«en, und der beyden andern Personen Gottheit läugnen. Indieser letzter» deutung findet man öfters , daß Gregorrus Pau-li, ein Socinianischer Prediger, welcher um die mitten desXVI. Lculi in Polen gelebt, ein Haupt der Delsten genanntwird. Siehe pauli.
* Dekker, (Frideric.) ein Nediens , florirte zu ende des17. iMhmiberts, und schrieb Exercitationes Praclicas circamedendi methoduin auctoritate , ratione observationibusqueplurimis confirmatas , ac figuris illustratas , Leiden 1694. in4. «lieh ist diß werck in Holländischer spräche, lbid. 1717. in4. heraus gekommen. Stollens Historie der Medtcinischen ge-lehrtheit, ll. 1. §· 12.
Dela, soll der nähme eines Phrygiers gewesen seyn, welcherzuerst den gebrauch des eisens erfunden, wiewol von andernstribenten noch mehrere andere für die urheder dieser erfinbungausgegeben werden. Siehe Polyd. Vergil. de rer. invent. üb.Xl. c . 19. Die haupt-ursach dieses unterscheids ist ohne zweifeldiese, daß die bey verschiedenen völckern den gebrauch des eisenszuerst aufgebracht, entweder von selbigen völckern seldsten odervon denen, welche hernach davon gehöret, für die erstere erfinde-überhaupt sind geachtet worden. *
* Delamare, (Wilhelm) ein Minorite, vom TrithemioI-amarenlis genannt, war zu ende des XIH. feculi berühmt.Er lehrte zu Oxford die Theologie, brachte aber viele philo-sophische grillen mit darunter vor, und suchte die lehre des Aqui-natis eben so sehr zu unterdrücken, als bemühet er hingegenwar, den Bonaventuram zu erheben, vor den er auch ein ei-gen werck geschrieben. Ausser dem hat er verfertiget: SuperSententias libros IV. Quodiibeta Sophistica lib. I. Reprehen-sorium Thoms üb. I. Lecturas Scholalticas üb. I. und vielesmehr. Baleus , script. Brit. cent. IV. p. 333.
* Delamet, (Adrianus Augustin. von Bußi) Priester undvoÄor Theologia: von der Sorbonne, Herr von Serais inMaine, Prior von St. Martin von Brive la Gaillarde , waraus dem edlen und uralten geschlechte Delamet, welches einesder vornehmsten ist in der Picardie. Er ward auf eine seinerHerkunft gemässe art sorgfältig auferzogcn, und zeigte in seinenjüngsten jähren, mit was herrlichen gaaben er versehen sey.Vermittelst seines fleisses ist er ein scharfsinniger Philosophusand gelehrter Theologus worden. Nachdem er an. 1646. indie Sorbonne war aufgenommen, und an. 1648. znm Priorderselben erwehlet worden, hat er an. 1630. den gradum Do-ctoris Theologia : empfangen. Der Cardinal de Retz , mit wel-chem er in verwandtschafft stunde, und dem stine gelehrtheitbekannt war, beredte ihn, sich bey ihm aufzuhalten, welchesDelamet auch gethan, und den Cardinal in seinem Unglücke so-wol als zuvor in seinem Wohlstände unzertrennlich begleitet hat.Er folgte ihm auf feinen reisen in Engelland, Holland undItalien , und zöge sich aller orten die Hochachtung der Gelehr-ten zu. Endlich aber gerieth er auf die gedancken, daß«ine solche lcbens-art allzuvielen Zerstreuungen unterworffen,mithin ihm an verwahren frömmigkeit hinderlich wäre, undkam wiedrum nach Paris zurück, allwo er sich in die Sor-bonne begab, um sich einig und allein den studien und geistli-chen Übungen zu ergeben. Mr. de Ste. Beuve hielt ihn so hoch,daß er ihn allezeit zu rath zöge, so oft er gewissens-fälle auf-zulösen hatte. Die wenige schwürigkeit, so man bey Delametfände, um seines raths zu pflegen , verursachte bey ihm einensehr grossen zulauf von leuthen, unter welchen sich öfters auchvornehme Prälaten fanden, welche sich nicht schämeten, hülffebey ihm zu suchen, um ihren gemeinden mit desto mehrermnutzen vorzustehen. Dahero geschahe es, daß Delamet fast gantzenächte mit beantwortung der empfangenen briefen zubringenmuste, indem er den tag mir öesuchung vieler ihm unterge-benen klöster, und mit ermahnungen an die üdelthäter in dengefangenschafften mehrentheils zubrachte. Er pflegte auchdie, so zum tobe verdammet waren, zu begleiten, und ihnen bisan das end beyzustehen. Viele arme schüler empfiengen vonihm auch ihren nöthigen unterhalt und Vorschub zu ihren stu-dien. Er starb den io. julii an. 1691. in dem 70. jähre seinesalters. Seine Resolutions de plusieurs cas de Conscience sindan. 1714. samt des dir. Fromageau seinen in 8. gedruckt, undnachwärls in das grosse Dictionnaire des cas de Conscienceeingerücket worden. Mimoires du tems. Preface des Resolu-tions des cas de Conscience de MM. Delamet & Fromageau.
