10
d a l
d a l
habe der von Dallwitz an. 1389. die Königin bey dem König inden verdacht gesetzel, als hätte sie vormals mit dem Ertz-Her-tzoge zu vertraulich umgegangen, die Königin aber hätte ihreUnschuld mit einem eyd bezeuget, darauf habe der ankläger,nach damaliger gewohnheit, unter die banck kriechen, der Kö-nigin einen widerruf thun, und als ein Hund bellen müssen.Es ist aber die Polnische linie abgestorben. Heut zu tage un-terhalten das gefchlecht Johann Casimir , Konigl. Polnischerund Chur-Sächsischer Cammer - Herr und Johann Friedrich ,Landcs-Aeltester im Gubenischen kreise und Assessor des Land-Gerichts in der Nieder-Laußnitz. Gausr. Adels-Leric. *
* Dalmanutha, ist ein nähme eines orts, dessen bey demEvangelisten Marco VIII. io. Meldung geschiehet. MatthausXV. nennet denselben ort, bey welchem Christus angekommen,Magdala . Daher einige gcmuthmasset, daß durch beydenahmen ein ort verstanden werde. Andere haben geglaubt,Dalmanutha sey der nähme einer landschafft, darinn die stadtMagdala gelegen sey. Andere haben es für zwey unterschied-liche, aber nahe gelegene städte gehalten. Ughtsooti horseHebr.Relandi, Paladt.
* DALMATICA, war ein kleid, so den nahmen daher be-kommen , weil es in Dalmatien aufgebracht worden. Eswar ein ober-kleid, und hatte die gestalt einer Chlamydis , soKönige und andere vornehme getragen. Hernach kam es un-ter die Geistlichen unter den Christen, da die Bischoffe, Via-com und Subdiaconi dergleichen trugen, und hatte grosse langeermel. Es pflegen noch heutiges tages dieselben bey den Rom .Catholischen dergleichen zu tragen, wenn sie dem Priester, da erdie messe liefet, oder mit der proceßion gehet, aßistiren. Ehe-mals durfte es ohne erlaubnis des Papsts nicht getragen werden.Desgleichen wird auch noch heutiges tages der Kavstrliche or-nat, womit er bey der crönung pfleget angethan zu werden,valmatica genennet, welchen die stadt Nürnberg nebst andernKayferlichen kleinodien überschickct. Isidorus , XIX. 22. Ferra-ris, de re vestiar. I. ;. De la Cerda, adversus Sacr. c. 36.§. 15. Salmafius , ad Tertullian . de pallio pag. 78. 8?. DuFrejhe, II. 1. 4. Pitifcus , I. 626. 627.
Dalmatien , eine provintz und Königreich in Europa , istein theil von dem alten Illyrien, so an dem Venetianischcn Meer-busen lieget, und solchen nahmen von der Haupt-stadt Delminioher hat. Vor zelten war sie sehr groß, anjetzo aber ist sie ziem-lich in die enge gebracht. Sie hat von Macedonien her bis anJstria 90. Teutsche meilen, in die breite aber nur 20. Jstrienhat sie gegen abend, Croatien gegen Mitternacht, Albanien ge.gen morgen, und den Golfo di Venetia gegen mittag. Vor al-ten zelten wurde sie in zwey theile abgesondert, worvon das theil,so an Griechenland grentzete, Dalmatien , das andere aber, soan Jstriam grentzet, Liburnia genennt worden, worinnen dieJapydes gewohnt haben. Liburnia ist von den Römern nochvor dem andern Punischen kriege erobert worden; Dalma,tien aber hat der Kayscr Augustus bezwungen. Den Rö-mern haben es die Gothen abgedrungen , und nach deren aus-zng haben die Sclaven sich aUda gesctzet, und das SclavonischeKönigreich aufgerichtet, welches gedaurct bis an. 1080. dader letzte König Zolomirus (der des Ladislai Sancti Königsin Ungarn schwestcr zurgemahlin gehabt) seiner gemahlin undihrem bruder alles vermacht hat, wodurch denn Dalmatien ,nebst Croatien und Sclavonien mit Ungarn verknüpfet wor,den. Das land wird heut zu tage aetheiiet in drey haupt-pro-vintzien. i.) Banadego, darinnen Zara, Nonarc. 