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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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TH.U.B. xvii. C-XlX.

^rMDc., r Q ja cr , n (^oft blind: begehret er aber G-OttSvuimit ernst / so wird er in seinem begehren mitGottcswescn geschwängert / und wird ihmGottes weftn zum cigcnthum gegeben / darin»..nenber Geist G-Oktcs regieret / und er wird»Gottes kmd/ als der zweig am bäum. ( c )Und aus diesem gründe oer wahren crleuchrungund krafftdes H.Geistes/ wie sie nemlichnichtin der blossen Historie oder ausser!, wissenschafftbestehe/ hak cr ferner von der allgemeinen krafftdesselben auch unter den Heydcn dieses geschric-Tllgemei- den: wirst dir (Jude / Türcke und Hcyde^ inve kl afft dem gesetz der natitr heilig und wohl infeffitlotn. ötcrcr weit gelebet haben / und wirst denhellen blitz/der da ist der Sohn GQttes/der dich lehret das gesty der naeur in dei-nen 7. Quell- geistern nicht verlesthethaden durch grimme erhebung/ welcheläuft wider die Wissenschaft der natur/so wirst du mit allen Christen'in ewigerfreud leben, (cl) lrem: Das säget der Ferst/viel Heyden. die berLhristen Wissenschaftnicht haben/und streiten aber wieder dengrimm / werden dir das Himmelreich zu-vor besinen/wer wrl sie richten/ wenn ihrHertz in Gort inqualiret ? ob sie den gleichnicht kennen/und arbeiten doch in seinemgerst in gerechtigkeit rrnd reinigkeit ihreshertzens in rechter lrebe Fegen einander/die bezeugen ja / dasi dasGesttzGVtkesin ihren hertzcnsey. Rom.n. (e) Daherabtt'diesisn-chtvon dem blossen natürlichen er»kantmß verstanden habe/siehet man aus seinenDen der andern Worten/da er saget: Die weisen Hey-H/vdeu den sind in ihrer Philosophia und erkänt-vnd Mb "lsibisssürGottes antlitz kommen / undlvfopdie.' h<rbett denselben doch Weder sehen noch' erkennen können. 2 Usö gar ist der meNschrm rodc erstorben. (f) Dahero andere jenesmilHieron^mirrortenerläutelthabm/welchkrgelehr:l habe es werde niemand ohne Chri-sto gebokren/ so gar/ basier den saamettder wersiherr/ gerechtigkeit und andererrügenden in sich habe. (g) Und aus einemIbeologo: wenn ein Heyöe dem trieb desnarürlrchen lichts folge / so könne ihnGore noch zu einem höhern lichte aufihm allein betauteweist führen. ( h )'Und folglich hindere darandermangesderäus-strlichen Historie von Christo nicht/ weil GOttunter dem glauben einen wahren gehorsam for-dere/ Rom.lV. i8.seqq,Rom.II. 14 1 . 21 .Wiedißfalsweitlaufftigausgeführetwird. ( i )

(c)Epist. 6 u (d) Autor. Cap. XI. /.13, p 101. (e)Ibid.citanteHolzhaus. ap. Joh. Matthai 1 . c.pag,af o. (f ) Auror. c. XXII. § 29.30. p. 1 17 - (g) ExOliandro Epist, Hist. Eccl. Matth. l.c, (h) Ibid, (i)Vid. idem & omnino Idea Theologia Bohrn. n. ;i.

seqq p.ri. leqq.Conk.Bhhm vouberGnabcn«

Wahl§. 43 -seqq. p.lJO.Apol.I. Tllck §.404.seqc],Myster. M.Cap.Ll. §. 54. scqq. VoMbreysiiehkUlebenc. VI. $. 21 . seqq. C. XI. jf. Lr.

