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schlinaung. Carolus Howaxd hat dorten einen medicinali-schen garten, wo er in menge rare und fremde gewächse gepflan-
tzet hat. DiHionnaire Anglois.
Darlington, oder Derlington, eine kleine marckt-stadt inder vioeces ves Engeüändischen Bißthums Durham, zwischenDarum und Stainthvrp, an dem fluß Stern, nicht weit von des«stn Vereinigung mit dem fluß Tees. Von denen nahe dabey be-findlichen sogenannten Hellenkesseln ; siehe den artickul Hell-AettleS. Camden’s Britann. Beeverell, delic. de l’Angl. p· 221.
Darmstadt, die Haupt - stadt in der obern Grafschafft Ca-tzenelnbogen, welche einer linie der Landgrafen von Hessen dennahmen giebt. Die benennuna soll sie gleichsam von Trajani-stadt haben, weil daselbst die Romer, besage unterschiedener Mo-numenten , ein castell wider die Catten gehabt. Sie liegt in ei-ner lustigen und fruchtbaren ebene an dem Odenwald , und istvon Landgraf Georgen I. dieserhalden zum Fürstlichen sitz er-wehlt worden, welcher auch das alte nächst der stadt bey demthore gestandene, und von den Kayserlichen an. 1546. mit stürmeroberte und niedergerissene veste schloß aus dem gründe nebst ei-mr schönen schloß - kirche kostbar wieder erbauet. Nach diesemhatte Landgraf Georg II. an. 1629. an dem schloß gegen der stadtzu ein neues gebäude vor die Cantzeley, Cammer und das Archivaufgeführet, Ludwig I V. aber auf der andern feite gegen mor-gen noch einen andern schönen schloß-bau nebst einem thurn undberühmten glocken - spiel hinzu gethan. Um, das, schloß ist einwasser - graben mit einem wall, und aussenwarts über der renn-bahne hat es einen neu - angelegten lust - garten, neben welchemeine grosse eiche stehet, so Landgraf Georg I. an. 1577. als einenbusch mit aus dem Walde aufdem Hute gebracht, und zum an-denckcn der neuen aeburt seines Printzen Ludwig V. dahin ge-pflantzt. Etwas besser herunter gegen norden zu hat gemeldterLandgraf George I. an. 1581. eine ansehnliche muhle zu bauenangefangen, welche von einigen authoribus unter die wunder-gedäude der kunst wegen gerechnet worden. Dieser ort ist an.1 jjo. auf erlangte freyheit Kayser Ludwigs von Graf WilhelmVI. zu Catzeneliibogen zu einer stadt gemacht, und mit zweyenmauren, thürnen und zwingern verwahret worden. In selbi-ger ist das gegen dem schloß über aufdem marckt gelegene Rath-haus, und die stadt-kirche zu sehen,,in welcher letztem vielekostbare Landgräfliche, und andere begräbnisse seyn. Nicht fer-ne von der kirche hat Landgraf Ludwig V. ein sehr prächtiges ge-bäude zu dem daselbst florirenden Gymnasio erbauet , und vordem also genannten stadt -thor hat an. i6n. der damaligeAmtmann, Johann Philipp von Buseck, das Bustcker-Hospitalgestiftet. Auf der feite gegen Franckfurt hat Landgraf LudwigV. eine schöne Vorstadt von lauter steinernen und gleich gebautenHäusern angeleget, dem Ludwig der VI. gefolaet, und zwischendem schloß und der mühte eine dergleichen aufgebaute vorstadtan die vorige anhängen, und in eine neue stadt - mauer bringenlassen. Sonst ist von dieser stadt merckwürdig , daß an. 140;.allda ein turnier gehalten worden. An. 1546. haben die Kay-serlichen unter dem Grafen von Beuren oder Büren vor dieserstadt 2. stürme verlohren, selbige aber hernach unter währendemaccordiren erstiegen, und ausgeplündert. An. 1622. wurde sie vondem Grafen vonMannsfeld auf befehlChurfürst Friedrich, deö V.von der Pfaltz eingenommen,und LandgrafLudivig der jüngerenebst seinen 2. Printzen gefänglich weggeführt. An. 1647. ward sievon den Franzosen eingenommen, und das schloß muste sich aufdifcretion ergeben,welche aber gar hart gewesen, winckelmansbefchrcibung von Hessen p. 101. Zeiler. topogr. Hass. p. 20.