2.) Mor-lachia, darinnen Zcng, Clim, Salona rc. 3.) Ercegovina,darinnen Narenta , Svalatro, Clissa rc. Dem König in Un garn gehören Zeng, St. Veit, am Flaum oder Fiume, Mo-drus, Avcndo, Ortopola, das schloß Fclissa. Die Turckenhaben innen, Arcegovina, (aüwo der Bassa wohnet) Dul-cigno, Scardona, rc. Der Republick Venedig gehören, Za-ra , oder Iadera die Haupt-stadt in gantz Dalmatien , die ve-stung Clim, Scbenico, Spalatro, Clissa, Cattaro , Narenza,Scurari, Nona rc. die Republick Ragusa besitzet auch einenstrich davon nebst etlichen insuln. Die flüsse im lande sind, deran den grentzcn Jstriens fliessende Arsia, die Una, die Cetina,die Salona, die Narenta , der nach Macedonien fliessende Dri-lo, der Navo , Norm , Fiume rc. Das land liegt über dieMassen lustig , und ist reich an körn und wein, ausgenommenwas gegen Croatien liegt, das ist ziemlich rauch und mager.Die schaafe werffc» in Dalmatien zweymal im jähr. Die ein-wvhncr reden Sclavonisch, und sind der Catholischen religionzugethan. Sie haben ein kriegerisch gemnthe, führen sich aberlächerlich bey ihren angestellten ergötzlichkeiten auf. Der PapstGregorius VII. machte auf einem zu Salone durch zwey seinerLegate» an. 1076. gehaltenen Loncilio diese provintz zu einemKönigreiche, und belehnete deroselben Hertzog Demelrium mitdem schwerdte , zepter und crone. An. 1199. wurde vonInnoccntii 111 . Legaten allhier ein Concilium gehalten, wovon12. caviknl vorbanden. Der Kayser Diocletianus, welcher die-Christen so heftig verfolgete, war aus dieser landschafft gebür-tig , wohin er sich auch begab, nachdem er die regierung nieder-geleget hatte. Desgleichen war auch Hieronymus allhier ge-bohren. In diesem lande lieget die Republick Ragusa. Dieandern vornehmen stadle sind Zara, der sitz des Ertz-Biß-thums von Dalmatien , Sedemco, Spalatro, Clissa, Scar-dv»e, Antivari , Dulcigno , rc. Strabo, lib. VII. Ptoiem. Ich. II.
c. 17. Gregor. VII ■ lib. VII. ep. 41. Lucius, de Regno Dalmat;Fre/lhot , descr. Dalmat. &c. J. E. B. Staats-beschreibung»P. I. p. 129.
Dalinatin, (Georg) ein Lutherischer Prediger in Ober-Crain, hat die Teutsche Bibel Lutheri in die Windische oderCrainerische spräche übersetzet. Diese Übersetzung wollten dieLand-Stände in Crain an. 158«. zu Laybach drücken lassen, weiles aber der Ertz-Hcrtzog zu Oesterreich Carolus untersagte, soschickten sie Dalmatinum nebst dem Schul-ftessor zu Laybach,Adam Bohontsch, an. 158;. den 30. apr. nach Wittenberg ,welche sich daselbst zum druck beförderten, und damit den 1. ian.an. 1384. fertig wurden. Nach diesem berief ihn Christopho-rus, Freyherr von Aursperg zum Pfarrer nach St. Gazian,und da ihn die Catholischen, welche ihn schimpfs - weise IureKobila nenneten, von bannen vertrieben, behielt er ihn in einergewölbten cammer unter der erde bey sich. Valvasors Crain,lib. VI. p. 348. seq.
