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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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Th.li. Buch XVII. Cap. XX.

wtüDc. so vrclmühean rnubzustndicrc,, (gleichm MDC von euch sagen/daß lie rhun) umb Lch-

ixxxvm. re 5w wcrdcn/wMM ein jeder mensch dieGchrifft verstehen kan < Und wozu seyneure Hohe Schulen und VniverüräkeNr>dnnöchen/mnb zu lehren Prediger zuwerden rc. ein jeder Mensch dieGchrifft verstehen karr i Was ist die»rjach dann von allen euren streit/zanck und zwietracht/ciiffutiren/vcrfol-gungen / und todten ein ander/ wegender meynung der Schriffk/wenn ein je-der mensch die Gchrifft verstehen kan ? j<x) Und also erfordern sie zum verstand derSchrifft den Geist GOltes/ wenn sieschrei-den : Ein Mensch muss den Geist ken-nen / ZU dem Geist kommen / vere inigt/und in ewigkeit seyn mit demGeist/eheer den warhaften verstand derSchrissthaben kan. (y) Des Menschen lesen inder Schrifsc/in seiner eigenen Weisheitund vertrauen/ wird garuz kein gutthun/sondern vielmehr schaden.(r) Mitdem blossen buchstaben karr rnan denGeist nicht unterscheiden. Wer alleirrmit seiner rratürlichen vernunfft zurGchrifft gehet/der liesst steohne wah-ren verstand. Durch das Gesstz/Gcbok/Licht/Befehle/ Zeugnisse des HErrnist nicht allezeit das geschriebene Ge-setz oder der Buchstabe derSchrisst zuverstehen. Die Gchrifft ist nicht derunvergänglichesaame/ i.ksrr.i.rz. DieWorte des ewigen Lebeirs sind die/we l che Christus das ewige Leben selbstin der steten spricht, (a)

(t) Barclay 5 fofM) 0 rf ttnberFalten p.. (u)\Vd-iiani Ames die Sache und seines Volcks

gerechkfcrtigct cap.HI.le99 p.6.le99. (x j Ibid.c.Xll.p.17. (y ) Penington l.c. p.+S. (z) Ibid.p.49. (a) Benj. Furly Copye van eencn Brief.p.tf.17. 20,27. jij inniarg.

Ob die 22. Hieraus haben sie ferner gcfctztt: DaßGchrrfft durch die Schnffc nicht GOttesgantzer WilleffJj' geojfenbahrelwerde/well CHristus vielmehrsensapl c. demHeil.Geisi verheissc/daß er uns inallewarheit leiten solle. Gleich wie die Junger

von spricht; aber es wird nicht begrif-5ahk W^fen tn der Gchrrffv/ sondern er war un- ^begreiflich ehe dann die Schriffr war / LXXXYI ' 1,und er bleibt in ewigkeit(c) Larclsjur hatdiesen schluß hievon gemacht; Dasjenige/dessen LuÄoriratund gewisthert auffemeandern beruhet/und vondemselbenher-komt/kan kein hauptsächlicher gründund Ursprung aller warheit und erkant-nis styn. lTtun aber hat die Gchrifft ih-re gewisheit/ ansthenundwarheitvondemH .Geist/daruin ist sie nicht der vor-nehmste und hauptsächlichste gründder warheic.Und femer wil er beweisen daß"dieSchriffc nicht könneeme solche allgemeine"und vornehmste richtschnurseyn/ weitste in so«vielen fällen und sonderbahrcn umbstanden«nichtallezeitabsonderlicheregelngebe/sondem"derH.Geist dieselbe denenLhristenselbstalh"denn im hcrtzm vorlegen und sxxlicirenmüs-«se. Es sey auch von denen Lanonischen-«chern der Schriffr von anfangder kirchen biß«jetzo/ soviel streitsgewesen/da etliche daraus«verworsfcn/erliehe canoniürt worden/und in«den ersten leculir auch der andere brieff kcrriund Johannis/dcr brieffJacobi und die Os-«ftnbahrung nicht vor Apostolisch gehalten.«Jnwelchen und dergleichen zweiffel/weder«die Historie noch andere menschliche übem-«dungen/sondern allein der Geist Christi zum"wahrenunterscheid helffen müsse. (H

(b> ^ill.SmesBcschinn derWarh. cap.u»p.r.fc9. tc)Ibid.p.y. (d) Spo>.1'b.UI.p.4r 1-99.

Lz.Auschiescnistzwarbereitsgnugzusehen/.daß sie auss das Licht und Offenbabrung desHeil.Geistes hauptsächlich und allein dringen.

Doch wollen wir ihre nähere crklarung hievonnicht übergehen/ welche wolbarclayamkür-heften zusammen fasscr/wen er schreibet iwell^Lf.nienm n>d denDater kennet denn nur dcr^"Gohn/undwcnr es d er So hr» wil öffn- ß»md >n<bahren/Xlarrb.Xl. zj. Und weildre (!)ssmsGc><ferrbahrung des Sohnes irr und durch D»den Gerst geschiehet / deroha lbcn ijidas zcugnlstdcSGeistcsdasjenige,wo-durch blstanhcro das Erkäurms,GGt

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stlbstennochschr unwissend gewesen waren/ob tee gcoffenbahrec worden/ annoch os

sie gleich dieiLchriffr und Christi Worte selbstgehört gehabt/so lange ste den Geist der War-heir nicht empfangen ^larrb.iX.Zr.Iob.xii.16. XV I. 12, (b) welches sie aisoaußführcn:So alles/was zurSei igkeit vonnöthe»»ist/in der Gchrifft begriffe,» ist/dann istGott / Christus/der Geist/die Gerech-tigkeit / Heiligkeit re. in der Schriffrbegrisscnfund Ntit dieser lehre wird das volckin der blindheit gehalten;) Aber diese seyndie dinge/ da die Schriffr von sprichtuird zeuget / wird aber in der Schriffrnicht begriffen. Und GDtt/CHristuö/und der Geist * rc. von welchen dieSchriffr spricht / ( welche nicht in derSchrifft begriffen seyn) ist dasjenige/wel-chcs nothwendig ist zur Seligkeit/1 -Joh. 1 .1 2. Rom . VIII.9. und ohne welcheniemand kan selig werden r de»rn je-mand denGeist LHRisti nicht har/der

fenbahrct wird/ und allen»geoffenbah-ret werde,» kan. Gleich wie er durch iuebewegung seines Geistes den ungcstal-tcnktuinpen dieser wclrzu clncrror-trcffliche,»t»,»d wirnderbahren ordnrmggebracht worinnen sie in» ansang war/und erschaff den Menschen Zu cmcr lc-bendigcn Scele/dast er dieselbe (kl)elr)solke beherrschen/und allda regieren;Ebener mäste»» durch dcsselbei» Geistesoffenbahning hat er sich selber denMenschenkindern allzeit bckand ge-n»achk/ ncinlich den Alrvakern/ denenPropheten und Aposteln ; solche Offen-bahr»»>»ger»GG.ttes durch den Geist/dieentweder mit äusscrlichcn stüNmer» nnderstheininrgcn oder rrännren/ oder in-nerlichen indenhertzensich vorstellen-de,» offenbahrnngcn geschehe,» / sindder eigentliche vorwurff ihres Glau-

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(1 fettige / da die Schrifft ben noch jetzo also/ dieweil der vorwurff

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