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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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Ist einer von den stummen buch-staben, welcher von dem Grie-chischen L, dieses aber von demHebräischen f herkommen solstVor zelten wurde dieser buchsta-be durch ;. in einen triangutgesetzte sterne vorgestellt und ge-schrieben , nach art der Egy-ptier, welche durch solch hiero-gtyphicum den nahmen GOt»tes verstunden, indem man da-für hält, daß sie einige erkännt,nis von der heiligen Dreyeinig,feit mögen gehabt haben. Die-ser buchstabe hatte bey den Alten vielerley dedeutungen. Inden zahlen galt er ;oo. , wiewol das ältere und erstere zeichendiese zahl anzudeuten eigentlich 12 war , und nur durch derschreiber Unachtsamkeit in ein D zusammen geschmoltzen. Die-ser buchstabe wurde auch gantz allein hingesetzt, unterschiedeneWörter anzuzeigen, als z. e. vivus , veeirnus , Oevotus, Oie-Ku8 , Glutins , Gedicavit, Gorninus &c. Pierii hierogl. lib.XLV 1 I. c. ;. lib. XXXVIII. d. 46. Muret. var. lest. lib. XV.C. 19. Martini etymol. Sertoriiu UrJatus , de notis Roman.&c.*

DAiE, ein volck in Scythien an der Caspischen see, so vonden Griechen A*e ·, von den Lateinern aber Gavl genennt wer-den. Endlich machte man ein nomen appellativum für knech-te und comödianten daraus.

* Daatzerom, oder Daatzeriwarom, ein wohl bewohnterflecken auf der nördlichen feite der küste von Coromandel. Manflehet da verschiedene kostbare Häuser, welche von Persianernund Mauren bewohnet werden, sonderlich aber ist allda desGubernators pallast merckwürdig. Es wird jährlich auch alldaein marckt gehalten, auf welchen eine grosse menge kaufleutheund andre fremde kommen, die einten zwar wegen dein kauf,Handel, die andern aber um ihre andacht bry dem abgottRam-ma und seinem weib Parwaty zu verrichten, als welche alldaeine der prächtigsten Pagoden haben, die in gantz Indien maggefunden werden. Die Holländische Ost-Jnbische Compagniehat allda auch ein Contor, welches zur rechten Hand liegt, wannman über Palikob von Masulipatam kommet. An. 1654. warddieses Contor auf befehl des grossen Raths von Batavia aufge-hoben , aber an. 16,9. wiedrum angerichtet, um den vorigenHandel zu sreiden. Groß allgem. Holl. Lexicon.

* Dabelus , (Marcus) ein gelehrter Parther oder Persia,ner, aus der provintz Chorajan, war zu Rom Professor derArabischen spräche , und verfertigte übern Sextum CanonisAvicennae eine Lateinische Version, welche dem Arabischen tex-te parallel ist, und in des Joh. Bapt. Raymundi bibliotheck be-findlich gewesen. Es hat selbige, wie Velschius de vena Me-din. c. 1. bezeuget, Fab. Coluinna llirp. rarior. p. I. 0. 14.heraus zu geben versprochen. Hailervord. bibl. cur.

* Daher , ein städtlein und Herrschafft im HertzogthumCassuden in Pommern , an den Unumärckischen grentzen, nichtweit von Regenwalde gegen süden, unter dem 5;. gradmin. ladt. und ;o. grad ;o. min. longiwd. gelegen. Es ge-hören dazu i;. dorfer, und ist der adelichen famiüe von De-wiz zuständig, welche burq-und schloß-gesessene allhier sind, undüber die i;. zu dasigem 8 ynodo gehörigen Pfarren das Jus Pa-tronats haben. Die von Dewiz bekamen solche von den Her,tzogen von Pommern , weil sie die Grafschafft Fürstenberg inden kriegen, welche die Hertzoge von Pommern wider Meck­ lenburg ' geführet, verlohrcn. Diese stadt hält drey jahrmärck-.

Histor. Lexicon in. Theil,

te, als am Christ-tag, am Palm-abend, und auf Michaelis.Einige halten sie vor das alte Dodona, dessen in der HistorieBischoff Ottonis gedacht wird. Micralius, vom alten Poin«mer-lande, III. ;z. p. 2z;. VI. 48. feg. p. ,42. 6^445.