Dalmatius, oder besser nach den alten müntzen Delma-tius, Constantini AI. bruders söhn, wurde von diesem seinemoncle herfür gezogen, und einiger massen des Reichs theilhaffliggemachet, indem er ihm die würde Nobiüssimus und Caesar bey-legte , welche das recht gab, ein purpur-fardes kleid mit einemvon gold gestickten säum zu tragen; wie wir denn mehrere mün-tzen von ihm haben, darinn er Fl. Delmatius Nob. Cxsar genen,net wird, und einen lorbeer-krantz, auch wol ein diadema oderweiffe Königliche binde um das Haupt hat. Als ein gewisser Ca-locerus in der insul Cvpro sich gegen Constantinum AI. empörcte,ward dem Delmatio der krieg wider ihn zu führen aufgetragen,den er auch mit dessen Unterdrückung glücklich endete, und dar-auf die grentzen gegen die Gothen mit einem ziemlichen kriegs,volck zu verwahren bekam, hienüt in Thracien , Macedonien undAchaja unter seinem oncle Constantino AI. die höchste ge-malt hatte. Allein nach dieses Constantini tode mochte ihmsein Vetter Constantius , der andere söhn Constantini AI. diesesglück und rühm nicht gönnen, und veranlasset ums jähr 338.daß Delmatius in einer zu dem ende angestellten aufruhr der.soldalen umgebracht wurde. Dieses unglücklichen Printzenvatter hatte auch den nahmen Delmatii mit dem zunahmen Han«nibaliani getragen, aber es nicht so weit gebracht, als seinezwey söhne, die er von seinen beyden nahmen, den einen Del-matium, den andern Hannibalianum nennen lassen, indem erfür seine person nur Censor gewesen,und von seinem druder Con-stanlino AI. in einigen geschafften gebraucht worden. Hieron. inehr. Zoßm, lib. II. Euer. lib. X. Oros. lib. VII. c. 28. Viflor·epit. Thtophan. chro’n. Alex. *
Dalmatius, ein Bischofs zu Cyzico, welcher die acta desNicänischen Concilii beschrieb, und dem Concilio zu Ephcsomit beywohnte. Es war gleichfalls Ein einsiedler, nahmensDalmatius, welcher innerhalb 48. jähren auch bey den aller«wichtigsten angelegenheiten nicht aus seiner stelle gekommen war;aber doch endlich hervor trat, umsteh den Nestorianern zu wi-dersetzen, und sich derselbigen Verdammung auf dem Ephestni-schen Concilio über alle massen wohl gefallen ließ. Barm. A. C.4N-
* Dalmatius, ein Archimandrite zu Constantinopel, derim jähr Christi 410. dem Jfaac in dieser würde gcfolget, nach-dem er seit an. 383. in dem Mönchs-standgelebel. Zur zeit desEphesinischen Concilii ward er von den Äättern ernennet , ihreangelegenheiten bey Hofe wahrzunehmen, und starb um daSjähr 430. Anselmus Banduri hat sein leben, wie es ein unge-nannter anthor Griechisch beschrieben, dem andern theil seinesImperii Orientalis beygefüget. Sozomenus, VI. 40. VII. 10.Theodoretus , IV. 34. Buleeau, bist. monast. d’Orient. Baibet,vies des Saints.
* Dalmatius, (Mvner) erblickte dieses Welt-licht zuerstvhnfern Girvnne in einem flecken St. Colombe de Farnes ge.nannt, und zwar an. 1289. Er fieng seine studien in seinemvatterlande an, und fuhr darinnen zu Montpellier fort;nachdem er dieselben zu ende gebracht, kehrte er wieder zurü.cke nach Girvnne, und begab sich in dem 2?. jähre seines al.ters in den Dominicaner - orden. Er ist hernach durch vielewunder berühmt worden, wie die tradilion und Legenden be,zeugen: Erhellte diekranckcn, die blinden machte er sehend;er stillele die ungewitter, ja er hatte so gar die gaade der pro-phezeyung. Diese^ vorgegebene wunderwercke brachten ihn beydem Aragonischen Könige und den grossen Herren des landesm grosses ansehen, welche ihn dessentwegen auch ihrer son-derbaren fteiindichafft und wohlmcyneuheit zu würdigen ge-ruheten. Endlich gab er in diesem gerüchte der frommkeit lindHeiligkeit an. 1341. in dem 32. jähre seines alters den qeist
auf. Dessen ohngeachtet ist er weder canonisirt „och beatificirt
worden; doch feyert man ihn zu Gironne als einen Heiligenauf den 24. sept. an welchem tag er gestorben ist. Martyroh.Hijpan. 24. sept. Dtar. Dmiinic . Diag· histor. provinc. Aragon,lib. II. c. 89· 90. &c. Lop. P. III. Rist. S. Domin. üb. I.c. II. & 12.
Daimium-oderDalmlNium/Dalmriium, Deliniuin,
I^b^^^lL,,^VlMiNium, vor zelten eine grosse und mäch-tige stadt in ^llyricn, welche dem dasigen lande den nahmen Dal-matia, und dem volck den nahmen Daünata: gegeben- <Aiehe
Dalma«