Buch 
Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
Entstehung
JPEG-Download
 

fthb de Oraculis , de Idololatria, de Aristea, de antiquis Mar-moribus , Historia Baptismorum Hebn & Christ. Diss. superSanehuniatone,&c. Bibliotheque cboiße, tom. XVII. p.309. seqq.

* Daleborgh, die hanpk-stadt in der Schwedischen provintzDalia, in Weu-Gothland am Menner-see gelegen; ist ziemlichverfallen. Zeiler. descr. Sueciae.

* Dalecampius, oder de la Lhamp, (Calebus) schrieb:Vindicias 8alornonis, Lvndm 1622. de Artis Poeticse pr^stan-tia & de usu exoticorum scriptorum in Theologia , io. 1624.de Officio boni Magistratus & patris familias, ib. Adnot. adPlinii Historiam naturalem, Cambridge 1652. in 4. ATreatiseos hospitality über Röm. XII. 1;. ibid. eod. in 4. de Vita &Obitu Harrisoni, ib. Hyde, bibi. Bodlej.

Dalecarlia, ist eine grosse provintz in Schweden , welcheNorwegen gegen abend und Mitternacht, Hellingen gegen mor-gen, und Wermelaud, eine Gothländische provintz, gegen mit-tag hat. Es ist ein sehr bergichtes land, welches nichts als kleinedörfer in sich, aber viele eifen-gruben und kupfer-dergwercke hat,daher auch die berg-leuthe in Schweden Dalekerls genennt wer-den. Der fluß Dalecarle, worvon die provintz den nahmen hat,ist einer von den vornehmsten in gantz Schweden . Die einwoh-net dieser landschafft, welche starckes leides und gute soldatensind, wiegelte Gustav, ein Schwedischer vom Adel, dessenvatter Ericus Wasa von Grypsholm oder Lindholm im Swck-holmischen blut-bade war enthauptet worden, wider den Königin Dänemarck, Christieruum II. auf, um die vorige freyheit wie-derum zu erhalten. Nachdem sie nun die Däne» fast aus gauySchweden vertrieben hatten,wurde gedachterHerrvondcnReichs-Släuden zum König erwehlet, und legte den gründ zu der heu-tigen Schwedischen Monarchie. Zeiler. descript. Suec.

Tiaudrand.

<^)alechamp , ( Iacobus ) ein Medicus , war ein Edel-mann von Caen aus der Normandie , und practicirte zu Lvon vonan. i;;2. bis i;87. oder 88. da er starb. Er war in Bite-ris elegantioribus wohl erfahren, wie seine wercke zur gnügezeugen. Er schrieb Histoire generale des Piantes in rF. buche tu ;de Beste lib. III. Scholia in Pauli lEginetie ,lib. VII. Er gab«uch Plinii Historiam Naturalem mit noten heraus , und über-setzte ibücher des Athcnäi aus dem Griechischen ins Lateinische,

La Croix du Maine & du Verdier Vauprivas, bibl. Franq. Vander Linden , de script. Medie.

Dalem, Gravendalen, eine kleine stadt in dem Hertzog-thum Limburg , an dem flusse Bervin , 2. meilen von Lültichgelegen. Sie führt den titul einer Grafschafft, und gehört denHolländern. An. 1^78. und r;8;. ist sie von den Spanier»,und an. 1672. von den Franzosen erobert worden , welche letz-ter» ihre bevestigungs-wercke niedergerissen. Zeileri topograph.Germ. infer.

Daleschiy, vor zeiten ein kloster der Cisiercienser - Jung- ·frauen im Marggrafthum Mahrs«, welches der Taboritenführet Procopius an. 1429. verwüstet hat.

* Dalheim, oder Dallheim, Dalcheim, Dalem, einkloster in dem Stift Padcrborn eine meile von Stadtdergengegen norden. Rnauths anmerckung zu Schneiders beschrei-bunq des alten Sachsenlandes, p. 8?. Ehemals war es eindorf und Nonnen - kloster, Cistcrcienser - ordcus. Melißdntesbeschreibung der berg - schlösset, p. s*;. Als aber nach derzeit das dorf abbrannte, und die Nonnen aussturben, wur-den die einkünfte desselben zum kloster Bödecken gezogen. Nachder Hand überlegten sie, daß es unrecht wäre, so viel güther ansich zu ziehen, wovon ein gantzes kloster könnte unterhalten wer-den , daher sie aus ihrem kloster etliche Mönche dahin schickten,also daß es seit der zeit von Cauouicis regularibus St. Au-gustini bewohnet worden; es ist solches ohiigefchr an. 1450.geschehen. Bufcbius, de reformat. Monast. 8- apud LeibnizI. c. tom. II. p. 484. Melißdntes 1 . c. Der eigentliche stiftetdes klosters ist unbekannt, doch hält das kloster die Herren vonBrobeck, Westphalen und Pattderg vor die vornehmsten Wohl-thäter. Den letzten schickten sie alle jähre am grünen Donner-stage ein gerichte stockfisch. Rnauth 1 . c. Melßames, 1 . c. Md-bomius , de pagis vet. Sax. in script. rer. Germ. tom. III.pag. 97·

