Buch 
Handbuch für Autographensammler / Eugen Wolbe
Entstehung
JPEG-Download
 

Geschichte des Autographenwesens.

.171

Daun , Laudon, Fürst Schwarzenberg , Hans Sachs, Franklin,Klopstock, Schiller, Goethe, Wieland, Ariost , Tasso, Lesage,Rousseau , Voltaire, Metastasio , Luther, Melanchthon, Erasmus,Tycho de Brahe , Kepler , Pufendorf , Leibniz , Moses Mendelssohn ,Schelling, Humboldt, Diderot , Montesquieu , Fenölon, E. T. A. Hoff-mann usw.

Graf Dietrichstein beschränkte sich nicht auf diese Gründung:er gab wertvolle Dubletten an andere große Bibliotheken Deutsch­ lands ab, die nunmehr gleichfalls zur Angliederung derartiger Auto-graphenabteilungen schritten.

Wie dieser Sammler, so hat sich auch die seit 1770 bestehendeWiener Buchhändlerfirma Artaria & Co. einen Ehrenplatz in derGeschichte des Autographenwesens gesichert.

ln den langen Jahren ihres Zusammenarbeiten mit den be-deutendsten Tonschöpfern war es dieser Firma möglich, kostbarehandschriftliche Schätze zu erwerben; es sei nur an Beethoven ,Mozart und Haydn erinnert. Als im Jahre 1827 der musikalischeNachlaß Beethovens versteigert wurde, kaufte das Haus Artaria die Urhandschriften der Beethovenschen Orchestralwerke, darunter mit einziger Ausnahme des Allegro assai vivace (Froh wie dieSonne) auf 67 Blättern dieNeunte, die Partitur derWeihedes Hauses und eine zweistimmige Fuge in D-Dur mit einer Notizvon Beethovens Hand:Komponiert im Alter von 11 Jahren.Der Ankauf dieser Musikhandschriften durch die Firma Artaria rettete nationale Schätze vor der Abwanderung ins Ausland.

Die großzügigen Sammelaktionen derGesellschaft der Musik­ freunde , des Grafen Dietrichstein und des Hauses Artaria , imVerein mit der von Jahr zu Jahr umfangreicher werdenden Literaturüber das Autographenwesen in Frankreich und England, wecktein Deutschland und Österreich eine allgemeine Sammelfreudigkeitseitens interessierter Einzelpersonen. Bald hatte der Wiener Buch-händler Franz Graeffer eine 1000 Nummern umfassende Samm-lung, hauptsächlich Schriftsteller und Künstler, vereinigt, aller-dings weniger aus wissenschaftlichem Interesse, als zum Zweckihres Austausches gegen alte Bücher,, deren er für sein Antiquariat

r