27. Dieses sind also Böhmens gründe ge-!Wesen / woraus seine übrigen lehren geflossen.!Nur die vornehmsten hievon ein wenig zuberühren / so sind dieses von der heiligenDon der Drcy-Einigkeit unter andern seine Worte: wie !Drcy-Ei' ohbemeldk / so ist das der gründ derheili-u'Sken Dreifaltigkeit in einem Göttlichen

und unzertrennlichen wefen: GDttVa-ter/Sohn/ Heiliger Geest/ von ewigkeitvon Nichts herkommend / von und aus "sich selber von ewigkeit immer erbohren/keinen ansang noch ende / söudern in sichselbst wohnend/mit nichts gefaßt / kemerraumlegkeit unterworfn / weder zielnoch orr. (k) Diese lehre treibet er sehr offte/ un * k»und beweiset wieder Turcken und Heyden/ daßGotc einen Sohn habe / nicht dasi er einander Gtdtt sey als derVater/oder ausserdemselben/ sondern er jey das hery indem Vater mallen seinen kräffeen / vonwelchem die ewige hrmmli>che sreud«aufsteige / und quelle in allen kräffrendes Vaters / i. Lor. II. 9. Der HeiligeGeist sey die dritte Person in der rrium-phirenden Heiligen Gottheit / und geh,vom Vater und Sohn aus / als der H.quellende frcudcn- quell rn dem Vater /und aller krässce lebt n und geiff. Undob wol der Sohn eine andere Person alsderVaterfey/ und der Heilige Geist vonewigkeit zu ewigkeit immer von dem Va-ter und Sohn ausgehe/ so sey doch nur emeiniger Gott. (I) Äusdicfmunddlrglc,-Vooei,chen klaren beschreibungen hat man die weni-"^gen dunckeln örter erkläret / sonderlich ctbfi5t ra Mvon den worrenausdem^iMerio>iagM(i,.s. y 'x.z 5 .)erin,irrL / daß es ein blosser Di ucffcWetsey/und an statt der Worte: GOtr sey Lrey-faltig/aber im westn/aus dcml^snuscnxtound der ältern edition in 4to corrigi i ct werdenmüsse: Wir Christen sagen: GGLC seyDreyfaltig/ aber einig im wesen. (m)

(k) Von ben«. Princip, Cap. XIV. §.«4. p.!7f.add. Cap. IV. $. J7. 6z. /I) Vid. Auror. Cap.

III. §. 14. >5 *3,24. ja. 34. Conf. Cap. VII. §.

27. 29. See. Apol.ttib Rich. p J4*. ( m )Responsa Propcmr. ad D, Hinkelm. pag, 15.

fteundl.antw p. 4 5.

28. Er redet aber auch sehr offte vo« denen7. Geistern GG ttes/ wie sie in der -Offen- 7,$«,bahrung Iohannis Cap.i.y.4. Cap.V.v. 6. ff t rti®c<«genennct werden / auch Zach. 111.9. Cap.ftiIV. 10. durch die sieben äugen / diedas gantze land durchziehen/ vorgestelletwerden. Daß aber diese nicht creaturcn/son-dern das Göttliche wesen selber seyn / beweistman aus diesen Schriffr-orlen / allwo von ih-nen gnade und friedegcwünschct / sie selbstauch mit Christo in eine ordnung und mmeu

in Thron gesetzrt werden. Dahero Böhme AM"'sie auch Gottes Quell-Geister nennet/ wcil^">'""sie die quellen oderaugen Gottes seyn / die vonihm ausgchm/und doch auch in ihm bleiben.Wobey auch aus Lla. x i. 2. von th m sieben-fachen Gerste Gottes / (der als die ga»»-tzefvlledcr Gottheit inCHristo wohne/col.11.9.) angezogen / und aus denenPatrons erläutert wird. Zu geschweigenwas aus denen alten Ebraern von denen siebenhliclclorh oder eigenschafftcn GOTTES dn-zu gethan worden / wie auch von vielen gros-sen geheimnissen der siebenden zahl aus derschlifft welches hier alles zu weitlänfftigfallt, (n) Darum ich auch nur eine ei-nige stelle aus Böhmen davon setzen wil :