* Delas, hieß vor reiten der eine arm des Tigers west-wärts , der durch Babylonien gieng. Stepbanus. Es will zwarSalmasius exerc. Plin. pag. 492. daß in angezogener stelle ausdem manuscript L-Ae-cc solle gelesen werden, und also mit desIsidori Characeni p. 3. Silla einerley sey. Es widerstreitetsslches aber dem zeugnisse Isidori, der deutlich genug saget, daßder fluß Silla Apolloniatidem wässere, folglich läuft der SillaWeit von dem Tiger entfernt. Cellartus, not. orb. ant. III. 16.
$· 10. IV. 3.
Delawar , oder de la Ware, (Lords) in Engelland.Dieienige, so diesen titul anietzo führen, sind aus dem geschlechtderer Wests. Thomas von West war an. 1324. ein Mit-glied des Unter-Hauses von dem Parlement. An. 1326. warder zum Ritter gemacht, und bekam erlaubnis, auf seinemland-guth zu Rughcombe in Wiltshire ein castcll zu erbauen.An. 13,0. ward er Gouverneur von dem castell zu ChristchurchHtstor« Lesticon lll. Theil.
in Southampton , und in den folgenden Jetten leistete er in denNiederländischen, in den Schottländischen und Französischenkriegen so gute dienste, daß man ihn unter den Englischen Baro-nen zu dem Parlement berief. Mit Eleonora, einer tochter underbin des Ritters Johann von Cantilupc, zeugte er Thomam.Dieser bekam an. 1346. in der schlacht bey Crecy mit eigenerHand den König von Franckreich, Johannem, gefangen, und er-wies hernach bey den damaligen kriegen seine tapferkeit in sehrvielen bcgebenheiten, bis er zu ausgang des XIV. feculi mit to-be abgieng. Sein söhn, Thomas, ward gleichfalls zu denParlementen beruffen, that sich in den waffen hervor, und starban. 140;. Sein ältester söhn, Thomas, nachdem er dem Kö-nige Henrico V. in den Französischen kriegen gedienet, starb an.1416. ohne leides - erben; daher ihm sein jüngerer brudcr,Regtnald, succedirte. Dieser erlangte, nach dem excmpelseiner vorfahren , den rühm eines guten soldaten, und bekamdas Gouvernement von St. Lo in der Normandie , und eini-ge zeit hernach die stelle eines Capitains von dem in derselbenprovintz gelegenen castell de la Mothe. An. 1426. nachdem sei-ner mutter bruder, Thomas, Lord de la Ware, ohne leibes-er-ben gestorben, bekam er dessen erbschafft, und zugleich den tituleines Lords Delawar. Ihm folgte an. 1449. sein söhn, Ri-chard , welcher zu unterschiedenen Parlementen beruffen, end-lich aber, wegen seines eifers vor das interesse des Hauses Lan«caster, sein vatterland zu verlassen genörhiget ward. Nachseinem tode, welcher an. 1476. erfolgte, succedirte ihm sein söhnThomas. Derselbe stund in absonderlichen gnaden bey demKönige Henrico VII. An. 1491. war er einer von den Gene,rals, welche die in Flandern wider Franckreich abgeschickte ar-mee commandirten. Fünf jähr hernach diente er wider die re-bellen aus Cornwall . An. 1513. begleitete er Henricum VIll.nach den Niederlanden , und das nächstfolgende jähr dessenschwester, Mariam , nach Franckreich. An. 1522. war er ei-ner von denen, welche den Kayser Carolum V. von Grävelingenbis nach Calais und Dover einholten. Er hatte 4. söhne:Thomam, Owenum, Georgium und Leonhardum. Der älte-ste, Thomas, welcher ihn erbte, unterzeichnete, nebst andernPairs, das denckwürdige