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Zehntes Kapitel. Echtheit und Fälschung.
gleichen und durch peinlichst eingehende Prüfung von Datum,Siegel, Tinte, Papier und Wasserzeichen eine gewisse Sicherheit imBeurteilen von Echtheit und Fälschung. Diese Unterscheidung istunschwer erlernbar. Es bedarf keiner allzu langen Schulung, umauf den ersten Blick das Richtige zu treffen. Freilich muß man sichvor Übereilung hüten. Der Sammler gönne sich ruhig zwei oder dreiTage — nötigenfalls eine ganze Woche — Zeit, um das angeboteneWertobjekt genau zu prüfen.
Übung und Vorsicht!
Kriecht der leiseste Zweifel ans Herz, so muß das Stück abgelehntwerden; denn es ist besser, ein lange ersehntes Autograph nochlänger zu entbehren als die Sammlung mit einem verdächtigen Stückzu belasten. Die Geschichte kann eher ohne ein plötzlich herein-geschneites Dokument auskommen, als daß ein Irrtum sich von einemBuch zum andern schleppt, sagt unser Zunftgenosse, Pastor Dr.Scott.