Von Jacob Böhmen.
%
K
''■*•{'flti;
IV.
3 d
:c-j
«!
'te
M;
'»fei
~k
t..
flft:
-■j u .
äu
,1|£
:C*
:ii>'
na
j W
r-‘X
U#'
1 '’s] v
e&
:'lJ :l--'
Ö“'
vi “ 1
<-
Die 7. geister Gottes seynd alle zusammenLMxvul. Sovtder Vater/ denn es ist kern gerft aus-ser den andern/ sondern siegebühren allesieben einer den andern/ so einer nicht wä-re / so wäre der andere auch nicht. Daslicht aber ist eine andere pcrson / dann eswird aus den sieben geistern rmer geboh-ren/ un die 7. geister steigen immer in demlicht aufstund die kräffredieser7.geistergehen immer imglantzedeslichtsausrnden siebenden narur-getst / und formenund bilden alles in dem siebenden geiste/und dieser außgang im lichte ist der Heil.und (Seift, so) Eben so deutlich wird auch Böh-tzott. lehre von den zweyen Principien / nemiich
GOttes liebe und zorn / Item vom lichr undfinsiernis erkläret/ davon er im 4tm Capitel desMysterii Magni weitlaufftig geschriebrn.Dennzusörderst beweiset man aus seinem öffrern kla-ren bekäntnis / daß er GOtt Nimmermehr alseine Ursache der fünden oder Ursprung des bösenangesehen oder angegeben habe / da er vielmehrwider solche gottlose meynung ernstlich gestrit-ten.
(n) Vid. Jo, Matthaei l.c.p. 144. antwort ayff40.fragen num.v.p.ri, (o) Aurer. cap, XI, §.20.pag. ioi.
Vogber 29 ■ Also hat er zum exemp. geschrieben:Weil
Ursache dann GOtt allerne gurrst/ wovon komt-eöbösen. das bösi? Diewer! er allein daslebenundlicht ist/ und die heil. krasse / wie es da-munwiederjprechlich wahr ist: wovonkomt denn der zorn GOttes / der Teufst!und stin Wille / so wol das höllische stuerwovon urständek sichs. Dieweil vor denZeiten der wele nichts war als alleinGOtt/und der war und ist ein geist/ undbleibet in ewigkeit: wovon ist dann dieerste materie der bsßheit worden ? Dennes muß )(t ein Wille tm geist Gottes gewe-sen styndenzortt-quellzu gebühren/ alsorichtet die vernunsst ! VXun saget aberdie Schrifft/ dcr Teussel siy ein heiligerenge! gewesen/ und ferner: Du bist nichtein GOtt/ der dasböfewill/undEzech.XXXIV, So wahr ich lebe/ ich will nichtden rod des fünders. Welches Gottesernste straffe beym Teussel und allen fün-dern ausweist / daß er ihn nicht wrU.—Tlun tanftu hier nicht weieeretwas auss-bringen/ daß GOttgebrauchet hätte st-gends eine materie/daraus er denTeuffelhat geschaffen/fönst würde sich der Teuffei rechtfertigen/ GGtt hatte ihn böse o-der aus döstr materie gemacht, (p) Wannnun Böhme anderswo saget / manmussibeydcr frage vom Ursprung des bösen biß m die tief-fe der Gottheit forschen/so meinet er, nach dererinnerung seiner hierin geubtenaußleger/ manmüsse so weit nachspühren/ daß manGOtt alsdas gute gegen das böse halte / alsdannwerdeman des bösen Ursprung in der gefallenen cl eaturfinden rc. Es ftp aber in dem unergründlichen
abgrundliebeufizorn/gnadeungerichte/barm-hertzigkeitunsirengigkeitwunderbarltch-mpll-
ciret/daßsich hernachnurin dencreaturen schei-de und äussere. In verewigen offenbahrungGottes aber sey nichts andersals statsftueren-
de liebe/wonne/undfreude. (q)
Cp/ ^30JJ3. Princip. cap.IV. § 33.H.J7-p- 36 . Conf. 34rMDÖiur.C.XIlI. i49-p.l43-C.XVj. K 87 .S 8 . pag,ao 3 . tnfMDC(<]) Mauh, l.c.p.io», XL. fragen n.lV.p. 18 , IXXAvai.