Dalta , eine Schwedische provintz in West-Gothland zwi-schen der see Wener und dem Gouvernement Bahuö. Die Haupt-stadt darinnen ist Dalebourg, die andern flecken sind Holm,Brette, Killen, ic. Zeiler. descr. Sueci*.

* Dalketh, eine kleine aber sehr alte stadt in Süd-Schott-laud in der provintz Lothian , am fluß Esk, eine meile vonEdenburg gegen nord-ost gelegen. Auaßret , bist. & geogr.

ane. & mod. II. tom. I. p. 244.

Dalläus, ( Johannes ) oder Daille, war zu Chattellerautden 6. ian. an. 1594. gebohren. Sein vatter war Receveurdes Conhgnations zu Hoteliers und wollte anfangs nicht, daßer studiren sollte. Weil er aber eine sonderbare neigung darzubezeugte, schickte er ihn im n. jähre seines alters nach St.Mairenl in Poitou; worauf er seine studien zu Poitiers , Cha-teüeraut und Saumur fortsetzte, von dem letzten orte aber imvctvber an. 1612. zu dem berühmten du Pleßts-Mornay , zweyvon seinen enckeln zu informiren, bernffen wurde. Nachdem ernun 7. jähr denselben vorgestanden, tratet mir ihnen an. 1619.

eine reise nach Italien an, hatte aber das Unglück , daß dereine zu Mantua kranck wurde, und darauf zu Padua mit tobeabgieng, wohin er ihn, weil die Protestirenden daselbst etwasmehr freyheit haben, bringe» lassen. Er hatte bey dieser bege-benheit wegen der Inquisition viel verdruß; doch brachte er esendlich durch beystaud Pauli Sarpii, an welchen ihn Mornäusrecommendirt hatte, dahin, daß die leiche nach Franckreich durfteabgeführt werden. Hierauf gieng er nebst seinem untergebenennach der Schweiß, Teutschland, Nicderland, Holl-und En-gelland , und gelaugete an. i62r. wieder in Franckreich an. An.iS2i. bekam er bey Mornäo das amt eines Predigers, aber nurauf eine kurtze zeit, indem dieser noch in eben dem jähre im nov.starb. Im folgenden jähre brachte er die Alemoires des du Plesssis-Mvrnay, so einer von seinen domesiiquen, de Ligues , ge-schrieben hatte, in ordnung, worauf man ihn an. 162;. nachSaumur , und im folgenden jähre nach Paris zum Predig-amtezu Charcnton berief, da er denn in solches ansehen kam, daß erauf dem letzten National -8vuodo der Reformirten in Franck-reich, welcher an. 1659. zu Loudun gehalten wurde, prasidirte.Doch wurde er in allerhand verdrießliche streitigkeiten verwickelt,worzu die damalige controvcrs der Reformirten , de Gratia uni-versal,, mit gelegenheit gab ; denn er nahm Amyraldi partey an,und schrieb wider Spanhemium einen tractat, unter dem titul:Apologie des 8yuodes dAlencon & de Charenton. Hierdurchwurde dieser streit gleichsam aufs neue entzündet, und wollte sichDalläus damit entschuldigen, daß dieser tractat wider sein wis-sen gedruckt wäre. Da aber auch Maresius sich in diese fachemengete, bekam derselbige eine gar harte antwort, welcher ermit nicht weniger Heftigkeit begegnete; doch wurde dieser streitgar bald zwischen beyden beygelegt. Er starb zu Paris den i;.apr. an. 1670. Unter seinen schritten ist die vornehmste der tractatde Usu Patrum, Wider welchen ein Engelländer, Matthäus Scri-venerius, Apologiam pro 8. Ecclesiae Patribus, heraus gegeben.Ferner hat man von ihm Iib.VII.de Poems &Satisfactionibus hu-manis; de Scriptis,quas subDionysii Areopagitas & Ignatii Antio-cheni nominibus circumferuntur; de Jejuniis &Quadragefima;de Cultu religiofo; de Fidei ex Scripturis Demonstratione con-tra Novitios; de Conürmatione & extrema Unctione ; de Sa-cramentali live Auriculari Latinorum Confellione; de Imagini-bus ; de Pscudepigraphis Apostolicis , und viele andere. Erselbst pflegte für sein bestes buch zu halten, seine Reponsc contreAdam & Cottibi , deren der erste ein Jesuit, der andere ein ab-gefallener Reformirter Prediger von Poitiers gewesen. Seinsöhn, Hadrianus Dalläus, war erstlich zu Rochelle und hernachzu Paris Prediger, begab sich aber, da die Verfolgung der Re-formirten in Franckreich angieng, nach der Schweitz , und starbzu Zürich im may an. 1690. im 62. jähre seines alters. Abregede la vie de Monf Daille. Witte, biogr. Bayle. *

