bette Doges oder Hertzoge hatte, worunter dieser Andreas aucheiner war, welcher an. 1342. Bartholomao Gradomgo succe-dirle.PetrusJustiniani fanget seine regierung schon von an.i;; 6 .an. Er war der 54. Hertzog, ein sehr gelehtter Herr, welchereine Vcnetianische chronick geschrieben, deren Petrarcha, Blon-dus, Justinianus , Sabellicus, Leander, Cuspinianus und an-dere in ehren Meldung thun; Baronius cilirt sie tom. IX. an-nal. ecclesiast. ad ann. 1333. Seiner Verdienste wegen warder schon im ; 6 . jähre zu dieser hohen würde erhoben, da sonstennur die ältesten von den Rathsherren derselben würdig geach-tet wurden. Er hatte einen bruder Simeonem Dandulum,welcher sich auch um die Republick wohl verdient gemacht hat,und in wichtigen geschafften ist gebraucht worden. Unter An-drea Dandolö, dem Doge, sind die sogenannten Auditoresveteres zuerst erwehlet worden, wohin die appellationen von ge-richtlichen fachen gewiesen wurden. Zu deren behuf hat derHertzog einen Codicem verfertiget, worinnen er alle Gonstitu-riones patrias, von dem Doge Theuposdoan, bis ^mfseinezeit, in gewisse capitul und in ördnung gebracht hat. Seine re-gierung war wegen erdbeben, hungers-noth und starcker pesti-lentz nicht so gar glücklich , worinnen er sich doch durch ge-thane kluge Vorsorge hervor gethan hat. Die Iaderenser sie-len in Datmatien von den Venetianern ab , wurden doch end-lich nach einem harten gefechte, worinnen Ludovicus der Königdie Iaderenser unterstützet, bezwungen. Mit den Genuesernhatten die Venetianer unter ihm einen blutigen krieg, wo beyder-seits schlachten gewonnen und verlohrcn worden. Endlich ver-lohren die Genueser ihre völlige flotte, und wurden dadurch insolche desperation gebracht, daß sie ihre freyheit aufgaben , undihr gantzes glück Ivhanni , dem damaligen Viee-Gomiti undErtz-Bischoffe von Mayland in die schoos schütteten , welchersie m schütz nahm , und den Venetianern hernach grosse Hän-del machte. Andreas Dandolus aber erlebte den ausgang nicht,und starb an. im. Doch hat die Republick noch zu seinerzeit eine ligue mit dem Papst Clemens VI. und dem König inBöhmen geinachet. Petrus MarcelL vita Ducum Venet.Saxßvmus , lib. II. chron. Marula. , P. II. Ital. CasparusContarenus, de llepubl. Venet. Vojf. deHistor. Lat. lib.lll. c.9.Petrus Jußiniani , histor. Venet. lib. IV. p. 61. und 65. inclus.
Dandorff, Dondorff, eine alte adeliche familie, so heutzu tage das Ritter-guth Rammelsreuth, 2. Meilen von Bay-reuth in Francken, besitzet. An. i;?o. .werden 2. bruder vonDandorff m GrafHermanns von Orlamunde lehn-briefe, denenvon Heßler gegeben, als zeugen benennet. Heinrtch hat an.1400. als Hauptmann zu Gotha gelebet. An. 1436. hat diesesgeschlecht dem turnier zu Stuttgard mit beygewohnt. Obbesag-res Ritter-guth Rammelsreuth hat zu erst Johann LeonhardNicolaus von Dandorff besessen, der ein vatter worden AnnaMaadalenä Frcmciscä, Seniorißin des adelichen Kayserlichenweltlichen freven Stifts Ober-Münster zu Regenspurg, undJohann Christophs von Dandorff. Buce/. stemm. P. IV.
