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Viertes Kapitel.
graphen, darunter Luther, Calvin, Kepler, Dürer, Tasso, Petrarca ,Katharina II . Im Jahre 1808 ließ Murr eine Fortsetzung diesesWerkes erscheinen unter dem Titel „Collection de Chirographesd’hommes et de femmes c61£bres, du cabinet de M. Cr. Th. de Murr,ä Nuremberg.“ Diesmal bot er auf 48 Platten mit Text die Auto-graphen von 111 Berühmtheiten, darunter Spinoza , Haller, Kant,Shakespeare , Swift, Tycho de Brahe , Ariost , Savonarola , Lionardoda Vinci, Paracelsus .
In Frankreich erschien inzwischen das reichhaltige Werk „LesMämoires de Louis XIV .“ von G£n6ral Grimoard (Paris 1806)mit den Schriftproben von Ludwig XIV. , Frau von Maintenon ,dem Grand Cond6, Turenne, Catinat , Vendöme, Louvois ,
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Colbert, Retz , Lafontaine, Boileau , Racine, Bossuet,Fdn61on.
In Deutschland spann der Göttinger Taschenalmanach auf 1810den Faden der Entwicklung weiter, indem er seinen Lesern faksimi-lierte Autographen von Heinrich VIII. , Königin Elisabeth ,Karl I. , Cromwell, Christine von Schweden , Friedrichdem Großen, Buonaparte und Nelson bot.
Während des 18. Jahrhunderts waren, mit Ausnahme jener imDanziger Katalog von 1718 angezeigten Stücke, Autographen nir-gends Gegenstand des öffentlichen Handels. Gewiß, die Antiquare,bei denen die Bibliophilen kauften, führten Autographen; sie stelltensie jedoch weder zur Schau noch kündigten sie sie öffentlich an.Nur den Eingeweihten war das Vorhandensein jener handschrift-lichen Kostbarkeiten bekannt. Woher hätte sonst z. B. AbbeCampion de Tersan um 1780 seine Autographenmappe füllen