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tvar, gab er seinem brnder vollmacht, es zu vollführen, fetzteihn auch zum erben ein , wenn er etwa nicht wieder käme.Auf dem rückwege an. 1154. wurde er krauch , und kam nichtnach Hause, sondern starb auf der reise in demselben jähre,nachdem er dem von ihm gestifteten klostrr ein stück holtz vomcreutz Christi überschickt hakte. Mit gedachter Bertha hat erMechtildem, Robodontis oder Rolandi, Grafens zu Baben-derg , gemah/in, gezeugt. Chron. Mont. Ser. adan. 1124. &1171. apud Men ken. script. rer. Germ. tom. II. p. 166.19}.Albini geneal. Comit. Leisnic. & Schmartz. adnot. 45. ibid.
tom. 111 . p. 867. scq. Aibmi Meisn. land-chron. XVII. p. 227.
XXII. p. 289.
* Dedo, mit dein zunahmen Grassus, Grafzu Rochlitz, undMarqgras in der Lausitz , ein söhn Conradi Pii, Marggrafensin Meisten, und Luilgardis, Kavsers Conradi I!!. schwester.Chron. vet. Ceü. adan. 1184. apud Mencken. script. rer. Sax.tom. II. p. zy6. Chron. Mont. Ser. apud Hofmann. script. rer.Lusat. tom. IV. p. 106. P. M. Sagittarius , diss. deRochlitio,ibid. p. 760. Des vorhergehenden Dedonis gemahlin , Bertha,erzog ihn, nahm ihn an kindes-statt auf, und vermachte ihm imlestament an. 1 «44. die Grafschafft Groitzsch. chron. vet. CeO.1 . c. P. M. Sagittarim , 1 . c. In der vätterlichcn theilung be,kam er die Grafschafft Rochlitz . Weil aber seinem brnderTheodorico die Laußnitz zugeeignet wurde, und nach dessen ab-sterben Kayser Fridericus Barbarossa dieselbe behalten wollte,demühete sich Dedo, sie an sich zu bringen, und der Kaysertrat sie ihm gegen erlegung vier tausend marck silbers ab.Manlius, Comment, rer. Lusat. IV. 14. §. 1. apud Hofmann.
I. c. tom. I. p. 2; 5. P.M. Sagittarim, I. c. Cafp. Sagittarim,hist. Lusat. §. 54. apud Hofmann. I. c. tom. I. p. 256. All.n;o. war er auf dem Synodo Provinciali, welchen BischoffGodevolduS zu Meisten hielt, und an. 1172. beyder einwev-hung des Marien - klosters zu Rochlitz . Fabridus , annal.Misn. I. p. 29. Sagittarim , I. c. War auch Advocatus desStifts Naumburg und Zeitz , und der klöster zu Bosau undPegau . Langius , chron. Numb. apud Air nokm. 1 . c. tom.
II. p. 2}. Chron. vet. Ceü. I. c. An. 1174. stiftete er das klo-ster Zillen, welches jetzo Wechselburg heißt. Chron. Miß. adh. an. P. M. Sagittarim , 1 . c. Andere setzen die einwcyhung indas jähr 1184. Fabridus, 1 . c. p. Chron. vet. CeU. 1 . c.Cmon. Mont. Ser. apud Hofmann. Seine gemahlin nennen
einige Kuniqundain, Ludovici des Springers, Landgrafens inThüringen tochter, andere aber Mathildem oder Mechtildem,eine tochter Goswini, welchen das Chroniam Mijhenfe , undBu elmus , Germ. S. tom. I. einen Grafen zu Merseburg , Ma.thiRm , in chron. Rochl. MSto. einen Grafen zu Humelbergoder Hynsberg, das Chron. vot. Ceü. 1 . c. zu Humberg, dasChron. Parum Dresd. apud Mencken. 1 . c. tom. III. p. 54}.zu Harnsberq , und die Legenda St. Hedwigis zu Harnsbergnennen. Wegen seiner linder findet man auch nicht einerleyNachricht. Einige nennen nur Conradum, Marggrafen zu Lauß.nitz, Dietericum, Grafen zu Sommersburg, und Agnetem,Bertholdt, Hertzogs zu Menan, geinahlin. Chron. Mont.Ser. 1 . c. p. 52. Andere geben ihm fünfsöhne und eine tochter,nennen aber nur die gedachten drey. Sagittarim, 1 . c. Man.lius, rer. Luf. IV. 15. §. 