben/derunszurgnügevorgeschrie-»ben hat/was ihm gefalle/und unserer seelendiene. Unterdessen verwundern wir uns 1.uba 1 die schwachheit des menschlichen ge-müths/ daß es sich unzehliger dinge unter- windet: 2. Über das verborgene widerstre-den der menschen / das sich unter dem deckelder beruhigung verstecket/ naget/ und aller-»hand ausgänge suchet. 3. Die Verwegen-heit der ncugierigkeit / welche sich zu allen auch»unbekantendingenanbietet/wennnureinlob dazu kömmt. 4. Über die unverschämten8cribenren/die unter verstellten Namen alles

Formationen/ die mehr IN Worten als wercken«bestehen. 13. Den streit der warheit mit«der blossen opinion.und ihre leiden unterder«curiosttär / ihren sieg aber unrer der einfalt.»14. Die schlüpffrigkeit des vertrauens/und''den schlechten gründ der grossen dinge inixr«welt. 15. Die funcken der redligkeit und»frömmigkeit bey vielen/welche unter den ge-»meinen gewohnheiten gleichsam begrabenund bedecket liegen. 16. Die wunden der"menschlichen gesellschafft/die mehr in der ein-«bildung/qlö in der Nothwendigkeit bestehen.»17. Die paradoxen dinge des Reichs CHri-»sti/welche den fachen und gebräuchenderwelt«gerade entgegen stehen. Dieses und derglei-»chenhat man observiren können /indemdiese«comödiegespielerwird. Es mögen nun noch»Rosencreutzbrüder seyn oder nicht/ (wiewolich mehr halre/daß keine seyn/) so will ich zu-«sehen / daß ich nur ein bruder CHristi / und ab«ler wahren Christen sey. Ich will CHristi »religion behalten/CHristi policey verehren/«Christliche wcißheit lieben/solche sittenallcine»erwehlen/undCHristirosengeniessen. Ich«will das creutz der Christen tragen/ihrenor-«den beschirmen/ihrer zuchtfolgen. Ich will»leben und sterben als ein Christ, (m)

sm) lurnsLabc! tivc^udiciolunidc blalcrvirarrRo-täccsc Crucis Chaos num. 2j. p. 69. scqq.

Das XIX- Kapitel.

Von Jacob Böhme ».

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Ieses Mannes Historie und fache ist ins-

gemein in diesen letzten jähren mchralö^^alkandere/obwolnoch nicht völligun-^Mterfuchet worden. Hier wollen wir uns instbanteyii-

bige streitigkeiten gar nicht einlassen / sondern ch».bey einer unpartheyischen erzehlung dermerck-wördigstenumstände beruhen/jedoch baßwe-^''der der Göttlichen noch auch historischen war-heir dabey etwas vergeben werde. Denn daß sucht «ooman sich hier oder sonstcn derjenigen groben gc»schmahsucht/ oder gar lasterungen/rheilhafftlg «um.

machen