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Handbuch für Autographensammler / Eugen Wolbe
Entstehung
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Vierzehntes Kapitel.

Nach der Rückkehr empfing Goethe den Besuch von August Wilhelm von Schlegel , dem der Knabe sein Album mitgab.Tags darauf widmete Schlegel die folgenden Zeilen:

Mit Stolz den großen Vater nennen dürfen, istNur dem beschieden, der ihm nach wetteifernd ringt.Dies werde, wackrer Knabe, Deinem Mut zuteil:

Des Teuren Züge tragend, erbe seinen Geist.

Weimar , d. 2. Sept.f 801.

August Wilhelm Schlegel .

Im folgenden Monat übersiedelte Goethe zu längerem Aufenthaltnach Jena . Von hier aus hatte er in der Weihnachtszeit des Vor-jahres den Sohn mit der Übersendung des Stammbuches erfreut;jetzt holte er von Jena aus die dem Buche zugedachten Widmungs-verse nach. Sie lauten:

Gönnern reiche das Buch und reich es Freund und Gespielen,Reich es dem Eilenden hin, der sich vorüberbewegt.

Wer des freundlichen Worts, des Namens Gabe dir spendet,Häufet den edlen Schatz holden Erinnerns dir an.

Jena , d. 22. Nov. 1801. Goethe.

Etwas überschwänglich drückt sich dem Knaben gegenüberZelter aus, wenn er schreibt:

Domine, Fili unigenite!

Qui sedes ad dexteram patris,

Suscipe deprecationem nostram!

Scripsit unus ex multitudineredemptus: ZelterWeimar, a. d. 1. Mars. MDCCCII.

(Herr, eingeborener Sohn!

Der Du sitzest zur Rechten des Vaters,empfange unser Gebet um Vergebung.

Schriebs einer aus der Menge: Zelter.)