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Siebzehntes Kapitel.
Ebenso fiel mein an den italienischen General (1902—1904Kriegsminister) Giuseppe Ottolenghi gesandtes Gesuch durch-aus nicht auf unfruchtbaren Boden. Liebenswürdiger kann keineAntwort lauten als die folgende:
Chiarissimo Signore.
Torino, 21. 10. 1904.
Non ho titoli speciali che giustifichino la domanda che Ella cortese-mente mi rivolge di un autografo da mine a quelli di personaggi illustrii celebri. Ma non so negarlo a chi, come Lei, me lo chiede con parole tantolusinghiere.
Chi legge sappia, che io non mi tengo meritevole di tanto onore!
Ella mi abbia con speciale osservanza quäle
AffM
Generale G. Ottolenghi,Senatore, ex Ministro della Guerra.
Sehr geehrter Herrl
Ich habe keinerlei Verdienst, das die Bitte rechtfertigen könnte, dieSie in höflicher Form wegen eines Autographen von mir — als von einerhochstehenden und ruhmgekrönten Persönlichkeit — an mich richten.Aber jemandem, der mir wie Sie — mit so angenehmen Worten — eineBitte vorträgt, kann ich diese nicht abschlagen.
Wer dies liest, soll jedoch wissen, daß ich mich einer solchen Ehrenicht für würdig halte.
In besonderer Hochachtung usw.
Auch der Staatsrechtslehrer, Justizminister Asser, wurde beimErsuchen um ein Autogramm nicht ungehalten. Er antwortete:
Haag, den 25. Juli 1908.
Sehr angenehm ist es mir, den in Ihrem geschätzten Schreiben vom24. v. M. ausgesprochenen Wunsche, einige Zeilen meiner Hand zu er-halten, hierdurch Genüge leisten zu können.
Mit Hochachtung zeichne ich
Ihr ergebener
J. M. C. Asser,
K. niederl. Staatsminister undMitglied des Staatsrats.