Darmstadt . Die linie der Landgrafen von Hessen - Darm stadt stammet her von Georgio, zugenannt der fromme, demjüngsten söhne des Landgrafen Philippi , welcher den .15. dec.1547. gebühren war, durch daS vätterliche testament die obereGrafschafft Catzenelndogcn bekam, und zu Darmstadt residirte.Er nahm sich der Lutherischen religion sehr an, und starb den 7.febr. an. 1596. nachdem er mit seiner ersten gemahlin Magdale-na, GrafBernhards von der Lippe tochter, Ludovicum V. Phi,lippum und Fridericum gezeuget; davon Fridericus die linie derLandgrafen von Hessen - Homburg aufgerichtet. (Siehe Horn-burg.) Philippus zu Butzbach war ein gelehrter Herr, übersetz-te die gantze Bibel in die Teutsche spräche, und bezeugte grossencifer vor die Augspurgische Confeßion, büssetc aber durch einenbrand im bade fein leben ein, und hinterließ von seinen beydengemahlinnen keine kinder. Ludovicus V. der ältere söhn, zuge-nannt der getreue, warben 24. sept. 1577. gebohren, und stifttete die Universität zu Giessen. An. 1622. überfiel ihn der Grafvon Mannsfeld in seiner rcsidentz, und führte ihn gefangen weg.Im folgenden jähre erhielte er von dem Kayser wegen der Mar-purgischen succeßion ein favorabel urtheil, führte bey seiner liniedas recht der ersten gedurt ein, und starb den 27. jul. 1626. nach-dem er mit seiner gemahlin Magdalena , Churfürst JohannGeorgii zu Brandenburg tochter, verschiedene kinder gezeuget,als Georgium II. Johannem und Fridericum Johannes zuBreubach starb an. 1651. ohne kinder. Fridericus trat zu der Ca-thol. Religion, wurde an. 16;;. Cardinal, nachgehends Protectorvon Teutschland, Bischofs zu Breßlan, und oberster Hauptmannin Schlesien. Er starb an. 1682. Georqius II. war an. 160?. den17. mark. gebohren, vergliche sich mit Hessen-Cassel wegen Mar,purg,und gelangte den 24.sept. «».1627. zu dessen besitz.Er nahman. 163;. den Präger frieden an, trachtete aber vergebens die ad-ministrativ» zu Cassel an. 1657. nach Wilhrlmi V. tobe an sich zu
dar
dringen. Als er an. 1646. durch die Caffelische Waffen das gantzeFürstenlhum Marpurg verlohren, vertrug er sich an. 1648. aufsneue durch Unterhandlung Hertzogs Ernesti von Gotha mitCassel,erhielte z. viertheil von dem obern Fürstenthum,und vor die stadtMarpurg eine summe gelbes. Er starb an. 1661. den n.jun.Mitseiner gemahlin Sophia Eleonora , Churfürst Joh. Georgii I. zuSachsen tochter,zeugte er viel kinder,darunter ihm Ludovicus Vi.succedirte,Georgius III. aber zu Lauterbach in der HerrschafftJl-ter an. 1676. ohne männliche erben mit tobe abgieng. Unter dentöchtern ist sonderlich zu mercken Elisadetha Amalia,so an. 165$.aebohken , und an. 165;. an Churfürst Philipp Wilhelm von derPfaltz vermählt worden. Ludovicus VI. so an. i6;c>. den 2;. jan.gebohren,war ein sehr gelehrter Herr,und übersetzle unter andermdie Psalmen Davids in zierliche Teutsche reimen. An. 1662. ver,fiel er mit Chur -Pfaltz wegen des CondominatS - und Epifcopal-rechts zu Umstatt in streitigkeit, welche aber durch Unterhandlungder benachbarten Fürsten beygelegt wurde. Er starb den 24. apr.an. 1678. nachdem er mit seinen beyden gemahlinnen viele kindergezeuget. Die erstere war Maria Elifabetha, Hertzog Friedrichszu Schleßwich-Holstein tochter,welche ihm den 22.MN. an. is?z.