schreiben an den Papst Clementem VII.die ehescheidung Henrici VIII. betreffend, und bekam, bey ein-ziehung der klöster, unterschiedene ländereyen. Weil er keineleibes-erben hatte, so adoptirte er seines bruders söhn, wil-helmum, verklagte aber nachgehends denselben, daß er ihmmit gift nach dem leben gestanden, welches gleichwol nichtverhinderte, daß nicht an. 1334., da er starb, gedachter Wil-helmus sein erbe ward. Dieser diente, mit dem titul eines LordSDelawar, bey der belagerung von St. Quintin , erhielt an.i;6;. eine neue creation des jetzterwehnten tituls in seinen fa-vor, und starb an. 159«;. Von Elisabeth, einer tochter Tho-ma Strange von Chesterton, hinterließ er seinen Nachfolger,Thomam. Dieser brachte es an. 1596. dahin, daß man ihmden rang seiner vorfahren, zwischen dem Lord Willoughby vonEresby und dem Lord Berkley, restituirte. Von Anna, einertochter Francisci Knolles, Ritters von dem Hosenbande, undKöniglichen Schatzmeisters, hinterließ er an. 1609. Thomam.Dieser ward zum General-Capitain aller colonien in Virginienernennet, und segelte deswegen mit drey schiffen dahin, starbaber unterweges, nachdem ihm Cäcilia, eine tochter des RittersThomä Shirley, Henricum gebohren. Dieser zeugte mit Isa-bella, einer tochter des Ritters Thomä Edmonds, Schatzmei,sters bey dem Könige Carolo I., Carolum, welcher mit Anna,einer tochter Johann Wilds von Dortwich, 3. söhne bekam.Der älteste, Carolus, verheurathete sich zwar zweymal, starbaber noch vor dem vatter ohne leides - erben. Der andere,Horatius , starb zu Barbados in America . Der dritte, Io-hannes, ward nach ihm Lord Delawar und Ober-Cammer-Ilincker bet) dem Printzen Georgio von Dänemarck. VonMargaretha, der einzigen tochter und erbin Johann Free-manns, eines kaufmanns von Londen , sind ihm gebohrenworden: 1.) an. 1691. Johannes; 2.) Elisabeth. Feerage 0 fEngland, II. p. 10.
* Delayto, (Jacobus) ein Italiänischer Historien-schrei.der in dem XIV. und XV. feculo , war von Rovigo gebürtig.Er wurde anfangs Notarius zu Ferrara , und that sich in die-ser stelle durch seine klugheit und geschicklichkeit so wohl Herfür-daß ihn der Marggraf von Ferrara, Nicolaus d'Este, an. 1390.zu seinem Cantzler machte, und ihn auch nach der Hand we-gen seiner Verdienste mit einigen land-güthern belehnte. Erschrieb hierauf zur danckbarkeit die thaten dieses Fürsten unterdem titul: Annales Eltenses , welche von an. 1393. bis 1409.gehen, und in Muratorii Thesauro script. Ital. tom. XVIILbefindlich sind. Muratorius , in pratf.
* Delbecque, (Norbertus) ein Dominicaner aus Brainc-le-Comte im Hennegau , informirte erst die jugend im stvlolehrte darauf zu Lövcn die Theologie, und nahm allda den gra'dum Licentiae an. Er that so fort eine reise nach Rom , undmachte sich mit den gelehrtesten Männern bekannt. Nach seinerzurückknuft wurde er an. 1693. zu Douay Magister studentium,und nicht lange darnach in der Abtey zu Rolduc im Hertzoq-thum Llmburg Professor Theologie. An. 1700. ward er vondem Ordens-General nach Rom beruffen, und zum mit-gehülf-fen angenommen; weil er aber die dasige luft nicht wohl ver-tragen konnte, kam er wieder zurück, und starb endlich zu Na-
E » mur