1 . c. Die meisten findet man in Chron.vet. CeU. und zwar in folgender vrdnung: Thiedericus, Probstdes hohen Stifts Magdeburg , Philippus, Prapositus Sancten-sis, Goswinus, Hermannus, welche beyde jung gestorben sind;Conradus, Marggraf zu Laußnitz , und drey tochter, abgedachteAgnes, die gemahlin Philippi, Königs in Franckreich, und dieH. Hedwig, Hertzogs Henrici in Schlesien gemahlin. Alleindie beyden letztern sind vielmehr töchter der ersten, welche siemit Bertholdo gezeuget hat. Bonfinm , VII. 2. Manlius, 1 . c.IV. 15.5. i.a. Aibinus, Meisn. land - chron. XVIII. p. 2};.Als Dedo mit Kayser Hcnrico VI. nach Apulien reisen sollte,konnte er wegen seines starcken leides das ungemach der reisenicht vertragen, und ließ sich daher das harte fett zwischen derhaut schneiden. Allein er starb kurtz nach der incision an.1190. den 15. aug. Aibinus, Meijn. land - chron. XVII.p.226. Chron. Mont. Ser. ad h. an.l. c. p. 5 I. Sagittarius, 1 c.Fabridus , orig. Sax. V. p. 546. Maniius, 1 . c. V. i?. tj.i. l.c.Cafp. Sagittarim , L c. p. 257. P. M. Andere setzen falsch dasjähr 119 l. Aibinus , Meisn. chron. tit. XII. p. 292. Sein cör«per wurde in dem von ihm gestifteten kloster begraben.
Dee, lat. Deva oder Diva , ist der nähme unterschiedenerflüsse in Groß-Britannien. Einer entspringt in dem FürstenthumWales , in Merionethshire, läuft bald anfangs durch einen klei-nen see, nahmens Lin-Tigid oder Pimble-meare, und zwar miteinem so starcken ström, daß dessen gewässer mit dem seinigennicht vermischet wird, gehet hernach durch Denbich-Flint undChcstershire, und fällt bey der stadt Ehester in einen kleinen bn-sen von dem Irrländischen meer. Es werden viel lachst darin-nen gefangen. Ein anderer entspringt an den grentzen derSchottischen provintzen Athol und Marr, wendet sich geradeostwärts, durchläuft einen theil der letzt-gedachten landschasst,und unterscheidet sie hernach von der Grafschafft Mernis, bis erendlich, nach einem lauf von 60000. schritten, bey New-Aber-deen sich in das meer ergiesset. Noch ein anderer, welcher viellachst führt, entspringt in dem nördlichen theil der Schottlän-Lischen provintz Gallvway, aus einem see gleiches nahmens,läuft gerade südwärts, und fällt endlich beyKirkoubrightindasmeer. Beevereü, stelle, de la Gr. Bretagne.
* <E>ec , (Golfo von) ein meer - busen des Irrländischenmeers zwischen den ishiren Flint und Ehester. Er ist nichtbreit» erstrecket sich aber ziemlich tief ins land hinein.
<pee , (John) ein Englischer Mathematicus und seltzameperlvn, ist gebohren zu Londen den 1;. jul. 1527. von Roland»Der, einem ehrbaren und wohlhabenden bürger, welcher diesensöhn in Griechisch-und Lateinischer spräche wohl hat lassen in-sormtren, und an. 1542. deswegen nach Cambridge gesandt;hier hat er mit ungemeinem fleiß seinen studiis obgelegen, undbis in die 18. stunden täglich dazu angewendet. Weil er nun einesonderbare tust zu der Mathest bey sich verspürte, begab er sichan. 1547. >n Holland , um bey Gemma Frisio , Gerhards Mer-catore und andern Mathematicis sich in dieser kunst zu perfectio-niren, welches ihm sehr wohl gelungen. Nach seiner zurück-kunft nach Cambridge machte er viel iooo. observationen überder sternen lauf, und beobachtete nicht nur deren distantz, laufrc.sonbern auch deren influxus in diese untere welk, und zustandder menschen. In das von Heurico VIII. neu aufgerichteteCoIIegium Trinitatis wurde er als Socius und Secunda-rius Professor Linguae Gracie aufgenommen; und ließ alldadie comödie des Aristophanis, genannt, künstlich durchMaschinen reprästntiren, welches viele der mechanischen künstenunerfahrne für zauberey-werck angesehen. Odschon er nun inEugelland wegen seiner grossen wissenschafft in Geometria undübrigen mathematischen fachen in grossem ansehen war, nahmer sich vor, um, wie er sagte, die reine Wahrheit und schätzeder himmlischen Weisheit tiefer einzusehen, Engelland zu ver-lassen , und zog an. 1548. nach Löven, da er als ein Oraculumin allerhand verborgenen wissenschafften angesehen, und auchvon Fürstlichen Personen besuchet