Danebrogs - oder Danneborgs-orden, ein Ritter-ordenin Dänemarck, welcher am tage Laurentii an. 1219. von Wal-demaro II. Könige in Dänemarck, gestiftet worden. Bartho.linus vermeynt, daß sein Ursprung daher rühre: als in gedach-tem jähre der König Waldemarus wider die ungläubige Lieflän-der gestritten, tind es ziemlich hart gehalten, sey eine sahne vomHimmel gefallen, in welcher ein weisses ercutz gewesen, woraufalsobald den Dänen der Muth gewachsen , den Ltefländern aberentfallen wäre, und hätte Waldemarus einen herrlichen sieg de-fochten. Diese sahne sey Dannebrog, d.i. der Danen bürg undvestung genennet, und als ein heiligthum in den schlachten dor-nen an Per spitze getragen worden , bis der König Johannesselbige an. 1900. in Dithmarscn verlohnn. Bartholinus stehetfast in den gedancken, daß die Schwerdt-trägerDi Liefland ihrenansang dieser stiftung zuzuschreiben hätten. Doch ist dieserDancdrogische orden nach und nach gantz verloschen, bis derKönig Christianus V. bey dem geburts-fest seines ersten Prin-tzen Friderici IV. an. 1671. denselben wiederum erneuert. Die-se Ritter tragen bey grossen solennitäten nebst ihrem besondernordens-habitc eine kette, daran die buchstaden W. und C. wech-selsweise an einander gehänget, deren jener den stifter den Kö-nig Woldemarum , und dieser den restitmorem , ChristianumV.' anzeiget. Ausser diesen bestehet ihr vrdinari ordens-zeichen ineinem güldenen weiß emaillirten ereutz mit einem rothen rande,und i i. creutzweis gesetzten diamanten gezieret, so die Ritteran einem breiten gewässerten weissen und mit einem rothenrande eingefaßten bände über der rechten achsel nach der lin-cken feite zu tragen, nebst welchem sie auch einen acht eckichtengestickten silbernen stern auf der rechten brüst führen , worüberein stlbern ereutz mit rother einfassung und den Worten :C. V. RESTITUTOR zu sehen ist. Es wird dieser orden auchdenjenigen, so nicht von so hohem stände sind , tvenn sie sichnur ums Reich verdient gemacht, mitgetheilet. Thomas Bar.tholm. in dissert. dc origine ordin. Danebrogici. Gryphii ent-wurffderRilter-orden p.299. Arnkiet P. IV .üb. Vl.c.7. §.g.seq.
Dancdurg, eine vestung, welche von den Dänen auf derkoste von Coromandel in Asien angelegt worden.
Dane-gelt, war der »ahme der allerersten taxe, womit je-mals die Britannische Unterthanen von ihren Königen belegtworden. Denn, als zu ausgange des X. soculi der KönigEtheired sich genöthigt sahe, von denen in Engelland einge-fallenen Dänen mit 10200. pfund einen frieden zu erkauffeu,welche summa hernach jährlich von neuen gefordert, und immer
gesteigert wurde, ließ gemeldter König, und zwar, wie eini-ge schreiben , aufEdrics, Hertzogs von Mercia , anstiften, sei-ne Unterthanen so viel, und noch mehr , zahlen, als zu dem ge-dachten tribut nöthig war, welches auch nachgehcnds, da dieDanen nichts mehr zu fordern hatten , eine sehr lange zeit conti-nuirel, und Endlich in andre auflagen, unter andern nahmen,verwandelt worden. The compleat hiß, of England, vol. I. p.92.
Danes, (Petrus ) oder Danesius, war von Paris gebürtig,und studirte unter Budao, Joh. Lascare und andern gelehrtenleuthen. Franciscusl. machte ihn an. 1930. zum Professor derGriechischen spräche, und Henricus II. ernennte ihn zum lnfor-mator seines Dauphins, gab ihm auch das Btßthum zu laVaux . Man brauchte ihn in verschiedenen Ambassadcn, und aufdem Concilio zu Trident hielt er eine vortrefliche rede, welchenebst den acten dieses Loncilii zu Löven an. 1567. gedruckt wor-den. Als ein Jtaliäner auf bemeldtem Loncilio auf einen Fran zösischen Dodorem, welcher die mit den geistlichen ämtern imschwänge gehende mißbräuche des Römischen Hofs gestraft, sehrloszog, und mit einer allusion aus das wort Gallus; welches so-wol einen Hahn als Franzosen bedeutet, hönisch sagte: Galluscantat; antwortete ihm Danes sehr empfindlich : Utinam adGalli cantum refipisceret Petrus . Er starb zu Paris an. 1577.im 62. jähre seines alters. Ob er gleich beständig den studien ob-gelegen , hat er doch keines von seinen schriften an den tag gege-ben , wie Sammarlhanus berichtet, wiewol Launojus ihm ver-schiedene wercke beylegt, als Dodecasticum in Laudem NicolaiManuelb; Judicium Officins Textoris; Scholia in Aristotelem &Tertullianum; Explicationes obscuriorum Locorum , qua» tarnapud sacros , quam profanos Audores reperiuntur. Genebrar-dus gedencket seiner zum öfter» in seiner Chronologie. Thun ».
hist. & TeiJ/ier, addit.tom.I. p.464. & tom.III p.262. Turnebus ,in loc. Cicer. Spondaxus, in annalib. Sammarthanut , in elo-giisGall. tom.I. & III. Gall. Christ. Miraus,de script. ssec.XVI.Tbevet , vies des homm. illust. &c.