. ^0' Was Böhme hin und wieder von der Von dcrYlmmMchm toxbia oder weißheit GOttes ae.d"nmlseschrieben/ ist zwar auch vielenbedenckiichundungat!mt coi' S stommen/ von andern aber gar Öifvel nehmlich gemachct worden. Denn sie mrr- Gottes,«en aus der Harmonie seiner schriffrcn an/ daß erdurch die sophiam das Göttliche wesi,; vcr- Was siestehe/ wieessich in Christo bey desseneinigung mit den gläubigen und indembüde GOttes in ihnen osserckahre. Es seyGOttes weißheit und liebe in der sielen/das himmlische bild Christi/ dadurch dasbild GOttes in der sielen mit würchungdes Heiligen Geistes wieder aussgerich-tet und lebendig gemachet werde Da he,ro drefts von Bohmen bald die hrmmliichejungfrau / bald das Göttliche keuschebüdder Gottl. Wesenheit/ bald der Göttl- we- Ob essendlichespiegel der Göttl. Weisheit/ djpLbnsii^männliche jungfrau Gottes gcnennct wer-' -
de. Wie sie denn Salomo in Sprichw. Vin.das buch der Weißh. Vil.x.Xl.Scc. Sirach1. XXXiX. Li. außführlich beschrieben/ welcheauch nach der Patrum unD Theologen mijjle#gungan stchselbstChrisiussey/ nur daß sie baldUnter diesem/bald unter jenem bilde vorgestelletwerde, (r) Wie aber Christus oder die wciß-hcit und liebe Gottes bey den menschen anklops-Von der-se/beydengehorsammeiNgehe/ und seine liebeoffenbare/ hat Böhme in dem büchlein von der
busseunddenangehengtenglbttrkn/unteldeMvesE.
bild der geistlichen Vermählung zwischen braA lung . vund bräutigam beschrieben / wieauchan vietenändemortenmchr- («) WcilaberdergleichenkrafftJEsu Christi dieSchul.Gbeologen we-der erkant/ noch erfahren gehabt / ist ihnen die-ses alles fremde und verwrrfflich sorge kommen/nachdem doch Gott die Weisheit dieser well zurthorheit machet / seine tborheit aber weiser denndie menschen in seinen gläubigen beweiset.
tt) Vid. krminiusi. c. Cap.XliX.p. 44. (s) Vld.vclMyster.Magn.Cap.LVII.cotö.CapXII. §. j.seqq.
Cap. XXV. K. 14 . seqq. Epist. XXIIX.XLVi.LVl.von dcr wiedcrgcb. Cap.IV. §.iz./eqq.vondcrgnadm'wchl- Lap. III. §.r. 1 . seqq. Cap, VII. §.
33 . seqq.
, 31. Die fache »on den dreyen Principien istausseinem grossen buch/ welches er davon hin,terlassen/ außführlich zu erkennen/undlassct sichhierbey so engemraumnitaußführen/ zumahldurch die kürtze besorglichnurmchrdunckelheitund zweiffei dem leftr übe> lassen werden möchte.
Im Punct von der Schöpffung ist sonderlich Don derviclftagens geweftn/obundwieftmedicciea- «chöpf.rurenaus GOlt erschaffen seyn. Massngarviele Böhmen schuld geben wollen^ als wenn er a u eGOtt zur materie allcrcreaturen und dinge in ci-ca<urcndcr gantzen Welt machen wollen: Dagegen a- aus Gokkder weitlaufftig und ingantzenPrastatenauß- M"-geführetworden / daß solches so wenig aussci-nen Worten folge / als aus den Worten derSchrifft/wenn sie saget/ daß alle dinge ausGOtt oderaus Govees unsichtbarem we-
singesiHassensiyu/Rom . XI. 36. .pebr.XI.
3. zusammen gehalten mit Rom I- 20, jtem.
9 Pppp s daß