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Handbuch für Autographensammler / Eugen Wolbe
Entstehung
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224 Fünftes Kapitel. Goethe als Autographensammler.

beschäftigen, deren Vervollständigung, Rubrizierung und Katalo-gisierung immerhin einen erheblichen Zeitaufwand erforderte. Dieliebevolle Pflege dieser Sammlungen und das gilt insonderheitvon den Autographen bedeutete für ihn jedoch keineArbeitsondern eine Erholung, ein Gesundbaden von den Widrigkeiten desLebens, die auch diesem Liebling der Götter nicht erspart blieben.Daß für ihn das Sammeln keinen bloßen Zeitvertreib darstellte,beweist sein Bekenntnis:

Man ist glücklich, wenn man eine Liebhaberey hat, die ohnegroße Kosten zu befriedigen ist und auf ein tiefes Studium hinweist,ln schlimmen Zeiten, sie mögen nun von außen odervon innen kommen, findet man sich davon getröstetund gestärkt.