Beschluß dichr kirchm-und ketzer-historie.
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das ziel und kleinod sechsten gelanget sind. tzen scheinen will / und vermöge des neuenNiemand kan diesen und dergleichen irr - und Hundes wircklich scheinet/ am allerwenigstenumwegen entgehen / er rersse sich dann mit entschuldiget.
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, ** rciffc tieft dann mit1 >uan dem himmel-mch thun soll / von allen menschlichen re-specten loß / und lasse in seinem hertzenden gerst ^ESU Christi eine solche him-gerrge begfirde des glaubens erwecken/ diemit vergessung alles/ was hinter ihm ge-höret/ sich nur nach Christo strecke/undihM allein zu solgeN MUthig retolvire. Erselbst / der treue und warhaftige zeuge ste-het ohnedem vor der thür / wie einjederdessen anklopffen wol fühlen wird / undbietet durch seine himmlische berussung imhertzen das kleinod warhaftig allen treulichan. Die gantze heilige schrifr zeuget vonihm / und alle Worte darinnen gehen dahin/daß sie uns von der crearur zum schöpf-fer/ und vom sichtbaren oder menschlichenaufs unsichtbare und göttliche durch den ei-nigen weg Christum ziehen möchten.
7. Kein atheiste kan sich hier weißbren-nen / als hätte er den zug Gottes und dieempstndung einer höhern kraft niemals beysich gemercket: er wrrd auch derselben nim-mermehr entlausten / noch sie gar unterdrü-cken oder von sich weisen können er wehresich gleich noch so lauge und mühsam wieder;folget er nicht in liebe / so mag er mit scha-den klug werden. Vielweniger darf jemandeinwenden / er wisse bey solcher Uneinigkeitund verderbnüs derer partheyen unter denChristen nicht / bey welcher er die warheitsuchen solle. Er darf sie nur bey dem suchen/auf welchen uns derfihöpffer gewiesen hat/daß wir ihn als seinen geliebten Sohn hörensotten / so wird er sie nicht allein finden/son-dern auch empfinden / und in den kraftenoder geistlichen sinnen seiner fielen schmecken/hören / sehen und gemessen. Und also wirder sich mit denen häufsigen ficten nicht langerentschuldigen / weil ihn der geist Christi al-les prüfen / und das gute behalten / lehrenwird. Noch vielweniger kan ein Heuchler/oder einer/der sich noch Paulifib oder Apol-lisch nennet / weiter einwenden / er dürstenicht weiter glauben / oder gehen / als ihmdieser oder jener mensch vorqeschrieben.Daoneben / indem er sich auf einen menschen be-ruftet / verräth er seine abergläubische tbor-heit und den sandichten gründ aller seinerhofnunq. Er bekennet damit filmen / daßer mir hindanfitzung alles dessen/noch einenaamen neuen bau fiinesThriftenthmns müsseansangen lassen / wo er anders bestehen/undnicht wie Heu und stoppeln unfeuerdes ge-richts Gottes verbrennen soll. Einen an-dern gründ kan ja niemand legen / als den-
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jentaen wesentlichen / (wie ihn die Theologi m - ..„._
sechsten nennen/)der gelegn ist / welcher ist Christi immerzu von der so leichtgeschehenen
IEsirs Christus: Und wer die gewissen ent- Zerstreuung und außschweissung der gedan-
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IEsirs Christus
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machen kan / oder mit seinen eigenen einfallen und wegen / satzungen / ceremonien /formen und bildern gefangen nimmt/ist M/
Jahrmdc. biß. MDC-
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8. Allein/ ich muß hier Messen / undin warhaftiger gemeiner liebe alle und jedeunsterbliche fielen GOTT (als dem mitthei-ligsten höchsten gut) und diesem lebendigenewigen wort seiner gnaden selbst überlassen/und empfehlen. Dieser / wie er willig undmächtig ist/alle miteinander von ihnen selbstund von der creatur zu sich zu ziehen / alsowird er sich auch in einem jeden als bas war-haftige ficht ausser» und bezeugen / das daalle menschen erleuchtet. Seng cst der/ wel-cher / so bald er dessen schein und kraft er-blicket / demselben eifiig nachspüre? / seineäugen dardur.d erösiien lässet/ und so dannauf seinen wegen dieftr brennenden lucernegetrost nachfolget / bls der morgen-sternselbst/ und endlich der volle sonnen-schernanbricht. Ein solcher/er sey wo er wolle/wrrder keinen Mangel baben/an irgend einer nö-thigen kraft ober gäbe / und nur im gebor-(am warten dürsten auf die volle offenbarungIEstt Christi selbst. Ausser diesem ist inewigkeit kein heyl / kein name der partheyenoder religionen/ meynungen/ wom/ gor-tesdienste oder opster / kein buchstabe odergeist von GOTT uns beniemet / darinnenwir errettet undselig werden köncen.
9 -In ihm aber ist ausewiglals in ein Haupt)alles zusammen gefastet / und was zu allenZeiten von GOTT abgewichen und entfer-net / oder in ficten und meynungen zer-theilet gewesen / muß alles in ihm wieder-um zusammen gebracht/ und durch ihn inGOTT eingefincket/ und behalten wer-den. Und nun nahet die zeit auch herbey/daß sich auch würcttich alle scheidung undtrennung nacheinander verlieren / alle men-schen namen und partheyen verschwinden/und alle creawren in ihr ursprüngliches al-lerfiligstcs eins / durch die herwiederbrin-gung aller dinge / als in ein unergründli-ches meer der ewigen liebe / die GOtt selberwesentlich ist/ hinein gezogen werden soll / anstdaß GOTT sey alles in allemZu diesen»zweck müssen auch diese äussere buchffabennach Gottes wolgefallen und führung an-gewendet werden / daß ncmlich des lefirssinn immer aus diesen mam,igfalti§en din-gen zu dem einigen nothwendigen krässtiggezogen / und bey erkandrnüs ihrer nichtig-kett an GOTT allein durch Christum zuhangen gedrungen werde- Gleichwie auchdas gemmhdesschreibers beydiefirarbettvonder züchtigenden heilsamen gnade JESU
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das nicht lebendig cken und affecten zu ihm der quell des ewi-gen lebens gewaltig gezogen worden ist. Sogar/ daß/ wo er nicht vorlangst den ap-1 paratum dieser fast unzehlichen dinge schon
stritt.