* Danes, (Jacobus) Bischoff von Toulon , war zu Paris an.1601. gebohren. Sein vatter gleiches nahmens,Herr von Marly-Ia-Ville, Grafvon Mesles, Baron von Offemont , war Par-lements-Rath zu Paris , Präsident der Rechen-Cammer, Prevütder Kaufmannschafft und Staats-Ralh, und befasse eine schönegelehrtheit in dem Griechischen und Lateinischen . Sein söhn Ja-cobus ward zu der Politic angehalten , und gelangte zu denstellen eines Rechen-Präsidenten, und Intendanten von Langne-doc. Erheurathetean. isr;. MagdalenamdsThou/einetoch-ter Iacobi Augusti de Thou, Präsidenten a Mortier zu Paris ,und zeugte mit ihr einen söhn, welcher in dem 16. jähre seinesalters unglücklicher weise ertranck. Nachdem Magdalena deThou kurtz hernach mit tobe abgegangen, ergriffe Jacobus Da-nes den geistlichen stand, und erhielte bald darauf die stelle einesKönigl. Staats-Raths, zu welcher an. 1640. noch das Bißthumvon Toulon kam. Er bezeigte sich in dieser würde recht eifrigund unverzagt wie solches sonderlich in der bekannten Versamm-lung zu Mante an. 1641. erschiene. Da er an. 1656. viele Un-päßlichkeiten zu spüren anfienge, begab er sich aller seiner ämter,stellte kutsche, pferde, laquayen und alle übrige umstände seinervorigen würde ab , theilte seine grosse güther reichlich unter diearmen aus, machte verschiedene stiftungen , und brachte sein le-ben in geistlichen Übungen zu. Er starb denjunti an. 1662. zuParis in dem ruf einer besondern Heiligkeit. Supp.tment de Paris .
* Danet, (Petrus) ein Mitglied der Französischen Academie,Abt von St. Nicolai zu Verdun , und Informator bey dem Dau-phin Lubovici XIV. Er hat zu dessen gebrauch ein FranzösischesUNd Lateinisches wörter-buch , und ein vidionarium Antiquita-tum Romanarum aufgesetzet, und auf befehl des Hertzogs vonMontausier an der aufläge des Phnedri in usum Delphini gear-beitet , und ist an. 1709. zu Paris gestorben. Mtmotres du tems.Baillet, jugemenssur les Grammairiens n. 6;g.
* Dangeau, eine kleine stadt in Franckreich, in der prvvintzPerche, an dem kleinen fluß Dousaine, etwan 3. meilen vonChasteau-Dun zwischen Chartres und Blois .
* Dangles, (Bernhardus) ein Französischer Jestiit, war Bac-calaureus Theologiae, Canonicus . Praepolitus des CvNvents zuGrenoble , hernach Redor unterschiedlicher Collegiomm, undstarb den 10. oct. an. 16^8. im 71-iahre , nachdem er cer-tarn Viarn ad Pcrfedionern , Paris 1638, in 8. Manududio-nem Juventutis ad Salutem, ib. 1639. in 12. K. heraus ge-geben. Aiegambe.
Danqu, eine kleine stadt und schloß in dem ländgen Vexin,in der Normandie , am fluß Epte, welcher bey Vernon in dieSeine fällt, nahe bey Gisors gegen süden.
Danhauer, (Joh. Conrad) war zu Kundringen im Briß-gau an. 1603. den 24. martti gebohren , und legte den gründseiner studien in der schule zu Straßburg , dahin er an. 1610.geschickt wurde. Er setzte diestlbigen auf der Universität daselbstfort, und wurde an. 1619. Baccalaur^us , an. 1621, Philoso-phie Magister, und an. 1622. Poda Laureatus. Hierauf wand-te er sich an. 1624. zu dem studio Theologico , und nachdem erunterschiedene mal disputirt, begab er sich an. 1S2;. nach Mar-purg, und von bannen nach Altorff. Er wurde auch Hofmeisterbey 4. Patriciis von Regenspurg, mit welchen er an. 1627. nachJena reisete, und daselbst Majorem und Gerhardum hörte. An.1623. berief man ihn wiederum nach Straßburg , um alldaInspedor des Prediger-Collegii zu werden , worauf er daselbstatl.1629, Professor Eloquentie , an.1633. Pros. TheologieUnb
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