S ' ohren Ludovicum VII. der den 50. aug. an. 1678 starb,als erzu dem beylager mit Erdmuth Dorothea , Hertzogs Mauritiizu Sachsen-Zeitz tochter,zuschickte; ferner an.i6;2. MaqdalenamSibyllanydie an.1672. an Hertzog Wilhelm Ludwig zuWürtem-berg vermählt, durch dessen absterben aber an. 1677. in den witt-wen-stand versetzet worden,und den 8. aug. an. 1712. dieses zeitli-che gesegnet; Mariam Elisabetham an. i6;6. die an. 1676. mitHeinrichen, Hertzoge von Sachsen-Römhild vermählt worden,und den rö.aug. an. 171;. gestorben; undSophiam Mariam an.1661. die an. 1681. Hertzog Christians zu Sachsen-Eisenderg ge-mahlin wurde,und den 22. aug. an. 1712. starb.Der andere söhnFridericus und die tochter August« Magdalena sind unverheura-thet gestorben. Nachdem diese erstere gemahlin den 17. jun. an.1665. dieses zeitliche gesegnet, vermählte sich LandgrafLudovicusVI. den ;.dec. des folgenden jahrs mit Elifabetha Dorothea,Her-tzogs Ernesti zu Sachsen-Gotha tochter, mit welcher er gezeuget1.) Ernestum Ludovicum,so den 15. dec. an.1667. gebohren, undseinem ältern bruder Ludovico VII. in der reqierung gefolget. Erhat sich an. 1687. den i. dec. mit Dorothea Charlotta,MarggrafAlbrechts zu Brandenburg-Anspach tochter, so den 1;. nov. an.1705. gestorben, vermählet,und mit ihr verschiedene kinder gezeu-get,darunter der ältere Printz Ludovicus VIII. den;.apr. an. iü-i.gebohren, und den apr. an. 1717. sich mit Charlotta Christina,
Grafen Joh. Reinhardt von Hanau einiger tochter, vermählethat, welche ihm aber im jun. an. 1726. durch den rod wieder ent-rissen worden, nachdem sie ihm z. Printzen und eben so viel Prin-tzeßinnen gebohren hatte. 2.) Georgium,gebohren den 2;.avr.an.1669. Er begab sich zu der Catholischen religion, und wurde beydem Kayser General-Feld-Marfchall-Lieutenant, und unter demKönige Carolo II. Vice-König von Catalonien,Grande vonSpa-nien,Ritter des goldenen VIiesses,undKöniglicher Cammer-Herr.Er hat seine tapferkeit bey den kriegen in Jrrland, Niederlanden,Ungarn , Piemont und Catalonien , ingleichen auch zu dienst desKönigs Caroli III. in Spanien mit grossem rühm an den tag ge-irget, worinnen er bey eroberung des korcs Montjovi von Barcel-lona durch eine musqueten-kugel den 14. sept. an. 1705. getödtetworden.;.) Philippum, welcher den 20. jul. an. 1671. gebohren.Er trat an. 169;. zu Brüssel zur Catholischen religion, wurde an.1708. Kayserlicher Feld-Marschall,und an. 1714. Statthalter imHertzogthum Mantua . An. 169z. vermählte er sich mit MariaErnestlna Josephina, Ferdinandi Francisci, Hertzogs von Havrcund Croy tochter, so an. 1714. den 8 . may gestorben,und mit de-ro er etliche kinder gezeuget hat,darunter die Printzeßin Theodorsan. 1727. an Antonium von Gonzaga, Hertzog von Guastalla,vermahlet worden. 4.) Henricum, so den 29. sept. an. 1674. qe-bohren. ;.) Fridericum, so den 18. sept. an. 1677. gebohren. Ertrat gleich seinen andern 2.brüdern zu der Cathol. religion,wurdein Rom an. 1697. Abt,und bekam nachgehends aus Sicilien rei-che penfiones, ward auch Dom-Herr zu Brcßlau und Cöln, er-wehlte aber hernach das kriegs-leben, wurde General-Feld-Mar-schall-Lieutenant bey dem Czaar,und starb den iz. oct. an.1708.an den bey Liffa empfangenen wunden. 6.)SophiamLudovicam,so an. 1670. gebohren,und sieb an. 1688. an AlbertumErnestum,Fürsten von Oettingen , vermahlet. 7.) Elisabetham Dorotheam,so an. 1676. gebohren,und an. 1700. eine gemahlin Friderici Ja-cvbi, Erb-Printzens von Hessen-Homburg , wurde, und den 9.sept. «».1721.starb.* f ErnestusLudovicus,regierenderLand-graf von Hessen-Darmstadt,starb den 12. sept. an. 17,9. Ausserseinem nachfolgerLudovico VIII.hat er von seiner ersten gemahlinauch eine Printzeßin gezeuget, nahmens Friderica Charlotte, wel-che den 8. sept. an. iü98.gebohren,und an. 1720. an Maximilian,Printzen von Hessen-Cassel,vermählet worden.Zum zweyten malevermählte er sich mit einer verwittibten vonSeibolsdorssgedohr-nen von Spiegel, davon 2.töchter sind, welche unter dem nahmender Gräfinnen von Eppstein erzogen worden. Philippus,sein bru-der,starb den i2. aug. an. 1756. und hinterließ 1.) Joseph»m,ge-bohren den 22. jan. an. 1699. Abt auch Lanonicus zu Augspurg,Luttich.und an. 1740. Btschoff von Augspurg. 2.) Leopoidus,ge»bohren den n. apr. an. 1708.;.) Theodor«,gebohren den s.scbr.an. 1706. ward ««.1727. an AntonFerdinand,Hertzog von Qua-stalla vermahlet. Ludovicus Vlll.regiercnderLandgrasvonDarm-stadt,vermählte sich an.i7i7.mitCharlotte Christiana,GrafIohan-nis Reinhardi zuHanau einziger tochter,von welcher gebohren: i.)
Ludo-