Dabier, siehe Davier.

Dabir, oder Debir, war eine stadt im gelobten lande, na-he bey Hebron, so vor Zeiten Ririath-Sepher, oder die stadtder bücher oder schristen genennet wurde, aus welchem nah-men schon Lyranus, Rabbi David Kimchi und andere noch äl-tere Jüden, geschlossen haben, die Cananiter hätten allhier all-bereit zu den ältesten Zeiten eine berühmte schule, oder auchwol ihr archiv gehabt. Es wird auch die Chaldäische Überse-tzung der H. Schrift hieher gezogen, welche den ort RiriathArke nennet, wiewol sich das wörtlemArke auch viel änderst,als von archiven auslegen läßt. Grotius über Joh. XV. v. i;.ziehet gar an, Tenophon selbst habe diesen ort GymnasiumPhcenicum, die Hohe schul der Phönicier genennet, welches,so es wahr, von keinem kleinen gewichr wäre. Allein es rstnur zu gewiß, daß Xenophon dergleichen nie nichts gedacht,und der gelehrte Grotius sich hier von dem betrieger Anni»Viterbiensi, weiß nicht wie, habe berücken lassen, welcher indem, Tenophonti fälschlich untergeschobenen, buche de JEquivo-cis diese Worte gebraucht hat. Indessen bleibt immer daswahrscheinlichste, diese stadt habe ihren nahmen von studienund büchern bekommen. Was in dem Thalmndischen buchAboda Sara gemeldet wird, der nähme Debir oder Dabirsey diesem ort von den Persern gegeben worden, das ist gantzfalsch; weil dieses volck noch nicht ausser seines landeS grentzenbekannt war, zu der zeit, da wir den nahmen Debir schonallbereit durch einen andern nahmen ausgelöschet finden. Jo,sua rottete allhier die Enakim aus, und Caleb , als er widerdie Cananiter krieg führte, versprach seine tochter Achsa dem-jenigen zum weide zu geben, der Dabir erobern würde, wel-ches darauf Athnicl, der söhn Kmas, des Calebs jüngster bru«der, gethan. Josua , X. XI. & XV. Jud. I. Salian. A. M. 2406.*

Dabir, König von Eglon, im lande der Amoriter, verei-nigte sich nebst;, andern Königen mit Adoni Zebeck dem Köni-ge zu Jerusalem , die Gibeoniten zu bekriegen, weil sie mitJosua friede gemacht hatten. Allein Josna schlug sie auf be-fehl GOttes, und stund die sonne stille, damit sich Israel anseinen feinden rächen möchte. Die Könige der Amoriterentflohen, und verbargen sich in die höle zu Makeda, davorJosua grosse steine waltzen, und Hüter bestellen ließ. Nach-dem aber daS volck, nach erhaltenem siege, sich wieder gefamm-let, ließ Josua die Könige aus der höle hervor bringen,befahl den Obersten des kricgs-volcks, daß sieHnen mit fussenmusten auf die Hälse treten, worauf er sie tödtete, und an 5.bäume hieng. Jos. X. Salian. Torniel. A. M. 2984.

Dabul, eine Indianische stadt im Königreiche Decan, ander südlichen feite des meer-bnsens von Cambaye, welche einentreflich guten Hafen und eine vestung hat. Sie liegt an der ge-gend, da sich der flnß Halewache ins meer ergießt, und trägteben dieser fluß das meiste zu dem port bey. Baudrand. *

* Dabusya, oder Dadusea, eine stadt in der grossen Tar-tarey; sie liegt in dem lande Manrelnahar, der stadt Bocharagegen nord-osten , etliche stunden von einem see, und ohnfernedem ort, wo der fluß Sog sich mit dem flusse Jehan vereini-get. Vide Chartas Geograph, des Herrn Wissen.

* Daca, eine Asiatische stadt in dem Mogolistanischen. Sieliegt in dem Königreiche Bengala, bey dem zusammen-fluß deSCaors und des Gangis, an dem östlichen arm dieses flusses, daer sich in das meer ergiesset, zwischen den städten Gouro und

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