ivurde. Nachdem er alldazwey jähre zugebracht, und auch etwas in studio Juris gethan,kam er nach Paris , und docirte mit ungemeinem zulaus aufeine neue art Euclidis Elementa , dadurch er in die freundschafftvieler berühmten manner gekommen, und leicht eine Professionhätte erlangen können , wann er nicht das freye leben vorgezo.gen hätte. Da er wieder nach Engelland kain, genösse er zwarein einkommen von dem Rector zu Upton, wurde aber sehr unterMaria wegen der religion angefochten, auch der zauberey ange-klagt. An. 155wurde er der gefangenschafft befreyet, in welcherer ewig verbleiben sollte,und legte sich sonderlich aus das StudiumAntiquitatum von Engelland, da er eine grosse incnge alter instru,mentcn und Codicum manuferiptorum zusammen brachte.Nachdem die Königin Elisabeth auf den thron kam, verfertigteer, auf rath des Grafen von Leicester, eine Schedam Astrologi-cam , darinnen er nach den reguln der Astrologie judiciarieuntersuchte, welcher tag zu der Königin inauguration glücklichwäre: dadurch er zwar in, der Königin kundsame kam, abervon verhofftem stipendio nichts kriegte. Aus Verdruß quittirteer wieder Engelland < und kam in Holland , hierauf durchTeutschland in Ungarn und auderstwohin. An. 1564. gab ersein erstes werck heraus: Monas Hieroglyphica, Mathematice,Magice , Cabalistice & Anagogice explicata: darinnen er vonhohen geheimnissen, welche ihm GOtt geoffenbaret hätte, umder weit sie kund zu machen , viel Wesens machte. Dieses prä-sentirte er bald hernach der Königin Elisabeth zu Londen, undward von ihr wohl aufgenommen. Sie besuchte ihn auch oft-mals stlbsten, und bezeugte eine grosse Hochachtung für ihn.Nach ausarbcitung etlicher anderer mathematischen schriftenobstrvirte er an. 1572. neben andern Mathematicis , dasneue gestirn, so sich in Caßiopcja sehen ließ; darüber ihmviele gelehrte inänner viel dancks wußten, wie auch an. 1577.den damals erscheinenden comet. Er sammlete eine ansehn,liche bibliotheck, aus mehr als 4000. Codicibus bestehend,samt vielen alten Instrumenten und manuscripten, wie aucheinen grossen apparatum von mathematischen Maschinen und in»strumenten. Über die Veränderung deS calenders an. 158;. gaber seine gedancken hervor, und zeigte eine methodum , wie dieeilf tage nach und nach ;» eximiren wären. Unterdessen aberfuhr er immer fort, der geheimen Weisheit, welches endlichder lapis Philosophorum war, nachzuforschen, und trieb sol-ches insonderheit, nachdem um diese zeit ein gewisser EduardKelläus, in chymischen vperationen wohl geübt, stch zu ihmgesellet. Diese strebeten nach verbotenen künsten, und vermeyn-ten gemeinschafft mit den engeln zu haben: da giengen dieactiones mit den geistern an , welche Dee fleißig in einembuch, von ihm genannt das buch der geheimnissen, ausge-zeichnet , und nach seinem tode gefunden worden. Sie hatteneinen tisch, welchen Dee table of Covenant , den bundes-lischgenannt, von gewisser sigur und grösse, wie es die geister be.fohlen, in dessen mittel-punct seltsame characteres gezeichnetwaren, von ihnz GOttes siege! geheissen. Auf demselben'lag eine crystallene kugel» der schaustein genannt, darin»sich allerhand figuren und bildnissen sehen, und stimmen hö-ren liessen: zu diesem kam ein grosser apparatus von leinwand,leuchter, küssen rc. Ohngeachtet nun diese geister dem Dee nichtnur lächerliche, sondern auch gottlose fachen befahlen, undihn dadurch in grosses elend stürtzeten : ohngeachtet sie ihnoftmal heßlich betrogen, und die verheissene schätze im-mer aufzogen, auch diesen Gelehrten in erbärmlichem Latein,mit sehr dunckeln Worten anredeten, ließ er sichs nicht an,fechten i sondern verharrrte zu glaube«, es seyen dieses
gute