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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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3^mdc. des Glaubens der Heiligen zu allenÄLufSK--» einer und derstlbige l *£%sidon unter unterschiedlichen bedie-nungen dargereichet worden. Ferner/diese innerliche göttliche osserrbahrun-§5» ^ dre wir zum gründ des wahrenGlaubens durchaus nothwendig zussyn sttzen/wlederjprechcn dem äußerli-chem Zeugniß der Heil. Schritten/ oderder gesunden vernunfft gar nicht / kön-nen auch denenstlben niemals wieder-jprechen/jedennoch folget dannenheromrt Nichten / daß diese Göttliche Of-fenbahrungen dem äußerlichen Zeug-niß der Schrissten / oder auch der na-türlichen menschlichen vernunfft/ alsgleichsam einer edlern oder gewißernregel und richtsthnurzuernerprüffungZU unterwerfen stynd ; Denn die in-nerliche göttliche offenbahrung und er-leuchtung ist an sich selbst etwas deut-liches und klares / das da den wol-geordneten verstand durch eigne deut-ligkeit undklarheit zum beyfall zwin-get / und unwiedersprechlich bewe-get und lencket / nicht weniger alswie die gemeinen principia oder ansän-ge der natürlichen warheiten das ge-müth zum natürlichen beyfall bewe-gen und lencken/als da ist: Ein gan-tzes ist größer denn dessen theil; zweyschnur-r echte entgegenstellungen kön-nen nicht zugleich wahr oder zugleichfalsch seyn. (e)

(e) Apoi. Ili.n. k> ;. 4 » !

24. Alldieweil aber dieser satz bekanter-'maßen der Haupl-Grund von dieserLeme Leh-re ist/muß derselbeallhieretwasaußsührlicher/wiewol nur erzehlungsweise/ und ohne daßwir uns in den streit selber einliessen / vorge-stellet werden. Barclay hat den angeführtenBeweis saft in t.Theileabgefasset/ und einen jeden ausvon gdtt. yxx Schrifft bestätigen wollen. Den ersten/MMlich/ daß keine erkantniß des Va-Schtt / fus>rci! trau«dabmlig/ den klaren Worten CHstlstt Xlstth.Xi. 24.aus der Luc. X. z 2. Joh. XIV. 6. wie auch aus Job.Schnfft/ 1 . I. 2. 3. Ephes. III. 9. Coi. I. I s. x6.II. Daß keine erkäntniß des Sohnessey ohne den Hell. Geist / und zwarkeine eligmachende und gewisse er-käntniß/aus i.cor.H.9.1014- -.Lor.XII. 3. III- Daß sich G'Gtt durch denHeil.Geist allezeit selbst seinen kindernoffenbahret habe/ aus Xum.XI. 25.29.B-'bem.lX. 20. zo. xsa1m.Ei.iz. BL 1 mCXXXIX.7. Eia. XEIIX. 16. IV. Daßdiese offenbahrungen vorinals der ei-gentliche vorwurff des Glaubens der

N.cor.x.4. ?.Lo'xiii.7.und endlich/daß dieselben auch nach des Glaubensvorwurff sevn müsse / weil mbeyden«Testamenten nur ein Glaube sey / und? dTro der Geist GOttes sowolals voratters / die Gläubigen i^ueülch und unmtttel-bar führen und leiten muß / aus ^E Xi .

16.17. XVI..Z. Xom.V 1 Il.A- i.Lor.III.iv.

Von denQuackern.

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Job.VI.6z. EU.4. VI. 10. Xom.VUl.2.J,hruoc:.'

16.26. xCor.II.9.10. XII.8.9.W »lr>oiv.Und dieses wil er ferner aus der Naturdes Neuen Bundes herführen / wie er be-schrieben werde Esa.EiX.21. Jer.xxxi.33.Ebr.VlII. xo. und noch weiter aus x.Job.II.

27. rc. Hiezu füget er noch gar viel gleich- Denen?-:stimmige zeugnisse aus denen alten Lehrern .Tertulliano, (Elemente Alex. Athanafio, Cy-ri llo Alex. Augustino , Hieronymo undBernhardo, wie auch anderswo aus JustinoMartyre, Victore Antioch. &c. UNO daNNaus Lutbero silbstm/ Melancbtone. Calvi-no, und etlichen Englischen Lehrern, (s)

Andere haben sonderlich aus Lutheri Schriff-Luthmvtett gleichlautenden außdruck hiermnen ange-führet. (§)

(I ) Apol. ]. C. p. 5. seqq. & in der Antwort und

Erläuterungwidertixircn. p.8. (b) Georg,

Keithus Relp. ad Laierum, p. 15.

25. Ein anderer neuerer Scribente hatnr, denengleichfals die Lehre der Quaker von diesemLuthera.gründ des Glaubens mir der Lutherischen nern.verglichen/ und wenn diese gesetzt gehabt:wir bekennen freylich gerne / daßLHRistus das Licht der Welt in unswürcken / wohnen und bleiben muß/so wir selig werden wollen / so habendiese dabey gefüget : Eben dieses ein-tzige sey / was die Quaker glauben/schreiben und treiben. Wenn jene alsolimirirL gehabt: Aber wir gründennicht unsere steligkeit in den Wirkun-gen seiner gerechtigkeit in uns / son-dern in ihm dem Heyland selber; Sosetzen diese hinzu: Also thaten die Lua-ker auch / denn sie wüsten von keinemandern gründ als dem HErrn JESULHRisto/ i.Cor. III, 11. Es sey abernicht gnug sagen / sondern man müssees auch mit empfindlicher gewißheitglauben. Und wenn endlich jene gefetzet/daß LHRisti verdienst ihr heyl undsteligkeit sey / und Zwar viel größerals seine wirckungen in uns : So ant-worten diese : Wenn durch die wirckun-«gen CHRisii verstanden werde / daß ein«mensch in sich warheit / licht / leben und«derqleichen zu haben finde / so könne diese«redens-art schwerlich bestehen z Denn ^CDRistus führe nicht allein durch den«

Geist der Warheit in alle warheiüJoban.«

XVI IZ. sondern er sey auch die Warheit«selbst/ Joban-XIV. 6. und der gründ aller«boffnunq / 2.Theßal. II. 16. Ja die hoff-«nuna selbst/ Colost.i, 27. und das leben/und «

alles miteinander Job. XI V,6. i.Connth.i.«

30. (b) Und also haben auch die alterenQuaker diesesache in der sielen beschrieben/daß Be schv«.

A-A H. Anderer Theil.

EHRrsti/und der zeugeGottes inwen-digin dem menschen/ derGeistGGtteseine verborgene geistliche unsichtbareweist, st) Das Gesetz des Geistes desLebens LHRrsti. ( 1 ) DasLicht/das al-les ostenbahre/ ausEpbes. V.xz. Die Er-weisung des Geistes/zum nutz gege-ben/ 1 CoriiitIi.XlI.7. Das Talent,Match.

" - XXV.

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