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Siebzehntes Kapitel.
Vieles ist, was nicht geschrieben steht —so gibt ihm Otto Roquette die Antwort:
Und einiges andere könnte noch geschrieben werden 1Mein Gesuch an Edvard Grieg schloß ich angesichts der da-maligen Kämpfe um die Staatsform seines Vaterlandes mit einemWunsch für einen baldigen Ausgleich. Hier knüpfte das gespendeteAutograph an: Hochgeehrter Herr!
(Pf Die in Ihrem Brief für eine glückliche Zukunft des norwegischenStaates ausgesprochenen Wünsche haben mich glücklich gemacht, undich beeile mich, Ihnen dafür meinen herzlichen Dank zu, sagen.
Hochachtungsvoll jy
Hop zu Bergen, " Edvard Grieg .
21 . 8 . 1905 .
Mit diesem Gesuch hatte ich bereits das Ausland in den Bereichmeiner Sammelfreudigkeit gezogen. Ein amerikanischer Auch-
Sammler nennt die Persönlichkeiten, an die er herantrat, seine„Opfer“ — wenn ich nur in einem einzigen Falle das Bewußtseingehabt hätte, daß die Berühmtheiten sich als „Opfer“ einer Hetz-jagd, als eine durch Schlauheit, List zur Strecke gebrachte Beutefühlten, ich hätte sicher auf jedes weitere Autographengesuch ver-zichtet! Ich habe aber nur selten eine Ablehnung, eher sehr freund-liches Entgegenkommen gefunden. Tolstoi sandte seinen Namens-zug, Jozef Israels einen lateinischen Denkspruch, Mascagni undLombroso Grüße mit persönlicher Note; Leoncavallo widmete,ein Musikautograph; Holger Drachman schrieb einen Spruch:„Ovenover Skyerneer Himlen altid blaa.“
Über die (!) Wolken
ist der Himmel immer blau.