* Dallington, oder Dalington, (Robertus) gebohrenin Northamptonshire , war erst Schul-stector, reifet« in Franck-reich und Italien , bekam hernach unterschiedliche austräglichechargen, und starb an. 16*7. Er hat in dem Englifchen ge-schrieben eine Nachricht von Florentz, London röo*. in 4. Apho-rismus civiles L militares, ib. röij. eine Methode in Franck-reich zu reifen rc. Wood, Athen . Hyde, bibl. Bodlej.

;£MUtcm, oder Dallon, ei» Medicus, gebürtig aus Grie­ chenland . Man weiß nicht, wenn er gelebet. Er hat verschie-dene wercke geschrieben, die zum öftern von Plinio angeführetwerden, lib. VI. c. ;o. üb. XX. c. 21. 22.21. & 27. Vojlius,de Hist . Grrec. lib. III. p. ;;o.

Dallwig, eine adeliche und Frcyherrliche familie in Hessen ,von welcher Theodoricus an. 1,21. und Reinerus an. i;6;. alsSiebte zu Corbey verstorben. Reinhard war zu Kaysers Sigis,mundi zeiten ein berühmter Krieges-Held. In dem zojährigenkriege thaten sich Curt und Johann Wilhelm, als Heßische Obri«sten, hervor. An. 1677. bekleidete N. die stelle eines General-Majors unter den Heßijchen trouppen , und an. 17:;. wohnteN. den friedens-tractaten zu Utrecht , als Heßischer Abgesandter,bey. SpaNgenbergS Adelsp. P. II. Bucelin. Germ. sacr. P. II.pufendorffs Schweb, kriegs - geschichte. it. de rebus gest.Frid. Wilh.

Dallwitz, (von) eines der ältesten und ansehnlichsten adeli.chen Häuser in Nieder-Sachsen, allwo es heut zu tage die Rit,ter-qüther Brauna, Oßig, Refchen, Dollzig, Reichersdorff,Kahse, Kohle, Baudach, Klein-Drcntzia, Starschedel, Vet-tersfeld, und Raubart besitzet. Es mag aus der Mittelmarck da-hin gekommen feyn , Massen ein Rittersitz Dallwitz daselbst lie,get. Den ersten Ursprung aber hat es in Schlesien, von bannenes mit Gnievoß von Dallwitz in Polen gekommen, derselbe warbUnter-Cämmercr von Cracau, und erzehlet Dlugossus von ihm,daß er an. 1385. Ertz-Hertzog Wilhelm von Oesterreich, wel-chem der verstorbene König Ludwig seine Printzeßin Hedwigehelich versprochen hatte, nicht nur in Polen gelocket, sondernihn auch selbst dahin begleitet, und gemeldter Ertz-Hertzog durchihn sowol zur heurath als zur Polnischen Crone zu gelangen sichgetrauet, weswegen er alle seine mitgebrachten schätze und kleino«dien ihm in Verwahrung gegeben. AIs er aber sich in sei-ner Hoffnung betrogen gesunden , habe der von Dallwitz ihmnichts wiedergegeben, sondern alles für sich behalten , und dar-aus ansehnliche güther gekanffet. Als auch nach der Hand ge-dachte Printzeßin mit Uladislao V. Jageüoue vermählet worden,

habe